Querbeat – Große Beats und laute Trompeten

Mehr Freaks braucht das Land! So tönt es aus allen Lautsprechern des Rheinlandes. Auch wenn es noch nicht ganz so ist, könnte die 13-köpfige Band Querbeat aus Bonn bald so etwas wie ein lokaler Hitgarant werden, der es auch fernab des Rheinlandes zur ganz großen Nummer schafft. Denn mit ihrer nun veröffentlichten Single Freaks, die aus dem gerade veröffentlichten dritten Album Randale Und Hurra stammt, reißt die Band förmlich die Decke ein. Die auf Brasspop festgelegte Band hat dabei so viele Einflüsse, wie es Brasspop nur haben kann. Mit elektronischen Beats, Trompeten, Pop-Gesängen und Hip-Hop-Rhymes mischen sie alles zu einer hoch explosiven Soundmischungen zusammen, die in jeder Sekunde zum Ausrasten anregt. Brasspop ist dabei in den letzten Jahren einer angesagtesten Musikrichtungen geworden. Bands wie Querbeat, LaBrassBanda und MEUTE tragen dazu bei, dass Brasspop an die Oberfläche und im Mainstream angekommen ist. Mit der Interpretation des Flume Remixes von Disclosures You & Me hatten gerade die Hamburger von MEUTE einen viralen Hit gelandet. Querbeat hingegen schreiben ihre eigenen Songs und haben dadurch deutlich größeren Einfluss an Soundgerüst ihrer Songs. Querbeat liegt irgendwo zwischen Seeed und Fettes Brot und hat mir Freak einen satten Hit abgeliefert, der keinen stillstehen lässt.

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Odesza – Mit Video zur zweiten Single Line Of Sight

Odesza – Line Of Sight

Bereits Anfang Mai konntet Ihr hier über die beiden Songs Late Night und Line Of Sight lesen. Nun hat das amerikanische Duo ein Video zu Line Of Sight veröffentlicht und erhält damit nochmal extra Aufmerksamkeit. Line Of Sight ist eine schwere, euphorische Elektronummer, die musikalisch neben Songs wie von The Chainsmokers und Bastille zu stellen ist. Hier übernehmen große Synthies die Führung und ähnelt die Stimme Wynnes die des Frontsängers Dan Smith von Bastille. Mit dem Genre Future Bass, das sich um 2006 in Großbritannien, den USA, Japan und Australien bildete, stehen Odesza in einem Raum mit Künstlern wie The Chainsmokers, Flume und PanamaLine Of Sight hat dabei ein, von Regisseur Daniel Brown geführtes, Musikvideo erhalten, welches an heutige Science-Fiction Filme anknüpft. In einer realistischen Welt, gibt es Roboter, die sich bekämpfen. Dabei greift Brown das Gefühl von Line Of Sight auf und präsentiert Melancholie und Hoffnung, welche durch einen Jungen transportiert werden, der im Dschungel einen Kampfroboter als Freund findet. Es ist die Erzählung eines modernen Dschungelbuches, das Brown hier inszenieren und Odesza mit Wynne und Mansionair liefern dazu den passenden Soundtrack ab.

The Best Of 2017 Vol.: 06

The Best Of 2017 Vol. 06

01. Blanche – City Lights

02. Skott – Glitter & Gloss

03. Childhood – Californian Light

04. ODESZA – Late Night

05. Her feat. ZeFire – Swim

06. Flume feat. Kučka – Hyperreal

07. Lea Porcelain – Remember

08. Sunstroke Project – Hey Mamma

09. Disciples – On My Mind

10. Miley Cyrus – Malibu

11. Felix Jaehn, Hight & Alex Aiono – Hot2Touch

12. Hugh – Go

13. Lola Marsh – Wishing Girl

14. Tash Sultana – Murder To The Mind

15. AJR – Weak

16. Mogli – Road Holes

17. Róisín O. Warn Me Of Silence

18. Salvador Sobral – Amar Pelos Dois

19. Kraftklub – Dein Lied

20. State Lights – I Need Time

21. Onuka – Megamix

Flume – Der globale Sound in Perfektion

Flume feat. KUČKA – Hyperreal

Es braucht einen wallenden Beat, einen Gesangspart – möglichst weiblich und einen guten Rhythmus – und fertig ist der internationale Hit?! Sicherlich – mit dieser Rezeptur gibt es nicht wenige erfolgreiche Künstler, allerdings passt in diese Kerbe ein Künstler wie der Australier Flume bestimmt nicht. Besitzen seine Songs doch eine Tiefe, die durch schwere Bässe und einen tiefen elektronischen Beat erzeugt werden, den man auf den Instant-Hits vergeblich sucht. Mit seinen ersten beiden Alben Flume und Skin hat er in den letzten Jahren so ziemlich alle Kritiker begeistert und für Skin gar eine Grammy-Auszeichnung für das Best Dance/Electronic Album 2017 erhalten. Zusätzlich war die darauf enthaltene Single Never Be Like You (feat. Kai) als Best Dance Recording nominiert. Nun ist Flume mit einem neuen Song zurück und zeigt, wie weit er der elektronischen Musik voraus ist. Mit modernen Elementen, die ihren Weg aus den House-Clubs der Welt schaffen und einer markanten Stimme der australischen Sängerin Laura Jane Lowther alias KUČKA, hebt sich Flume ein weiteres mal von seiner Zunft ab. Hyperreal erinnert dabei ein wenig an Songs vom britischen Duo AlunaGeorge, ist dabei allerdings ausgefeilter und weniger verspielt. Flumes kontinuierlicher Output an Musik und Remixen ist schier unendlich und tut den eigenen Songs hierbei überhaupt keinen Abbruch – was nicht selten bei anderen Künstlern der Fall ist. Damit ist Hyperreal der nächste große Wurf Flumes und wird ab sofort die Clubs weltweit beherrschen – und heute auch unsere Freitag Nacht.

Chet Faker wird zu Nick Murphy – und experimentell

Nick Murphy - Fear Less

Nick Murphy – Fear Less

Chet Faker gilt seit jeher als Sonderling der australischen Musiklandschaft. Hatte der, aus Melbourne kommende, Nicholas James Murphy alias Nick Murphy, der hinter dem Künstlernamen Chet Faker steckte, doch von Anfang an mit seinen ruhigen Elektrosongs für einen Hype gesorgt. Daraus entstanden sind Kollaborationen mit Flume, Marcus Marr und Banks. Sein 2014 veröffentlichtes Debütalbum Built On Glass heimste dann nicht nur Platz eins der australischen Albumcharts ein, sondern brachte ihm auch unzählige positive Kritiken der Musikzeitschriften weltweit ein. Nun hat sich Chet Faker dazu entschieden, sein Alter Ego einzupacken und so veröffentlicht Nick Murphy gerade unter seinem Realnamen die erste Single für sein zweites und zugleich erstes Album unter seinem echten Namen. Beginnt Fear Less noch mit ruhigen Glockentönen und ganz leise einsetzenden Sounds, kippt der Song nach ca. 90 Sekunden und entwickelt sich zur musikalischen Untermalung einer Dystopie. Mit drückenden Beats, lang gezogenen Refrain, sowie bedrohlich gesungenen Texten schafft Murphy ein Kunstwerk von einem Song und erinnert damit an Bands wie Radiohead. Fear Less präsentiert Murphy experimentell, einsam und gleichzeitig unglaublich bedrohlich.

Thomston feat. Wafia – ein gefundenes Fressen

Thomston feat. Wafia - Window Seat

Thomston feat. Wafia – Window Seat

So könnte man es nennen, wäre auch nur einer der beiden Künstler ein Raubtier. Doch weit gefehlt. Weder die Australierin Wafia, über die Ihr bereits Neujahr hier etwas lesen konntet, noch der Neuseeländer Thomston klingen, als wären sie auf Beutezug. Vereint doch beide ein zurückhaltender, fast schon in sich gekehrter Sound. Beschreibt Thomston seine Musik als Alternative-Pop, ist Wafia nicht all zu weit davon entfernt.
Nun haben sich beide für den Song ‚Window Seat‘ zusammengetan und einen angenehm fließenden Track kreiert. Hier treffen sanfte Bässe auf zurückhaltenden Gesang und erinnern ein wenig an den ebenfalls aus Australien kommenden Flume. Thomston’s Stimme fällt hierbei ebenso positiv auf, wie seine Songproduktion. So ist ‚Window Seat‘ eine schwebende Popnummer, die sich am Strand genauso gut macht, wie beim auf der Couch relaxen.

Flume – Zerbrechlichkeit kann so massiv sein

Flume feat. Kai - Never Be Like You

Flume feat. Kai – Never Be Like You

Er ist bereit! Der australische DJ und Produzent Harley Edward Streten alias Flume hat vor wenigen Tagen eine weitere Single seines, 2016 erscheinenden, zweiten Albums ‚Skin‘ veröffentlicht. Nachdem zwischen der ersten Single ‚Some Minds‚ und dem zweiten Song ‚Never Be Like You‘ knapp neun Monate vergangen sind, dürfte die zweite Auskopplung wohl einen baldigen Albumrelease bedeuten.
‚Never Be Like You‘ ist in einer Nacht in New York entstanden, als er mit der kanadischen Sängerin Kai um die Häuser zog. Ist Kai zwar noch weitestgehend unbekannt, hat sie in den vergangenen Jahren jedoch bereits auf Songs von Jessie J, Diplo, Childish Gambino und Skrillex mitgewirkt. Durch Kai klingt ‚Never Be Like You‘ sensibel und fein, während sich Flume’s Sound schwer und dick anfühlt. Zusammen erzeugen Flume und Kai einen Mix der wie zwei Magneten mit wechselnden Polen wirkt – immer wieder kommt es zu Annäherungen und Abstoßungen. Genau in diesem Aufbau steckt dann auch der Reiz des Songs und bleibt bis zum letzten Ton betörend.

Marcus Marr feat. Chet Faker – Das ungleiche Duo

Marcus Marr feat. Chet Faker - The Trouble With Us

Marcus Marr feat. Chet Faker – The Trouble With Us

Was haben Alternative und Disco gemein? Nichts, so meint man. Doch hört man sich den Song ‚The Trouble With Us‘ des britischen DJ’s Marcus Marr an, fragt man sich, wie man je so denken konnte. Was Marr hier produziert hat, ist mehr als nur ein großer Clubhit. Als Einfluss nennt er Prince und David Bowie und genau so vielfältig klingt auch sein musikalisches Können. So beherrscht er verschiedene Instrumente, produziert und ist darüber hinaus noch Songwriter.
Mit dem Australier, Chet Faker, hat sich Marr allerdings eine Alternative/Elektrogröße ins Boot geholt, die gleichermaßen bei den Kritikern als auch von den Fans dieses Genres geschätzt und geliebt wird. So sind beispielsweise Faker’s Kollaborationen mit dem Wunderkind Flume schon fast legendär.Nun da Flume zu Gunsten Marr’s weichen musste könnte auch der musikalische Unterschied nicht offensichtlicher sein. Was allerdings dem Song ‚The Trouble With Us‘ nicht schaden soll. Ist er doch in bester French House Manier produziert und zeigt mit Faker’s ungewöhnlich funky klingender Stimme, dass frischer Wind immer wieder wichtig ist. So geht es mit ‚The Trouble With Us‘ direkt auf die Tanzfläche – vorher aber bitte noch die Schlaghosen rauskramen!

Liam X – wenn Flume und Chet Faker deutsch wären

Liam X - Teil von mir

Liam X – Teil von mir

Liam X macht alles anders. Ist es normalerweise so, dass über Newcomer kaum informative Fakten im Netz zu finden sind, ließt man über Liam X auf unzähligen Seiten etwas über seine Herkunft, seinen Weg zur Musik und seinen Traum. Zwar kommen wohl alle Artikel von der selben Quelle, doch tut dies dem Informationsgehalt keinen Abbruch. Ist es doch der beste Weg, seine Geschichte (die er selbst als noch gar keine Geschichte sehen möchte) zu verbreiten und Menschen, die seine Musik entdecken, etwas mit an die Hand, über den ungewöhnlichen Musiker, zu geben. Darum sei hier über den Song ‚Teil von mir‘ gesprochen – auch wenn es Überwindung kostet, die interessanten Fakten zu seiner Person einmal bei Seite zu lassen.
‚Teil von mir‘ ist eine kräftige und doch zurückhaltende elektronische Nummer, die mit dem sanft singenden Liam X fragil und doch strotzend klingt. Man könnte fast meinen, dass hier ein Flume feat. Chet Faker Song übersetzt wird – greift er doch genau diesen, eh schon außergewöhnlichen, Sound auf. Doch die Überraschung folgt unerwartet, findet man doch auf seiner Soundcloud-Seite eine große Alternative-Version dieses Songs. Ob laut oder leise, der Song ‚Teil von mir‘ holt ab und reißt einen für den Moment komplett raus.

Hayden James – Eng miteinander verschmolzen

Wer denkt mittlerweile noch daran, dass ein Singer/Songwriter nicht auch elektronische Musik produzieren kann?! Nach Chet Faker und James Blake ist diese Kombination mehr als nur für tauglich befunden worden. Hayden James aus Australien ist nun ein weiteres Beispiel für diese Kombination der verschiedenen Stile. Ist er bei dem selben Label unter Vertrag wie Chet Faker und Flume macht der in Sydney lebende James zur Zeit wohl alles richtig. So zeigen seine, auf Soundcloud veröffentlichten, Songs fast durchgehend mehr als 250.000 Plays an. Einige von seinen Song haben sogar schon die Millionengrenze überschritten und ‚Something About You‘ liegt aktuell bei 3,2 Millionen Plays. Mehr als eine Million Plays sind bei Soundcloud für neue Künstler immer ein Indikator dafür, dass in den kommenden Wochen wohl der Durchbruch blüht. Und so steht Hayden James nun, nach der kommerziellen Veröffentlichung des Songs ‚Something About You‘ im Rampenlicht und hat es sogar in die Charts von Australien, Deutschland, Italien und Frankreich geschafft. Für einen, bis dato, gänzlich unbekannten Künstler aus Down Under schon eine bemerkenswerte Entwicklung.
‚Something About You‘ ist ein wunderbar entspannter Housetrack der so cool rüberkommt, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Hierbei ist der Gesang James‘ so frech wie die Instrumente rund um die Orgel und Synthesizer ungewöhnlich klingen. Damit hat James einen Song geschaffen der auffällt und so viel Potential zum Hit vorweist.