The Best Of 2019 Vol. 08

The Best Of 2019 Vol.: 08

01. Satin Jackets – Summer 2019

02. Monkey Safari – Hi

03. Julian Wassermann feat. Yates – Guard

04. Arizona – Nostalgic

05. Blanks – Wave

06. Flume feat. London Grammar – Let You Know

07. Róisín Murphy – Incapable

08. Hayden James feat. NAATIONS – Nowhere To Go

09. Krezip – How Would You Feel

10. Moyka – Bones

11. Whitney – Giving Up

12. Bat For Lashes – Kids In The Dark

13. Keane – The Way I Feel

14. The Coronas – Find The Water

15. Aurora – The Seed

16. Ingrid Witt – Fools

17. Georgia – About Work The Dancefloor

18. Whethan x Bearson feat. Soak – Win You Over

19. Hugh feat. Bonjay – Sense To You

20. Noel Gallagher’s High Flying Birds – Rattling Rose

21. Bonaparte feat. Farin Urlaub & Bela B – Big Data
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The Coronas - Find The Water

The Coronas – Mit großartiger Hymne zum neuen Album?

Gesund gewachsen – diese Aussage passt auf The Coronas aus Irland am besten, sollte man einmal dazu kommen, ihren stetigen Aufstieg zu beschreiben. Haben die Jungs aus Dublin doch mit ihren bisherigen fünf Alben einen so gesunden Wachstum erlebt, sind sie mittlerweile mit ihrem letzten Album Trust The Wire (2017) erstmals auf Platz 1 der irischen Albumcharts gelandet. Dieser Erfolg wird nicht etwa von großen Plattenfirmen und ausufernden Marketingstrategien geleitet, sondern resultiert aus ständigen Gigs und harter Arbeit. So ist es zur Tradition geworden, dass The Coronas jedes Jahr im Dezember an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen das Dubliner Olympia Theatre bespielen und damit eine Gewohnheit geschaffen haben, die für das Dubliner Publikum zu einer Art Homecoming-Event geworden ist. Auf ihrer nun veröffentlichten Single Find The Water zeigen sich The Coronas jedoch plötzlich überraschend zurückhaltend. Standen alle vorherigen Leadsingles immer im Zeichen von wilden Indiesounds, ist Find The Water eine verträumt, melancholische Alternative-Ballade, die eine gewissen Getriebenheit ausstrahlt. Mit einem schnellen Mittelteil wird der Song zu einer Wolke aus Schmerz, Leid, Aufbruch und Vertrauen. The Coronas zeigen damit einen ungewöhnlich klingenden Sound, der zu Recht auf ein bald kommendes Album hoffen lässt.

The Best Of 2017 Vol.: 04

The Best Of 2017 Vol. 04

01. Calvin Harris feat. Frank Ocean & Migos – Slide

02. Moglii feat. Island Fox – Breath

03. The Coronas – We Couldn’t Fake It

04. Kasabian – You’re In Love With A Psycho

05. Glass Animals – Pork Soda

06. Gorillaz feat. D.R.A.M. – Andromeda

07. Howling – Phases

08. Lea Porcelain – Streets Of Philadelphia

09. Burak Yeter feat. Danelle Sandoval – Tuesday

10. Ofenbach – Be Mine

11. Mahmut Orhan feat. Sena Sener – Feel

12. Feist – Pleasure

13. Marian Hill – Down

14. Coldplay – Hypnotised

15. Fleet Foxes – Third Of May/Ōdaigahara

16. Schwarz – Home

17. James Vincent McMorrow – One Thousand Times

18. Vaults – Hurricane

19. Anni – Feels So Easy To Be Loved (Acoustic Version)

The Coronas – Die Gitarren werden langsamer

The Coronas - We Couldn't Fake It

The Coronas – We Couldn’t Fake It

Drei Jahre ist es schon wieder her, dass The Coronas ihr viertes Album The Long Way veröffentlichten. Mit ihren Singles All The Other und Just Like That kamen sie sogar für ein paar Konzerte nach Deutschland und spielten unter anderem im Auster Club in Berlin. Nun haben sie mit We Couldn’t Fake It die erste Single aus ihrem fünften Album veröffentlicht, dass für 2017 angekündigt ist. Dabei haben sie die Gitarre, zu Gunsten eines größeren und elektronischeren Sounds, reduziert und klingen damit so natürlich und bodenständig, wie die irische Band nur sein kann. We Couldn’t Fake It wirkt, als würden man nachts durch einen verregneten Park laufen und Gedanken daran verschwenden, wie der Abend hätte laufen können. Ruhig, warm und gelassen singt Danny O’Reilly hier und nimmt einen mit auf den Weg. We Couldn’t Fake It ist eine wunderbare erste Single eines, mit Spannung erwartete, fünften Albums.

Picture This – Irland liefert die nächste Rockband

Picture This

Picture This

Ein Jahr! Im Oktober 2015 haben sich Ryan Hennessy und Jimmy Rainsford zum Duo Picture This zusammengefunden. Keine zehn Monate später veröffentlichten sie, im vergangenen August, bereits ihre erste EP Picture This. Diese beinhaltet den Song For You, der in bester irischer Rock/Pop-Manier mit viel Gitarre und einer markanten Stimme um die Ecke kommt. Dabei erinnert Hennessy’s Stimme stark an die des The Coronas Frontsängers Danny O’Reilly. Ihr unendlicher Tatendrang bescherte dem Duo so von Anfang an eine enorme Fanbase. Mit dieser Fanbase schafften sie, was keiner für möglich gehalten hatte , ihren aller ersten Live-Auftritt in der Dubliner The Academy, mit einer Kapazität für 850 Personen, auszuverkaufen. Dies hatten vor und nach ihnen noch keiner geschafft und so ging ihre Debüt EP dann auch direkt auf Platz eins der Album-Charts. Mit For You, der als letztes veröffentlichten Single von der EP, gehen sie es etwas ruhiger an. So steht klar die Stimme Hennessy’s im Vordergrund und wird von einem weiten aber ruhigen Gitarrensound getragen. For You ist keine Neuerfindung des melodischen Rock/Pop-Songs, doch hält man sich vor Augen, dass die beiden erst seit einem Jahr zusammen Musik machen, klingt diese dann schon unglaublich weit und reif.

The Best Of 2016 Vol.: 07

The Best Of 2016 Vol.: 07

The Best Of 2016 Vol.: 07

01. Agnes Obel – Familiar

02. Bear’s Den – Auld Wives

03. Blossoms – Getaway

04. Chairlift – Moth To The Flame

05. Drake feat. Wizkid & Kyla – One Dance

06. Dusky – Ingrid Is A Hybrid

07. Gorgon City feat. Vaults – All Four Walls

08. Kaiser Chiefs – Parachute

09. Matt Corby – Brother (Kygo Remix)

10. Mike Posner – I Took A Pill In Ibiza (Seeb Remix)

11. MØ – Final Song

12. Please The Trees & Elpida – Píseň

13. Shura – What’s It Gonna Be

14. Sigur Rós – Óveður

15. The Coronas – Taibhse Nó Laoch(ra)

16. Tourist – Run

17. Two Door Cinema Club – Are We Ready (Wreck)

18. Usher – Crash

19. White Lies – Take It Out On Me

20. Young Franco feat. DIRTY RADIO – Drop Your Love

The Coronas – Konzertkritik

The Coronas @Auster Club Berlin

The Coronas @Auster Club Berlin

Sie füllen in Irland alle Stadien. Von der O2 über alle irischen Festivals sind sie die Headliner und verkaufen alle Konzerthäuser aus, doch in Deutschland kennt sie kaum einer.
Und genau hier lag der Reiz des nun stattgefundenen Konzertes in Berlin. Hatten die Iren doch den Auster Club in Berlin für ihr Konzert ausgesucht, der gerade einmal 200 Personen fasste. Ein solch intimes Konzert ist in Irland nur noch sehr schwer von den Jungs zu bekommen. Und so war der direkte Kontakt mit dem Publikum prägend für den Abend.

Róisín O @Auster Club Berlin

Róisín O @Auster Club Berlin

Angefangen hatte alles mit Róisín O’Reilly alias Róisín O., der Schwester des Frontsängers Danny O’Reilly. Hatte sie doch mit ihrer klaren und tiefen Stimme und dem leicht irischen Akzent eine so saubere Performance abgeliefert und war dabei so dankbar in Berlin spielen zu können, dass man sich regelrecht in ihren Songs verlieren konnte. So hatte sie ihre neue und sehr starke Single ‚Give It Up‘, sowie auch ein wunderschönes Cover des Sia Tracks ‚Chandelier‘ gesungen, bei dem einen die Gänsehaut nicht mehr verlassen wollte. So ist Róisín O. sicherlich nicht für solch kleine Bühnen geschaffen, sprengt doch ihr Sound den kleinen Auster Club regelrecht auf. Róisín O. ist ein Tip für jeden, der Gefallen an starken Frauen-Pop hat.

Nach einer kurzen Ruhepause kamen dann, unter tosendem Applaus, die fünf Iren auf die Bühne und begannen ohne Worte mit ‚How This Goes‘ und ‚Just Like That‘. Die Energie, die sich ab dem ersten Song freisetzte war ein enormer Pusher für das Publikum, dass durch Danny O’Reilly’s intensiven Gesang noch zusätzlich mitgerisen wurden. Und so spielten sie sich durch das Reportaire ihrer vier Alben ‚Tony Was An Ex-Con‘, ‚Heroes Or Ghosts‘, ‚Closer To You‘ und ‚The Long Way‘. Was folgte, waren die beiden Songs ‚My Fault‘ und ‚Tell Me Again‘ die so ruhig waren, dass sie das Publikum förmlich anflehten zu träumen. Bei ‚Tell Me Again‘ führte dann sogar der Leadgitarrist Dave McPhillips stimmlich durch den Song bei dem O’Reilly erst später einsetzte.
Bevor es mit den nächsten beiden, recht starken aber ruhigen Songs ‚What A Love‘ und ‚Someone Else’s Hand‘ weiterging, folgte mit ‚Get Loose‘ noch ein richtiges Aufbäumen, um dann direkt nach den beiden Songs abermals mit ‚All The Others‘ auf den Putz zu hauen und einen ihrer stärksten Songs, des letzte Albums, zu präsentieren.

Ein wahrlich starker, wenn auch ungewöhnlicher Song für ein Konzert war ‚Make It Happen‘ – bestand der doch zu großen Teilen aus einem Instrumental. Mit dem dadurch entstandenen verträumten Gefühl ging es dann auch in den nächsten Song ‚Closer To You‘, der so entspannt war, dass man ihn sich am besten mit ins Bett hätte nehmen wollen, wäre nicht der anschwellende Sound, der in einem drängend und anklagenden Gesang endete, gewesen.

Mit the ‚The Long Way‘ kündigten sie schließlich ihr letztes Lied an und erklärten, wie das ganze danach ablaufen würde. Dass die Band von der Bühne gehen werde, dass sie den Applaus abwarten werden, dass sie selbstverständlich zurückkommen würden – und natürlich auch noch ein paar Songs spielen würden.
So setzten die Jungs zur Zugabe an und begannen diese mit dem eher unpopulären Song ‚Give Me A Minute‘, der alle wohl etwas aus dem „wir-spielen-all- unsere-Singles-ab“, raus holen sollte.
Und so kam man nach dem euphorischen ‚Addicted To Progress‘ direkt zu einem ihrer wichtigsten Songs. Denn es war eine Single, die genau zum richtigen Moment gespielt wurde – ‚Heroes Or Ghosts‘. Auch heute ist ‚Heroes Or Ghosts‘ noch unglaublich präsent und wichtig. O’Reilly präsentierte den Song dann auch in zwei Teilen. Den ersten Teil sang er auf Englisch, den zweiten auf Gälisch und zeigte damit seine Verbundenheit zu seinem Heimatland.
Ein Wechselspiel aus großer Euphorie und kleinen intimen Momenten zu schaffen, das hatten sich The Coronas wohl zur Aufgabe gesetzt. Ist ‚Heroes Or Ghosts‘ doch bis heute ein fester Bestandteil der irischen Radiostationen und ist er ebenso bei Fans wie auch Kritikern hoch gelobt worden.
The Coronas verabschiedeten sich mit ‚Mark My Words‘, das den Moment nochmal so richtig aufbrach und in dem O’Reilly mit seinem Mikro erst durch das Publikum lief um sie dann später auch direkt anzusingen.

The Coronas, das sind vier bodenständige Jungs aus Dublin, Irland, die vor einigen Jahren noch nicht daran hätten denken können, auch international Erfolg zu haben. Dies merkt man ihnen in jeder Sekunde auf der Bühne an. Und so war es auch nur zu verständlich, dass die Band sich nach ihrem Auftritt noch unter das Publikum mischte und mit ihnen sprach.
Wer große Hymnen und satten Rocksound mag, sollte also unbedingt einmal in die Alben der Band reinhören oder sich auf ein Konzert besuchen.

Róisín O. – Stark, Populär und Sympatisch

Róisín O - Give It Up

Róisín O – Give It Up

Róisìn O. klingt wie eine Mischung aus The Corrs und Kate Bush und kommt aus Irland
Bereits 2012 veröffentlichte die 28 jährige Sängerin ihr Debütalbum ‚The Secret Life Of Blue‘ mit dem sie lange durch Irland und Europa tourte.
Nun ist die Schwester des The Corona-Frontsängers Danny O’Reilly mit einem brandneuen Song zurück und kündigt damit indirekt ihr zweites Album an. Indirekt deshalb, weil bis jetzt noch nichts von einer neuen Platte zu hören ist.
‚Give It Up‘ ist eine wunderbare Popnummer die nur so von Energie strotzt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ‚Give It Up‘ wohl zu den stärksten Songs der Dublinerin gehören. Der schmissige Beat und der laute Hintergrund passen hier und da verheißungsvoller an, als gedacht.
So bleibt uns bis dahin nur die Single ‚Give It Up‘. Aber die ist ja schließlich auch schon wirklich gut!

Niall Cash – Sympathie mit den Jungen

Niall Cash - Love Like Mine

Niall Cash – Love Like Mine

Er steht gerade vor seinem wohl wichtigsten Schritt. Der Ire Niall Cash ist blutjunge 20 Jahre alt und hat gerade seine erste EP ‚Frames Have Cracked‘ veröffentlicht. Mit der Single ‚Time On My Side‘ schaffte er den Spagat zwischen Pop, Indie und Singer/Songwriter und klingt dabei so gelassen, als hätte er nie etwas anderes machen können. Doch der eigentliche Star der EP ist der Song ‚Love Like Mine‘, der eine Mischung aus The Coronas, Kodaline und James Bay ist und einfühlsam wie berührend ist. So klingt ‚Love Like Mine‘ nach dem Moment, nach einem Streitgespräch mit seinem Partner, an dem man feststellt, dass die Beziehung so nicht mehr funktioniert. Dieses Gefühl sich neu sortieren zu müssen, zu spüren wie das Herz steinhart wird, genau dieses Gefühl transportiert ‚Love Like Mine‘.
Empfohlen sei auch in die komplette EP reinzuhören, gibt es hier doch ebenso poppige Nummern. Dieses Potential in einem 20 Jährigen verpackt lässt auf mehr hoffen.

Walking On Cars – Interview (DE)

Walking On Cars 2016 - Universal Music Germany

Walking On Cars 2016 – Universal Music Germany

Schnelle Autos lösen bei vielen ein ganz besonderes Gefühl aus. Für die einen ist es das pure Adrenalin, das ihn durch den Körper schießt. Für die anderen bedeutet es Schweißperlen auf der Stirn und wiederum andere steigen aus Angst vor einem unvorsichtigen Fahrer gar nicht erst ein, für Walking On Cars aus dem Westen Irlands bedeuten die ‚Speeding Cars‘ Erfolg. Hat sie der gleichnamige Song doch so weit gebracht, dass sie an einem sonnigen Februartag auf Promotour in Berlin sind. Im Gespräch mit Marten Zube für seinen Blog http://www.soundtrack-of-my-life.com
spricht die Band über 800,- € teure Musikvideos, irische Volksmusik und ihren Erfolg in der Heimat.


Nun sitzen die fünf Iren einem gegenüber und sind, gemessen an ihrem unglaublichen Erfolg auf der Insel, wohl immer noch die junge, zurückhaltende Band die sie in ihrem weiterlesen