The Best Of 2020 Vol.: 03

The Best Of 2020 Vol.: 03

01. OTR feat. Ukiyo – Midnight Sun (zum Artikel)

02. AnnenMayKantereit – Ausgehen (zum Artikel)

03. People Museum – Whole Heart (zum Artikel)

04. Låpsley – Womxn (zum Artikel)

05. AY AY feat. QNTN – Break (zum Artikel)

06. Compuphonic – Metropolis

07. Billie Eilish – No Time To Die (zum Artikel)

08. Mura Masa feat. Ellie Rowsell – Teenage Headache Dreams (zum Artikel)

09. Christine And The Queen – People, I’ve Been Sad (zum Artikel)

10. Circa Waves – Move To San Francisco (zum Artikel)

11. Austra – Risk It (zum Artikel)

12. Hudson Taylor – Where Did It All Go Wrong (zum Artikel)

13. Agnes Obel – Broken Sleep (zum Artikel)

14. Khruangbin feat. Leon Bridges – Texas Sun (zum Artikel)

15. Vagabon – Water Me Down (zum Artikel)

16. 2raumwohnung – Das Ist Nicht Das Ende Baby (zum Artikel)

17. Purity Ring – Stardew (zum Artikel)

18. The Fratellis – Six Days In June (zum Artikel)

19. The Strokes – At The Door (zum Artikel)

20. Vonheim – In The Deep (zum Artikel)
Khruangbin feat. Leon Bridges - Texas Sun

Khruangbin feat. Leon Bridges – Thai-Funk oder Südstaaten-Rock?

Es ist eine interessante Mischung, die das US-Amerikanische Trio Khruangbin in seiner Musik vereint. Kommen die Songs zumeist instrumental daher, verbinden Laura Lee, Mark Speer und Donald Johnson hauptsächlich Funk, Soul und Rock und hören sich dabei auch immer authentisch nach Südstaaten-Rock an. Erstaunlich ist hier wiederum, dass die Band, bis auf wenige Ausnahmen wie Leon Bridges, durchweg als Support von elektronischen Künstlern, wie Bonobo, Massive Attack oder Tycho gebucht wird und damit ein weitaus größeres und moderneres Publikum anspricht, als es ihr eher traditioneller Sound vermuten lässt. Nach ihrem dritten Album Hasta el cielo dass im Sommer 2019 erschien, haben sie nun für diesen Freitag die neue EP Texas Sun angekündigt. Diese ist eine Kollaboration mit dem US-Amerikanischen Soulsänger Leon Bridges, den sie 2018 auf seiner Tour supporten dürften. Dabei wird deutlich, wie sehr ihr instrumentaler Rock nach einer Stimme zu greifen scheint, denn auf der Single Texas Sun zeigt sich, wie sich Bridges‘ Gesang an die Harmonien anschmiegt und die feinen Nuancen von Schlagzeug und Gitarren deutlich werden. Die Kollaboration von Khruangbin und Leon Bridges ist eine der unerwartetsten aber gleichzeitig auch spannendsten und zeigt, dass sich unterschiedliche Musikstile wunderbar zu einem großartigen Sound zusammenfinden können.

Leon Bridges - Coming Home

Leon Bridges – Die Musik kommt nach Hause

Vom Tellerwäscher zum Millionär. Auch im Jahr 2015 bleibt dieser amerikanische Mythos Wirklichkeit. Bestes Beispiel hierfür ist der 25 jährige Leon Bridges aus Atlanta, USA. Trat er bereits in kleinen Bars und Clubs in Georgia auf, musste er seinen Lebensunterhalt lange als Tellerwäscher verdienen. Heute kann er sich vor ausverkauften Shows in den USA nicht mehr retten und verkauft Konzerte – wie zum Beispiel für einen New Yorker Gig – innerhalb von Minuten aus. Geprägt von den Familiären Einflüssen seiner Jugend kam er schnell dem Soul und Gospel der 50er und 60er Jahre nahe. Man kann sogar zurück bis in die 1920er Jahre blicken und den Blues als Referenz in Bridges‘ Songs erkennen. So ist Coming Home – der Titelsong seines gleichnamigen und in drei Wochen erscheinenden Albums – voll von der Athmosphäre der 20er und 30er Jahre im Süden der Vereinigten Staaten. War die damalige Zeit noch von Sklaverei geprägt, entstand durch den Einfluss von Banjos, Klarinetten, Fideln und akustischen Gitarren eine ganz neue Musikrichtung, die von der afroamerikanischen Bevölkerung zelebriert wurde. Dieser Musik zollt Bridges Tribut und schafft es, sie in das Jahr 2015 zu transportieren. So nimmt uns Coming Home aus unserem Alltag heraus und gibt uns das Gefühl, dass ein Abend in einem Maisfeld doch auch romantisch sein kann. Am 23. Juni wird das Album Coming Home in den USA veröffentlicht und schon jetzt ist absehbar, dass es einschlagen wird wie eine Bombe.