Yaeji - What We Drew

Yaeji – Ein Hoch auf die Zwiebel

Mit ihrem einzigartigen Elektrosound hat Kathy Yaeji Lee – schlicht als Yaeji bekannt – von Brooklyn, New York aus zu erst die dortige Clubszene und schließlich auch weltweit die Clubs zum brodeln gebracht. Ihr unkonventioneller Sound mit verspielten Sounds aus südkoreanischen Elementen mischt die 26-Jährige gekonnt mit modernen westlichen House-Elementen. Nun hat Yaeji – nach der erst kürzlich erfolgten Veröffentlichung von Waking Up Down – eine weitere Single online gestellt. Das dazugehörige Musikvideo zeigt Yaeji zusammen mit ihrem Großvater, der mit ihr ein paar Fotos schießt und sich als Blogger präsentiert. Auch erhalten wir einen amüsant, verdrehten Eindruck von Yaejis Vorliebe zu Zwiebeln und sehen Freunde aus Yaejis Leben, die immer wieder in Nebensätzen an ältere Songs der in New York lebenden Musikerin angelehnt sind. So hören wir auf What We Drew 우리가 그려왔던 einen verträumten Elektrosound, der sich mit einfachen Beats und einem hauchenden Gesang Yaejis wabernd durch den Raum bewegt. Und auch hier rezitiert Yaeji aus ihrem Hit One More – der mittlerweile über 1 Million Klicks auf Youtube zählt. Trotz der neuen Veröffentlichung ist weiterhin kein Album in Sicht und kommt damit die Frage auf, ob Yaeji vielleicht einfach keine Künstlerin für das Konzept Album ist. Denn mit dem gleichnamigen Mixtape What We Drew 우리가 그려왔던, welches Yaeji diesen Freitag veröffentlichen wird, versammelt sie musikalische Ausschnitte ihres Lebens, als ein Album mit einem konzeptionellen Faden. Solange sie weiter solche wunderbar verspielten Elektrosongs veröffentlicht, reicht das aber auch völlig aus.

Yaeji - Waking Up Down

Yaeji – Hypnotisierender Chill-Sound

Er klingt, als würden wir uns auf einer kosmischen Wolke – durch die Galaxien reitend – befinden. Dies allerdings auf unserer heimischen Couch sitzend und als Trip bezeichnend. Dass Drogen gar nicht notwendig sind, zeigt uns die New Yorker Heldin Yaeji mit ihrer neuen Single Waking Up Down. Denn diese Single begeistert einmal mehr mit einem entspannten Elektrosound. Mit ihrem bisher erfolgreichsten Song Raingurl und dem Nachfolger One More zeigte sich Yaeji bereits fest verankert auf allen hippen Homepartys. Mit ihrem Remix des Robyn Songs Beach 2k20 wurde sie schließlich noch einmal deutlich populärer und konnte mit Hilfe von Robyn tausende neue Hörer erreichen. Mit Waking Up Down schließt der Song an die Vorgänger an und begeistert durch ein Zusammenspiel aus modernen aber relaxten Elektrobeats und einer Mischung aus englischen und koreanischen Lyrics. Dabei ist Waking Up Down der wahrgewordene Hypnosesong, der uns in neue Sphären hebt. Die entspannte Produktion, die High-End Riffs und der Fabriksound lassen Yaejis neuesten Streich so nahtlos an die Produktionen der US-Amerikanerin anschließen, dass sich der Hype um die 26-Jährige damit einmal mehr verstärken wird. Beobachten können wir dies auch an den Konzerthallen, die in Deutschland gebucht werden. War es im Sommer 2018 noch das Prince Charles in Berlin-Kreuzberg, wird für das im November geplante Konzert nun bereits das Astra bespielt. Mit der kommenden Veröffentlichung ihres neuesten Mixtapes What We Drew – das am 2. April veröffentlicht wird – werde mit Sicherheit weitere Fans dazustoßen. Bis dahin genießen wir mir ihrer Laid-Back-Veröffentlichung Waking Up Down die neugewonnenen Freiheit, auf unserer Couch zu entspannen.

Flume - Rushing Back

Flume – Und es sprudelt weiter

Es scheint irgendwo in Australien eine nicht versiegen wollende Quelle an Beats und Soundfolgen zu geben. Und genau an dieser Quelle sitzt das einstiege Wunderkind Flume, das mittlerweile 27 Jahre alt ist oder ist diese Quelle gar selbst. Denn aktuell scheint der Australier wieder einmal einen Höhepunkt seiner kreativen Arbeit zu haben. Veröffentlichte er im April sein Mixtape Hi This Is Flume, folgte im August die EP Quits in Zusammenarbeit mit dem Rapper Reo Cragun. Darüber hinaus veröffentlichte Flume im Juni die Single Let You Know, die mit London Grammar einen ebenso würdigen Kollaborations-Act beinhaltete. Nun hat Flume eine weitere Single veröffentlicht und nährt so den Boden für Gerüchte, dass ein baldiges, drittes Album zu erwarten sei. Bleibt es hierbei bislang nur bei Gerüchten, ist Rushing Back ganz real und hat mit Vera Blue eine Stimme dabei, die auf einem ganz ähnlichen Niveau wie Flume spielt. Dabei klingt Rushing Back deutlich poppiger – ohne die quer reinpreschenden Beats des typischen Flume-Sounds zu verlieren. Viel Bass, viele Synthies und der nach Hand gemachter Musik klingende Elektrosound Flumes begeistert immer wieder und liess ihn seit 2011 – als er seinen Durchbruch feierte – zu einem der Soundgenies unserer Zeit avancieren. Auf Rushing Back zeigt der Produzent nun einmal mehr, dass seine Quelle an einzigartigen Soundarangements gerade so richtig gefüllt zu sein scheint.

Chance The Rapper feat. Knox Fortune - All Night

Chance The Rapper – Hip-Hop meets Disco

Es scheint eine Musikergemeinschaft zu sein, aus der Chancellor Johnathan Bennett alias Chance The Rapper kommt. So arbeitet der Amerikaner bereits seit einiger Zeit mit Vic Mensa zusammen, der selbst vor zwei Jahren mit Down On My Luck durchstartete. Hatte Chance The Rapper 2012 und 2013 bereits mit 10 Day und Acid Rap zwei Mixtapes veröffentlicht, folgte dieses Jahr mit Coloring Book das dritte, auf dem Acts wie Kanye West, Justin Bieber, Lil Wayne und T-Pain mitgemischt haben. Doch eine Single hat es besonders in sich und wird gesanglich von einem noch gänzlich unbekannten Sänger unterstützt. Auf All Night singt sich der aus Chicago kommende Knox Fortune mit einem fast schon hypnotisierenden Refrain in die Herzen der Tanzwütigen. War er erst nur als Ingenieur in den Produktionsstudios von Vic Mensa unterwegs fing er immer öfter an Songs zu produzieren. Daraus entstanden ist sein eigenes Projekt. Aufmerksam auf Knox Fortune ist Chance The Rapper durch die Studios geworden, in denen beide produzieren. Und so ist mit All Night eine Clubtrack entstanden, die einen auf der Tanzfläche halten soll, obwohl man eigentlich vorhatte zu gehen. Das ist mit All Night derart gelungen, dass man glatt sofort in einen Club möchte.