Michael Kiwanuka - Final Days (Bonobo Remix)

Michael Kiwanuka – Durch Bonobo veredelt

Soulige Stimmen waren schon immer gut, für einen Remix, der die Tanzflächen füllen soll. Alleine die beiden Songs Liquid Spirit von Gregory Porter (im Claptone Remix) und Holding On von Disclosure feat. Gregory Porter haben in den vergangenen Jahren immer wieder für volle Tanzflächen gesorgt. Doch bereits in den 70er Jahren waren Discomusik und Soul eng miteinander verbunden und sorgten für eine der erfolgreichsten Zeiten dieses Genres. Für den neuesten Remix dieser Art haben sich zwei Künstler gefunden, die jeweils wahre Könige in ihrem Fach sind. Da wäre zum einen der britische Soulsänger Michael Kiwanuka, der mit seinem dritten, selbstbetitelten Album Kiwanuka 2019 komplett abräumte, zum absoluten Kritikerliebling wurde und bereits Ende 2019 mit dem Claptone Remix von You Ain’t The Problem erste Ausflüge in die Clubs machte. Zum anderen gibt der ebenfalls aus Großbritannien kommende Musiker und Produzent Bonobo mit seinem Remix ein Comeback – ist es doch der erste Remix seit drei Jahren, den der Brightoner Musiker zusammen mit Kiwanuka veröffentlicht.

Michael Kiwanuka

Michael Kiwanuka

Herausgesucht haben sich die beiden Musiker einen Song des Kiwanuka Albums, der bisher noch nicht als Single erschienen ist. Hierbei wird Final Days das folkig, Soulige genommen und von Bonobo mit einem fließenden Elektrosound neu arrangiert. Dabei nutzt Bonobo funkige Elemente und macht daraus einen frischen, hellen Song, den es abzufeiern gilt. Kiwanuka klingt auf dem Final Days Remix anfangs noch melancholisch gedämpft, ehe sich der Song in einem freundlichen, nach vorne gehenden Beat auflöst und somit die geballte Kraft eines Sommersongs entfaltet. Ganz ohne Ohrwurm-Refrain schleicht sich Final Days im Bonobo Remix damit in unser Taktzentrum und bringt erst nur die Finger und Zehen zum tippen, bis schließlich der ganze Körper anfängt mitzugehen. Nachdem Bonobo im Sommer 2019 mit dem neuen Song Linked für Spekulationen um ein neues Album gesorgt hat, dürfte die Remix-Aktivität des Briten nun neue Hoffnung auf ein baldiges Album machen. Zusammen mit Michael Kiwanuka hat Bonobo auf Final Days zumindest jetzt schon Mal dafür gesorgt, dass die Sommerabende heiß und lang werden.

Maya Jane Coles feat. Claudia Kane - Run To You

Maya Jane Coles feat. Claudia Kane – Erzeugen eine sehnsüchtige Atmosphäre

Maya Jane Coles wurde bereits mit Auszeichnungen, wie Producer of the Year 2011 vom DJ Mag, Best Breakthrough DJ 2011 von Mixmag, Staff Pick: Artist of the year 2011 des Beatport Awards oder Best House/Garage/Deep House Track bei der Miami Winter Music Converence 2012 ausgezeichnet. Wurde mehrmals von der BBC eingeladen, einen Essential Mix aufzunehmen und wird vom Billboard Magazin, über den Rolling Stone Magazin bis hin zum Pitchfork Magazin gefeiert. Dabei hat es die britische DJane mit japanischen Wurzeln in den vergangenen Jahren bis in die Bestenlisten dieser Magazine geschafft, mit Maya Jane Coles (2010), Comforts (2013) und Take Flight (2017) drei Alben herausgebracht und Remixe für Little Dragon, Tricky, The Shapeshifters, Florence + The Machine, The XX, Rudimental, Bonobo, Sia, Fritz Kalkbrenner oder Dua Lipa veröffentlicht. Daneben veröffentlicht Coles unter dem Pseudonym Nocturnal Sunshine ebenfalls Musik und hat erst im November 2019 mit Full Circle ihr zweites Album herausgebracht.

Maya Jane Coles

Maya Jane Coles

Nun ist sie mit Run To You wieder zurück und veröffentlicht diese Single zusammen mit der britischen Sängerin Claudia Kane unter ihrem Realnamen. Diese begeistert gleich zu Beginn mit einem fernöstlich angehauchten Saitenspiel, ehe ein äußerst präsenter Bassbeat einsetzt und sich darauf die Stimme Claudia Kanes setzt. Anders als zuvor ist Run To You nicht mehr ausschließlich über die tiefen Bässe zu definieren, sondern sorgt mit der flehenden Stimme Kanes für eine melancholisch, sehnsüchtige Atmosphäre. Dabei gibt es immer wieder Zuspitzungen, in denen sich der Track zu verlieren scheint. Immer mit am Start – das Gefühl, sich irgendwo zwischen fernöstlich, orientalischen Sounds zu bewegen. Run To You ist ein entspannter Housetrack, der wunderbar zu chilligen Abenden passt. War der Song lange Zeit nur auf Coles Club-Playlisten enthalten – ohne Run To You direkt veröffentlicht zu haben – kamen immer mehr Fans nach ihren Sets auf sie zu, um zu fragen, wie sie an diesen Song kommen könnten. Nun hat Coles ihn veröffentlicht und damit angekündigt, dass wir in naher Zukunft noch mehr neuer Musik von ihr erwarten können. Run To You bereitet uns schon jetzt bestens darauf vor.

Billie Eilish - No Time To Die

Billie Eilish – Bond-Song ist da!

Es sind große Namen, wie Shirley Bassey, Tom Jones, Nancy Sinatra, Tina Turner, Madonna oder Adele – alle haben in den vergangenen 70 Jahren einen Titelsong zu einem James Bond Film beigesteuert. Bestechen Bond-Titelsongs zumeist durch eine epische Stimmung und ausufernde Arrangement, kam es in der jüngeren Zeit auch immer häufiger vor, dass Titelsongs deutlich poppiger angehaucht waren, als man es gewohnt war. Nachdem es bereits seit gut zwei Monaten Gewissheit gibt, wer den Titelsong für James Bond – Keine Zeit zu sterben singen wird, ist dies nichts Geringeres, als eine Sensation. Denn die gerade einmal 18-jährige US-Amerikanische Sängerin Billie Eilish wird damit zur jüngsten Sängerin eines Bond-Titelsongs. Darüber hinaus hat die Sängerin innerhalb eines Jahres alles geschafft, wofür andere Künstler Jahrzehnte benötigen. Sie hat in diesem Jahr die Grammys in allen vier Hauptkategorien gewonnen, hat das meistverkaufte Album 2019 veröffentlicht, bleibt dabei einer Art Anti-Pop und mit dem neuen Song Everything I Wanted ihrem eigenen Charakter treu. Da stellte sich in den letzten Wochen die Frage, wie kann Eilish das alles mit einem Bond-Titelsong vereinen?! Das Ergebnis hören wir seit heute, denn Eilish hat vor wenigen Stunden auf ihrem Youtube-Kanal den Song No Time To Die für den 25. James Bond Film veröffentlicht. Dieser beinhaltet, neben typischen Elementen eines Bond-Titelsongs, wie den langsamen Beat und klassischen Elementen auch einen Orchester-Part von Hans Zimmer. Aufgenommen in Eilishs Bedroom Studio und produziert von ihrem Bruder Finneas O’Connell ist No Time To Die ein so perfekter Bond-Titelsong, der die Eigenwilligkeit Eilishs und ihres Gesanges mit der Monumentalität der Bond-Titelsongs vereint und einen epischen Sound entstehen lässt. No Time To Die ist ein weiterer Meilenstein in der noch jungen Erfolgsgeschichte der US-Amerikanischen Sängerin.

Noah Gundersen - Lose You

Noah Gundersen – Ein neuer Mensch

Als der amerikanische Sänger/Songwriter vor fast genau vier Jahren im Berliner Privatclub die Bühne betrat, war es wie ein weisses Blatt Papier. Sowohl der Name, als auch seine Songs waren gänzlich unbekannt und die Überraschung umso größer, als das Konzert seinen Lauf nahm. Damals noch mit langen Haaren singend, hat sich Gundersen im Verlauf der Zeit deutlich gewandelt. So steht er heute mit kurzen, blond gefärbten Haaren und sichtbaren Tattoos vor dem Publikum und singt so wunderbare Songs, wie seine neueste Veröffentlichung Lose You. Diese kommt von Gundersens viertem Album Lover und zeigt den Sänger angekommen. Angekommen in einer Welt, die für den Musiker so viel bereithält und die Inspiration für neue Songs gibt. Auf der dazugehörigen Tour spielte Gundersen innerhalb von zwei Monaten 40 Shows und war danach völlig energielos – so beschreibt Gundersen in einem Post die Tage nach dem Tourfinale. Mit der nun ausgekoppelten Single Lose You hat Gundersen gestern auch ein passendes Musikvideo veröffentlicht. Dieses untermalt die gewaltige Wärme, die der Song durch seine zurückhaltende Art besitzt, die im Verlaufe des Songs als Emotion ausbricht und zu einem satten Liebessong voller Energie wird. Gundersen klingt mit seinen 30 Jahren unglaublich reif und transportiert eine Phase der Liebe, die von Freude, Vertrauen, Verläss

lichkeit und einem Kampf erzählt, der eine Beziehung retten soll. Lose You ist ein so wunderbarer Song, dass man sich fast wünscht, von Gundersen gerettet zu werden.

Kindness feat. Robyn - Something Like A War

Kindness feat. Robyn – Eine zarte Warnung

Es sind Töne, die wir so von Schwedens Ausnahmetalent Robyn noch nicht zu hören bekommen haben. Auch der Brite Adam Bainbridge – alias Kindness – ist sonst für deutlich andere Sounds bekannt. Nun hat er sein drittes Album Something Like A War veröffentlicht und vereint darauf neben der Zusammenarbeit mit Robyn auch eine wunderbare Kollaborationen mit Seinabo Sey. Dabei ist Adam Bainbridge ein wahres Multitalent – denn macht er nicht nur Musik, ist er auch Radiomoderator, Produzent, Regisseur und Remixer. Bei letzterem hat er bisher unter anderem Songs von Röyksopp und Blood Orange geremixt. Zusätzlich war er Produzent von Songs von Blood Oranges Alben Cupid Deluxe und Freetown Sound, Solanges drittem Album A Seat At The Table und Robyns Honey. Auf ihrer aktuellen Single The Warning arbeiten Robyn und Kindness zusammen und erschaffen eine zarte, elektronische Ballade, die sich im Kontext des Albums mit Reflexion und Transformation auseinandersetzt. Hat der Brite das Album fast vollständig in New York aufgenommen, hört man dem Song eine gewisse Einsamkeit an. Hier fühlt man förmlich, den Moment, Nachts alleine in einem Apartment am Fenster eines New Yorker Wolkenkratzers zu stehen und aus dem 60. Stock auf die dunklen Straßen zu schauen. Sich seiner Einsamkeit bewusst werdend und musikalische Wege zu suchen, dieses Gefühl in einen Song zu packen. Dass ihm und Robyn das wunderbar gelungen ist, hören wir nun auf The Warning – einem Song der überrascht, die Seele streichelt und wärmt.

Amber Run - Worship

Amber Run – Die Ruhe zwischen dem aktuellen Album

Mit ihrem neuesten Album Philophobia, das die Nottinghamer Band Amber Run Ende September veröffentlicht hat, hat die Band um Frontsänger Joshua Keogh förmlich eine Sinuskurve musikalisch umgesetzt. Denn hat Philophobia auffallend viele, große und schrammelige Rocksongs, setzen die Briten, wie bei Affection auch immer wieder ruhige Tracks dazwischen und sorgen so für ein Auf und Ab beim hören des Albums. Dabei sind es nicht nur ruhige Songs, sondern vielmehr vor Melancholie und Depression erdrückende Stücke, die uns so berühren. Haben Amber Run zur Veröffentlichung ihres dritten Albums am 27. September gleich auch alle Songs einzeln auf Youtube gesetzt, wurde Worship zu einem der Lieblinge der Fans. Hier kommen Streicher, ein Klavier und die Stimme eines äußerst verletzlich klingenden Keogh so passend zusammen, dass sich Worship zu einer herzzerreißenden Ballade zusammensetzt. Darauf singt Keogh davon, dass er eine Person liebt – diese Liebe ihm scheinbar aber nicht gut tut. Zum Ende des Songs predigt Keogh förmlich eine Realität, der er sich stellen muss und verliert sich zunehmends in den Textzeilen I lived alone before I met you. Maybe I’ll live alone again. Dass es neben all den lauten Songs auch wieder die Ruhigen sind, die Amber Run so wunderbar beherrschen, zeigt, wie sehr sich die Band alle Richtungen offen hält und einen neuen Sound ausprobiert, ohne den alten zu verlieren.

Danny Vera - Rollercoaster

Danny Vera – Ein Song völlig aus der Zeit gefallen

Viele Musiker streben es an und schaffen es nie – einen zeitlosen Song zu schreiben. Einen Song, den man zum ersten Mal hört und bei dem man das Gefühl hat, den muss es mindestens seit drei Dekaden geben. So einen Song hat der niederländische Musiker und Songwriter Danny Vera geschrieben. Doch das ist nur die halbe Wahrheit – denn eigentlich ist sein komplettes Album Pressure Makes Diamonds 1 & 2 – The Year of the Snake & Pompadour Hippie, welches er zuerst in zwei teilen veröffentlichte und schließlich zu seinem 11 Studioalbum zusammenführte – zeitlos. Auf Roller Coaster sticht dies nochmal besonders hervor und kommen hier alle Attribute eines zeitlosen Sounds zusammen. Einerseits mit Folk-Elementen, die sich stark am US-Country orientieren und andererseits durch die warme, fast schon großväterlich, weise Stimme des aus Middelburg kommenden Sängers. Dabei hatte sich Vera nie auf einen Hit konzentriert und findet es überwältigend, wie sein Song in den Niederlanden aufgenommen und gefeiert wird. Diese Bescheidenheit lässt den 42-Jährigen nur noch mehr Sympathie entgegenkommen. Auf Roller Coaster wollte Vera die Aufs und Abs in unserem Leben, die eben dieses auch immer wieder beeinflussen und uns dadurch formen, zum Thema machen. Hier stand nicht die Musik im Vordergrund, sondern die Gefühle von Glück und Trauer, um die sich die Musik förmlich zu legen scheint. Überwältigt vom Erfolg seiner Single attestiert Vera schließlich noch, dass dieser Erfolg allein mit der Musik zu tun hat, welche die Leute erreicht hat und, dass das eigentlich sogar das Schönste an der Geschichte des Songs sei. Bescheidener und dadurch sympathischer könnte sich der Sänger nicht präsentieren und das, obwohl es eben nicht nur die Geschichte des Songs, sondern auch der Song selbst ist, der warm, fürsorglich und ehrlich klingt und uns deshalb so begeistert.

SYML - Take Me Apart

SYML – Vom unendlichen Repertoire eines Musikers

2019 markiert ein Jahr der kreativen Hochphase bei dem US-Amerikanischen Musiker und Produzenten SYML. War es nicht schon bedeutend genug, dass Anfang des Jahres sein selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht wurde, folgte mit Symmetry vor sechs Wochen bereits eine erste neue Single, die nicht mehr auf dem Album enthalten war. Nun hat Brian Fennell mit Take Me Apart einen weiteren neuen Song veröffentlicht, der sich nahtlos in die kinematographische Kultur seiner Diskografie einfügt. Dabei verfolgt SYML die Linie, sich in keinem festen Genre zu bewegen, sondern springt viel mehr von Song zu Song in den Genre umher. Mal rockig und kratzig, mal soulig oder sogar so leise, dass man während des Songs meint, das Studio knarzen zu hören. Mit Take Me Apart hat sich SYML nun der Liebe zu Horror- und Mysteryfilmen hingegeben. Beginnt der Song mit einem melancholisch, mystischen Klavierspiel, setzt Fennells Gesang kurze Zeit später ruhig und geheimnisvoll ein. Hierbei startet unwillkürlich eine Retrospektive vor dem inneren Auge und lässt gleichzeitig eine Art Zeitraffer entstehen. Schließlich trifft der Höhepunkt des mystischen Moments bei knapp 2:45 Uhr ein und verliert sich in einer großen Soundwolke aus Geigen, Bassbeats und verworrenen Gesangsparts, nur, um schließlich wieder vom melancholischen Klavierspiel eingangs abgeschlossen zu werden. SYML ist in seiner Kreativität nicht zu stoppen und zeigt seine Leidenschaft der musikalischen Untermalung von Momenten auf Take Me Apart einmal mehr eindrucksvoll.

Coldplay - Orphans/Arabesque

Coldplay – Wenn Abwechslung die Konstante ist

In den letzten Jahren schien es für die britische Alternative-Rockband absolut keinen Halt mehr zu geben. Da sprudeln die Songs nur so und hat haben Coldplay mit Ghost Stories (2014) und A Head Full Of Dreams (2015) binnen kürzester Zeit gleich zwei Alben veröffentlicht, die so Abwechslungsreich, wie frisch waren. Das alles kam zu einer Zeit, in der man drei Jahre lang nichts von der Band hörte und die Gerüchte, um eine Pausierung der Band immer dichter wurden. Nun sind Chris Martin und Co. wieder zurück und haben gleich ganz früh mit einer ungewöhnlichen  Aktion auf ihr Album aufmerksam gemacht. Nicht nur, dass sie mit Orphans und Arabesque gleich zwei Songs als Leadsingles veröffentlichten, haben die Briten ihr achtes Studioalbum Everyday Life als Anzeigen in Tageszeitungen und per Post an ihre treuesten Fans verkündet. Mit einer solchen Marketingstrategie, kommt die Mund-zu-Mund-Propaganda ganz von selbst und beflügelt den Run auf die Band nur noch mehr. Um die Energie der Band weiter hochzuhalten, veröffentlichen sie Everyday Life als Doppelalbum mit den Seiten Sunset und Sunrise und lassen dabei die Spannung noch höher steigen.

Michael Kiwanuka – Den Soul der 70er Jahre entdecken

Nach den beiden erfolgreichen Alben Home Again (2012) und Love & Hate (2016) ist der britische Soulsänger Michael Kiwanuka nun mit einem neuen Album zurück. Dieses erschien am 25. Oktober und heißt einfach Kiwanuka. Darauf enthalten ist – neben der Vorabsingle You Ain’t The Problem auch der nun ausgekoppelte Song Hero, bei dem sich Kiwanuka auf die Helden und einflussreichsten Menschen der letzten Jahrzehnte bezieht. Mit darunter Marvin Gaye, Tupac, Martin Luther King und John Lennon. Gleichzeitig geht es aber auch darum, zu sich selbst zu finden und mit sich selbst glücklich zu sein. Warum jemand Anderes sein wollen, wenn ich doch mit mir selbst glücklich bin. Dieser Ansatz beflügelt gerade viele und zeigt, dass Kiwanuka einen Nerv trifft. Mit Hero setzt er dies ästhetisch so wunderbar um, dass man sich von seinem Musikvideo gar nicht satt sehen kann. Mit viel Soul, einer ordentlichen Portion Vintage-Sound der 70r Jahre und dem Konzept der Freiheit hat Michael Kiwanuka nicht nur ein neue Album geschrieben, sondern gleichzeitig auch die eigene Seele befriedet. Diese neue Haltung strahlen die Songs von Kiwanukas dritten Album aus und begeistern uns einmal mehr mit einem wanderbar, souligen Sound.