The Best Of 2020 Vol.: 09

The Best Of 2020 Vol.: 09

01. PLGRMS – Disappear (zum Artikel)

02. Netta – Cuckoo (zum Artikel)

03. Seeb & Zak Abel – Sad In Scandinavia (zum Artikel)

04. Robin Schulz & Wes – Alane (zum Artikel)

05. Regard & RAYE – Secrets (zum Artikel)

06. SOFI TUKKER & Gorgon City – House Arrest (zum Artikel)

07. Roosevelt – Sign (zum Artikel)

08. Satin Jackets – Little Airplanes (zum Artikel)

09. Armand Van Helden feat. Lorne – Give Me Your Loving (zum Artikel)

10. Daði Freyr – Think About Things (zum Artikel)

11. Dagny – Somebody (zum Artikel)

12. G-Eazy – Free Porn, Cheap Drugs (zum Artikel)

13. SYML – Mr. Sandman

14. Honne – No Song Without You (zum Artikel)

15. Jeremy Loops – Mortal Man (zum Artikel)

16. Jeremias – Keine Liebe (zum Artikel)

17. Sion Hill – Speak Up (zum Artikel)

18. Khruangbin – So We Won’t Forget (zum Artikel)

19. Travis – A Ghost (zum Artikel)

20. Lady Gaga feat. Ariana Grande – Rain On Me (zum Artikel)

21. Otha – Tired And Sick (zum Artikel)

22. Alex The Astronaut – Lost (zum Artikel)
Roosevelt - Sign

Roosevelt – Es ist wieder Zeit zu feiern!

Die Wochen vergehen und seitdem Mitte März in Berlin alle Clubs und Bars schließen mussten und die großen Open Air Veranstaltungen abgesagt wurden, deutete alles auf einen zurückhaltenden Sommer hin. Auch wenn das Leben, durch die Öffnung der Bars so langsam wieder an Fahrt gewinnt, fehlt es vielen weiterhin an einem Moment des unbekümmerten Feierns. Dies ändert sich nun mit der neuen Single von Roosevelt, die uns in etwas mehr als vier Minuten durch die vergangenen Monate führt. Denn hier beginnt alles mit ruhigen Synthie-Chords, der sich durch Marius Laubers Gesang bedächtig, melancholisch und etwas ausgelaugt anhören. Im Folgenden setzen Drum-Machine und frickelige Elektroelemnete ein, die den Übergang zu einem aufblühenden Moment zeigen, der schlußendlich in einem treibenden Partysound voller Euphorie und Unbeschwertheit aufgeht. Ganz so, wie sich der Lockdown in die Phasen des Schocks über die Schließungen, dem damit Abfinden und neue Wege suchen und schließlich eine – durch den Sommer – aufkommende Leichtigkeit Erlebens einteilen lassen, können wir in Sign drei ganz ähnliche Gefühlslagen heraushören. Lauber selbst sagt in einem Interview über seinen Song Ich wollte eine sehr intime Stimmung schaffen […] Als ich dann irgendwann einen Beat dazu produzierte, merkte ich aber ziemlich schnell, dass der Track auch in einem Dance-Kontext funktioniert. Genau dieser Wandel ist auf Sign äußerst präsent und lässt den Song damit auf verschiedenen Ebenen wirken. Nach dem zweiten Album Young Romance (2018) hat sich Roosevelt vor allem durch Veröffentlichungen, wie der Coverversion von Fleetwood Macs Everywhere, der Neuinterpretation seines 2012er Songs Cape Cod auf Falling Back und der Zusammenarbeit mit dem US-Amerikanischen Dance-Duo Classixx auf One More Song immer wieder ins kollektive Bewusstsein gerufen. Mit Sign veröffentlicht er nun einen ersten neuen Song, seit seinem zweiten Album und bietet damit eine wunderbare Grundlage für ein baldiges, drittes Studioalbum. Sign ist der perfekte Song für den Sommer und lädt dazu ein, alleine zu Hause, im Park mit Freunden, oder zu zweit Nachts an der Spree entlang tanzend den Moment zu genießen.