Alice Ivy – Sommerlicher Grund zum tanzen

Es war die Motivation, den Sommer zurückzuholen, als Annika Schmarsel – alias Alice Ivy – zu Beginn des australischen Winters an die Momente im Park oder auf Rooftops dachte. Zugegeben, der Winter in Melbourne ist mit durchschnittlich 13,5 °C bis 17°C nicht mit dem Winter Mitteleuropas zu vergleichen. Doch scheint es Alice Ivy – deren Eltern 1987 aus Westdeutschland nach Australien immigrierten – gut zu stehen, den Winter als Motivation zu sehen. Denn nun hat die Produzentin mit Sunrise eine frische und unglaublich leicht ins Ohr gehende Sommerhymne veröffentlicht, die mit Raps vom kanadischen Rapper Cadence Weapon auftrumpft. Irgendwo zwischen Azealia Banks 212 und Chance The Rappers All Night drückt sich Sunrise genau dazwischen und präsentiert ein absolutes Gefühl des unbesorgt sein. Mit ihrem 2018 Debütalbum I’m Dreaming und vielen Remixen – unter anderem für Japanese Wallpaper, Thomston und Vera Blue hat sich Ivy sehr viel Anerkennung eingeholt. So wird sie in Australien bereits als Queen of intelligent electronic betitelt. Für Sunrise ließ sich Ivy von Bands wie Disclosure, Daft Punk und The Avalanches inspirieren und fängt genau diesen unbekümmerten Vibe ein, den diese Bands so perfekt beherrschen. Sunrise kann mit all seinen Referenzen daher auch gerne in Europa zum diesjährigen Sommerhit avancieren – haben wir doch alle gerade mehr als nötig, unbekümmert sein zu dürfen.

The Best Of 2016 Vol.: 09

The Best Of 2016 Vol.: 09

The Best Of 2016 Vol.: 09

01. Empire Of The Sun – High And Low

02. Norah Jones – Carry On

03. White Lies – Take It Out On Me

04. Sophie Ellis-Bextor – Come With Us

05. Malky – Lampedusa

06. Wallis Bird – Change

07. MUNA – Loudspeaker

08. Thomston – Float

09. NAO – Girlfriend

10. Nathan Ball – Right Place (Oak Sessions)

11. TIEKS feat. Dan Harkna – Sunshine

12. Declan McKenna – Isombard

13. SG Lewis feat. Gallant – Holding Back

14. Rag’n’Bone Man – Human

15. Sportfreunde Stiller – Raus In Den Rausch

16. Nimmo – My Only Friend

17. SOHN – Signal

18. The Magician – Shy (Michael Calfan Remix)

19. Silbermond – Das Leichteste Der Welt

20. No Wyld – Let Me Know

21. Rooney feat. Soko – Why
Thomston - Float

Thomston – Zwischen 80’s und moedernen Pop

Der Neuseeländer Thomston wurde hier vor einigen Wochen bereits mit dem Song Window Seat vorgestellt. Nun kommt er mit seiner erste richtigen Veröffentlichung zurück. Mit Float setzt er die Messlatte dann auch gleich ganz weit oben an. Ist doch seine Mischung aus, Pop, R&B und Elektro so frisch wie Oldschool. So erinnert Float in vielen Momenten an die 80er Jahre um dann im nächsten Moment wieder lupenreine Pop in modernster Form zu sein. Hinzu kommt ein wunderbares Video, das von der Weite der leeren Landschaft erzählt. Thomsons Float ist eine süchtig machende Popballade, die in ganz vielen Momenten an einen bereits existierenden Song erinnert – nur an welchen?!

Thomston - Float

Thomston – Float

Thomston feat. Wafia - Window Seat

Thomston – Ein gefundenes Fressen

So könnte man es nennen, wäre auch nur einer der beiden Künstler ein Raubtier. Doch weit gefehlt. Weder die Australierin Wafia, über die Ihr bereits Neujahr hier etwas lesen konntet, noch der Neuseeländer Thomston klingen, als wären sie auf Beutezug. Vereint doch beide ein zurückhaltender, fast schon in sich gekehrter Sound. Beschreibt Thomston seine Musik als Alternative-Pop, ist Wafia nicht all zu weit davon entfernt. Nun haben sich beide für den Song Window Seat zusammengetan und einen angenehm fließenden Track kreiert. Hier treffen sanfte Bässe auf zurückhaltenden Gesang und erinnern ein wenig an den ebenfalls aus Australien kommenden Flume. Thomston’s Stimme fällt hierbei ebenso positiv auf, wie seine Songproduktion. So ist Window Seat eine schwebende Popnummer, die sich am Strand genauso gut macht, wie beim auf der Couch relaxen.