Flecks – Ein irischer Traum von Musik

Die Karriere des irischen Duos Flecks liesst sich ganz entspannt. 2012 zusammengefunden, schreiben Freya Monks und Scott Halliday seitdem zusammen Musik und basteln an einem Sound, der inspiriert von den 80er Jahren, großen Blockbustern und dunklen Pophymnen ist. Dabei hören sich Flecks so authentisch an, dass man fast keinen Zweifel daran lässt, diese Band müsse es seit den 80er Jahren geben. Vier Jahre später – wir schreiben den Sommer 2016 – veröffentlichte das Dubliner Duo mit Girl ihre erste EP. Hierbei konnten sie mit dem Song Objects Of Desire gleich einen kleinen Coup landen und wurden in der irischen Dramaserie Striking Out gespielt. Könnte es für die Band nicht besser laufen, folgte unerwartet ein Bruch, der ein zweijähriges Pausieren der Band zur Folge hatte. Nun ist Flecks seit wenigen Monaten wieder zurück und hat gleich mit der ersten Single Samurai einen wahren Schatz veröffentlicht. Denn Samurai verbindet all das, wofür Flecks stehen. Große Synthies mit dunklen Beats, Freyas schwelgerischer Gesang und eine Weite, welche die Nacht zum großen Spielplatz für Schlaflose macht – das alles verbindet Samurai in knapp vier Minuten. Samurai ist nur einer von vier Songs, die Flecks in den kommenden Monaten veröffentlichen werden und mit dem zweiten Song Doubles bereits fortgeführt haben. Spannend, großartig und viel zu gut, um ihn unkommentiert zu lassen, bekommt ihr hier die Chance Samurai für Euch zu entdecken.

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Satin Jackets feat. Panama – Irgendwo ist immer Sommer

Treffen sich ein deutscher und ein australischer Musiker unter den warmen Sonnenstrahlen Kaliforniens und entdecken die Macht der Musik, kommt mitunter schier wunderbares zu Tage. Für den heutigen Song haben dies der deutsche Tim Bernhardt – alias Satin Jackets – und der Australier Jarrah McCleary – alias Panama – getan. Beide schätzen ihre Arbeiten gegenseitig und fanden die Songs des jeweils Anderen so gut, dass sie für Automatic zusammengekommen sind und einen wunderbar, smoothen Song produziert haben. Zeichnet sich Panama mit Songs wie Jungle und The Highs sowie mit der Zusammenarbeit mit Petite Biscuits für den Track Waterfall bereits für einige bekannte Songs verantwortlich, steht Satin Jackets diesem in nichts nach. Satin Jacktes selbst beschreibt Automatic mit der Möglichkeit, dass von überall auf der Welt in nur wenigen Flugstunden irgendwo die Nacht beginnt und man auf Open-Air Partys oder an einem einsamen Aussichtspunkt die sommerlichen Momente genießen kann, als Inspiration für seinen Song. Mit einem Einschlag zum French-House und Panamas wunderbar entspannter Stimme klingt Automatic nach dem süßlich-sommerluftigen Track, den man sich nicht entziehen kann. Automatic wird daher mit Sicherheit einer der Tracks des diesjährigen Frühlings und Sommers sein. Wir können daher gespannt sein, was Satin Jackets auf seinem, im April erscheinenden Album Solar Nights noch so für uns parat hält.

Hayden James – Dunkler House mit heller Stimme

Es wird Zeit – mittlerweile gibt es im Netz über ein dutzend Songs des australischen Produzenten und Sängers Hayden James zu hören. Doch ein Album lässt nach wie vor auf sich warten. Nun wurde für Mitte 2019 endlich sein Debütalbum angekündigt und damit auch die neue Single Better Together. Diesen Song hat der in Sydney lebende James zusammen mit dem ebenfalls aus Australien kommenden Produzenten Running Touch aufgenommen. Mit seinem melodischen House und seiner prägnanten Stimme, sowie markanten Kollaborationen hatte James bereits mit den Songs Something About You und der Zusammenarbeit mit Boy Matthews auf Just Friends alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So konnte er Something About You sogar in die deutschen Charts bringen und wurde für Dieser und Just A Lover sogar jeweils für einen ARIA Music Award als Best Dance Release nominiert. Auf Better Together klingt James dunkler und scheint die Atmosphäre der Nacht für sich entdeckt zu haben. Als Symbiose aus zwei Menschen, die sich so viel geben, dass sie fast unschlagbar stark erscheinen, versteht James Better Together und hat damit den Soundtrack es Winters abgeliefert.

Yaeji – Das New Yorker Genie legt nach

Warum den Wochenstart mit den typischen I don’t like Mondays… Gefühl beginnen, wenn uns die New Yorker Künstlerin Yaeji mit einem neuen Song das Wochenende – gefühlt – verlängern könnte?! Mit Raingurl hatte sie bereits im letzten Winter die Clubs beherrscht und eine jede Homeparty zum ausrasten gebracht. Dass ihre Musik diese Reaktionen hervorruft, liegt daran, dass Yaeji im New Yorker Stadtteil Brooklyn ihre eigenen Partys veranstaltet, die in leerstehenden Lagerhallen stattfinden und so ganz genau weiß, wann welcher Beat gesetzt werden muss. Mit One More schenkt uns Yaeji einen weiteren Song, bei dem wir das Gefühl dieser – mittlerweile – legendären Partys nun auch weltweit nachempfinden können. Mit einem Hybrid aus englischer und koreanischer Sprache und reduzierten aber auf dem Punkt bringenden Beats ist One More eine Mischung aus Lounge-Musik und Elektrosound einer feierträchtigen Nacht. Yaeji hatte bereits im Mai für ausverkaufte Clubs rund um den Globus gesorgt und wird mit One More die Nachfrage mit Sicherheit weiter steigern können.

Highasakite – Rauheit so sanft verpackt

Die norwegische Band Highasakite ist bekannt für große Indie-Hymnen wie Since Last Wednesday, Darth Vader oder Golden Ticket. Doch nun kommen sie für ihr viertes Studioalbum, welches mit viel Glück noch dieses Jahr erscheinen könnte, deutlich ruhiger daher. Dabei beginnt ihre neue Single I Call Bullshit mit einem Klavier und sanften Tönen, zu denen Frontsängerin Helene Håvik ebenfalls sanft die rauen Zeilen wie I call bullshit the night is youngMy drug of choice and I sure ain’t done singt. Bereits 2014 geschrieben, sollte I Call Bullshit eigentlich deutlich lauter werden. Die, dem Umfeld geschuldete Zurückhaltung – Håviks Freund schlief nebenan, weshalb sie den Song nicht laut einsingen konnte – brachte die Wirkung des Songs allerdings in eine komplett neue Richtung, die der Band so sehr gefiel, dass sie es beibehalten. Dabei fungiert auch I Call Bullshit als astreine Hymne für den Moment, wenn man die Nacht durchgefeirt hat, die Freunde nach Hause ziehen, man selbst aber noch nicht aufhören möchte.

Robyn – Die Königin der Tanzfläche ist zurück

Unendliche Nächte haben wir alle zu Robyns großen Hits, wie Show Me LoveKeep This Fire BurningBe MineDancing On My Own oder Call Your Girlfriend getanzt. Unendliche Nächte haben wir zu With Every Heartbeat eine Träne vergossen oder bis zur Besinnungslosigkeit und introvertiert für uns alleine in der Küche getanzt. Und unendlich viele Nächte haben wir nichts mehr von der schwedischen Sängerin gehört. Genauer gesagt, ist es sage und schreibe 8 Jahre her, dass Robyn ihre Body-Talk-Reihe veröffentlichte. Danach gab es zwar noch drei Ausflüge und EP-Veröffentlichungen, diese waren allerdings allesamt Kollaboration mit Künstlern wie Röyksopp. Nun hat Robyn endlich ein Lebenszeichen von sich gegeben und veröffentlicht in einem Kurzfilm ihre neue Single Missing U. Diese besticht – wie man es von Robyn kennt – durch verspielte Synthies, wummernde Bässe und ihrer sanften, fast schon hauchenden Stimme und großen Momente im Refrain. Robyn ist die Frau für die Nacht, für Hymnen und einem Gefühl der absoluten Aufgabe – nur, um den Moment zu leben. Selten schafft es eine Künstlerin, so konsequent emotionale Momente, mit Bass, Beats und Euphorie zu verbinden. Und selten haben wir uns so sehr gefreut, neues Material einer Künstlerin zu hören.

Rüfüs Du Sol – Ein Name für Alle

Acht Jahre haben sie es durchgehalten, doch am Ende hat ein Name alles vereinfacht. Und so wird aus Rüfüs, Rüfüs Du Sol. Wurde der längere Name seit der Gründung 2010 ausschließlich für den US-Amerikanischen Markt verwendet, wird das australische Trio mit seinem dritten Studioalbum nun unter diesem Namen weltweit auftreten. Mit dieser Ankündigung einher, geht die Veröffentlichung des ersten Songs No Place, aus dem kommenden Album. War ihr Sound auf dem 2016er Album Bloom noch von Weite geprägt, klingt No Place nun deutlicher nach Club-Atmosphäre. Dabei greifen Rüfüs Du Sol in den ersten 40 Sekunden die Basis des Welthits Insomnia auf, welcher die britische Band Faithless über Nacht zu weltweiten Stars machte. Mit melodischen Bässen und mehrfachen Breaks geben Rüfüs Du Sol einmal mehr das, was wir von ihnen verlangen – treibende Beats und große, elektronische Emotionen.

Zola Jesus – Dunkle Elektrovibes

Bereits im September 2017 veröffentlichte die amerikanische Sängerin Zola Jesus ihr fünftes Studioalbum Okovi. Darauf enthalten sind unter anderem die Singles Exhumed, Soak und Siphon, die allesamt auch als Single ausgekoppelt wurden. Nun reiht sich mit Ash To Bone eine vierte Singleauskopplung ein, die eigentlich gar nicht dafür gedacht war. So handelt es sich bei der aktuellen Version von Ash To Bone um einen Remix des Amerikaners Johnny Jewel, der sowohl bei den Chromatics, als auch bei den Glass Candys mitgemacht hat. Diese Bands stehen allesamt für Synthie-Pop. Ash To Bone wird herbei – durch Jewels Hand anlegen – zu einem dunklen Synthie-Pop, fast schon Gothic-angehauchten Soundtrack. Hier geht man durch eine finstere und spannende Nacht, zusammen mit Zola Jesus und dem, was Jewel als Traum hatte, als er das Original hörte. Allemal Wert, dem Song mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, hat ihn Jesus kurzerhand mit einem Musikvideo versehen und nun veröffentlicht. Dass Jesus bereits als Ausnahmekünstlerin gilt, ist unlängst bekannt, doch mit der Fortführung dieses Songs, rückt Johnny Jewel die Sängerin noch ein wenig mehr ins rechte Licht und präsentiert sie als dunkle Popikone mit ganz großer Gestik.

Sofi Tukker – Dancepop mit Biss

Alle zwei Jahre einen Schritt auf der Karriereleiter tätigen – 2014 gegründet, 2016 mit Soft Animals die erste EP veröffentlicht, folgt nun 2018 ihr Debütalbum Treehouse – so kann man den Werdegang des New Yorker Duos Sofi Tukker beschreiben. Auf dem Debütalbum enthalten, ist die Single Best Friend, die seit Monaten durch die Clubs geistert und bei der iPhone X Präsentation am 12. September 2017 erstmals vorgestellt wurde. Dabei zieht sich ein tiefer Bass durch den gesamten Song und werfen sich Sophie Hawley-Weld und Tucker Halpern abwechselnd die Gesangsblöcke zu. Hawley-Weld klingt dabei frech und man meint über die gesamten drei Minuten ein gewissen Grinsen als Unterton rauszuhören. Mit Best Friend haben Sofi Tukker sich die Türen geöffnet, um den nächsten großen Hype auszulösen und stehen dabei auf solidem Grund. Mit ihrem, für April angekündigten Debütalbum und den bereits bekannten Songs F**k TheyEnergia und Baby I’m A Queen zeigen Sofi Tukker, dass der Club ihnen gehört und sie es darauf anlegen die Nacht durchzutanzen.

Lollapalooza Berlin 2017 Tag 1

Lollapalooza Berlin Festival 2017

Ein Festival, das auch im dritten Jahr keine Konstante entwickelt hat – wo fängt man da an? Es war bereits am Sonntagmorgen viel über den ersten Tag des Lollapalooza Festivals zu lesen – eigentlich nicht über den Tag selbst, sondern eher über die Nacht zum Sonntag. Denn an diesem, versuchten Tausende Besucher des Festivals durch einen eingleisigen S-Bahnhof wieder in die Innenstadt und somit nach Hause zu kommen.

Anfangs geht es an dieser Stelle allerdings um das Festivalgelände, die Acts und das Lebensgefühl – denn davon gab es reichlich.

Betrat man am Samstag das Festivalgelände, stand man in Mitten eines riesigen weiterlesen