The Best Of 2020 Vol.: 10

The Best of 2020 Vol.: 10

01. Alok & Bruno Martini feat. Zeeba – Hear Me Now

02. Amtrac feat. Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Radical (zum Artikel)

03. Bronson feat. Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Dawn (zum Artikel)

04. Caro Emerald – Wake Up Romeo (zum Artikel)

05. Kraak & Smaak feat. Imugi- Sommeron (Satin Jackets Remix) (zum Artikel)

06. Dream Wife – Temporary (zum Artikel)

07. Hollow Coves – Evermore (zum Artikel)

08. Melanie C – Blame It On Me (zum Artikel)

09. Howling – Healing (zum Artikel)

10. Julianna Barwick feat. Jónsi – In Light (zum Artikel)

11. Myd – Together We Stand (zum Artikel)

12. Parov Stelar – Brass Devil (zum Artikel)

13. Kodaline – Sometimes (zum Artikel)

14. Markéta Irglová feat. Emiliana Torrini & Aukai – Quintessence (zum Artikel)

15. Alex The Astronaut – Banksia (zum Artikel)

16. Fatboy Slim – Praise You (Purple Disco Machine Extended Remix)
Caro Emerald - Wake Up Romeo

Caro Emerald – Die niederländische Swing-Sängerin ist zurück

Zehn Jahre ist es her, das die niederländische Sängerin Caroline Esmeralda van der Leeuw unter dem Namen Caro Emerald mit ihrem Debütalbum Deleted Scenes from the Cutting Room Floor durch die Decke ging. Jeder – wirklich Jeder – tanzte zu den Hits Back It UpA Night Like This und That Man. Überraschend verkaufte sich das Debütalbum im Anschluss mehr als 2 Million mal und erreichte die Sängerin in Großbritannien, Deutschland und Polen die Top-5 der Albumcharts. In ihrem Heimatland schaffte sie es sogar auf Platz 1 und hielt sich satte 176 Wochen in den Charts. Damit wurde ihr Album zu dem am längsten in den Albumcharts vertretene Album und löste Michael Jacksons Album Thriller ab. Es war der große Durchbruch des Electroswings. Am Mittwoch konntet Ihr bereits mit der neuen Single Brass Devil von Parov Stelar wieder einen großartigen Hit dieses Genres genießen – nun ist Emerald mit einem neuen Album zurück und versucht an die Erfolge des Debütalbums anzuschließen. Dabei zeigt sich Emerald auf ihrer neuen Single Wake Up Romeo wieder in Bestform und löst eine spontane Liebe in eine Beziehung um. Ob das der Auserwählte ebenfalls so möchte, bleibt dabei offen. Emerald hatte den Song während der Lockdown-Phase geschrieben, in der sie feststellte, dass sie endlos viel Zeit hatte, um an neuer Musik zu arbeiten. Nach ihrem Debütalbum 2010, dem Nachfolger The Shocking Miss Emerald (2013) und dem Livealbum MO x Caro Emerald By Grandmono (2017) – das sie zusammen mit dem Metropole Orkest eingespielt hat – folgte mit der EP Emerald Island (2017) die letzte Veröffentlichung – bis heute. Somit ist Wake Up Romeo die erste Veröffentlichung, neuer Musik, seit drei Jahren und lässt Emerald dort ansetzen, wo sie mit ihrem 2013er Album aufhörte. Dabei steht bisher noch nicht fest, ob der Song ein erster Vorgeschmack auf ein kommendes, neues Album sein wird oder auf einer weiteren EP erscheint. Mit Wake Up Romeo zeigt uns sie Sängerin, wie sehr wir den wunderbaren Electroswing der Niederländerin vermisst haben.

Iris Gold - A Lot To Give

Iris Gold – Wenn Funk nicht ausreicht

Ist soviel Energie händelbar?! Liesst man sich nur einen kleinen Teil des Lebenslaufes der Dänischen Sängerin Iris Gold durch, wird klar, dass hier eine normale Laufbahn gar nicht möglich sein konnte. Aber was ist schon normal?! Geboren in London, nach Kopenhagen gezogen, dort gewohnt ohne festen Wohnsitz und ein Kind indisch-jamaikanischer Wurzeln – das alles vereint die 27-Jährige in einer Person und macht darüber hinaus noch Musik, die nicht einfach als Pop bezeichnet werden kann. Denn allein ihr aktueller Song A Lot To Give strahlt so viel Power aus, dass wir uns musikalisch auf gar kein Genre einigen können. Mal ist es Soul, mal Funk, dann kommt R&B und natürlich eine gehörige Portion Pop dazu. Dabei erinnert Iris Gold im Gesangspart an Sängerinnen, wie Caro Emerald oder Aura Dione, auch wenn die Stile sich deutlich unterscheiden. Wenn sie jedoch im letzten Drittel anfängt zu Rappen, kommt sie dem US-Amerikanischen Shootingstar Lizzo erstaunlich nah. Iris Gold begeistert mit ihrer Power und dem frischen, verrückten Sound, den sie auf A Lot To Give zeigt und bringt zeitgleich am morgigen Freitag ihr Debütalbum Planet Cool raus. Stillstand ist für Iris Gold kein Thema, denn wenn Funk alleine nicht ausreicht, nimmt sich die Sängerin einfach die besten Stücke aus den anderen Genres und kreiert ihren ganz eigenen Sound.

Caravan Palace - Lone Digger

Caravan Palace – Electroswing aus Frankreich

In den letzten Jahren gab es immer wieder einmal Wellen, die das Genre Electroswing in die Charts gespült hatten. Sei es durch die Australier von Yolanda be cool, Caro Emerald aus den Niederlanden oder durch den Österreicher Parov Stelar. Nun wird einer Band aus Frankreich gerade viel Aufmerksamkeit geschenkt, die mit ihrem fantastischen Electroswing wahrlich für gute Stimmung sorgen. Caravan Palace kommen aus Paris und machen tatsächlich schon seit 2005 zusammen ihr Ding. Spannend hierbei ist, dass sie nicht nur das Genre Swing mit elektronischen Elementen verbinden, sondern, dass die Sängerin Zoé Colotis sogar, wie zum Beispiel auf dem neuen Song Lone Digger, Rap mit einfließen lässt. So ist Lone Digger ein energiegeladener Song, der einem keine Pause gönnt – wunderbar um einfach nur Spaß zu haben und glücklich zu tanzen.

Parov Stelar - All Night

Parov Stelar – Hoch das Tanzbein, Parov Stelar ist da

Elektroswing ist ja so ein heißes Eisen. Da können mal sehr gute Tracks rauskommen oder aber auch sehr nervige. Es gibt Künstler wie Caro Emerald oder Yolanda Be Cool & DCUP die diesem Genre eine sehr popaffine Note gegeben haben. Anders sieht es zwar auch nicht bei dem Österreicher Parov Stelar aus, doch klingen seine produzierten Tracks um einiges stimmiger. War Stelars Jimmy’s Gang bereits ein Brett, kommt er nun mit All Night vorbei und zeigt uns einmal mehr, dass Jazz, Swing und Elektro einfach zusammengehören. Eigentlich müsste man bei diesem Mix davon ausgehen, dass er in naher Zukunft mit seiner Musik durch die Decke geht, nur hatte man dies auch schon bei Jimmy’s Gang vermutet. Es bleibt also zu beobachten wie es sich mit Stelars aktueller Compilation The Art Of Sampling verhält. Bis dahin schwingen wir das Tanzbein und sorgen für Gute Laune.