The Best Of 2020 Vol. 16

The Best Of 2020 Vol.: 16

01. Billie Eilish – Therefore I Am (zum Artikel)

02. Nora En Pure feat. Tim Morrison – Come Away (zum Artikel)

03. Julia Stone – Dance (zum Artikel)

04. Jeremias – hdl (zum Artikel)

05. Clueso – Aber Ohne Dich (zum Artikel)

06. Anna Of The North – Believe (zum Artikel)

07. Axel Flóvent – Tonight (zum Artikel)

08. Chet Faker – Low (zum Artikel)

09. Emma McGrath – Mad About You (zum Artikel)

10. Kristofer Åström – In The Daylight (zum Artikel)

11. Hot Chip feat. Jarvis Cocker – Straight To The Morning (zum Artikel)

12. Lastlings & RÜFÜS DU SOL – No Time (RÜFÜS DU SOL Remix) (zum Artikel)

13. Lea Porcelain – Choirs To Heaven (zum Artikel)

14. NEØV – Burnt My Fingers (zum Artikel)

15. Lui Hill – Creatures (zum Artikel)

16. Monolink – Sinner

17. Simen Mitlid – While Heaven Is On Fire

18. Sukie – Sober (zum Artikel)

19. Tia Gostelow feat. Holy Holy – Always (zum Artikel)

20. Sean Christopher – In Circles (zum Artikel)

21. John Summit & Guz – Thin Line (zum Artikel)

Lea Porcelain Choirs To Heaven

Lea Porcelain – In unruhigen Zeiten ein wenig träumen dürfen

Die Geschichte von Lea Porcelain fängt in Frankfurt am Main an und zieht sich seit einigen Jahren durch die Berliner Musiklandschaft. Das Duo ist so umtriebig, vernetzt und doch separiert, wie kaum eine andere Berliner Band. Genau diese Einflüsse lassen es zu, dass sich das Duo in eine Welt voller Synthiewänden, fließenden Sounds und lethargischen Gesängen flüchten kann. Mit insgesamt 8 Reviews und einer Konzertkritik sind Julien Bracht und Markus Nikolaus auf jeden Fall einer der Acts mit den meisten Erwähnungen auf SOML. Dabei ist es der Sound, der so introvertiert klingt und uns jedes Mal wieder in eine Welt entführt, die fernab von den aktuellen Zeiten zu sein scheint. Ihre neue Single Choirs To Heaven ist dabei größtenteils in Berlin und Spanien entstanden, während sie am Strand entlangliefen, das Salz auf den Lippen schmeckten und – aus heutiger Sicht – wie aus einer anderen Zeit zu kommen schienen.

Lea Porcelain - Photo Credits KANE
Lea Porcelain – Photo Credits KANE

Choirs To Heaven zeugt von dem Wunsch nach Normalität. Um uns herum wächst eine neue Welt heran, in der wir unseren Platz suchen. Doch auch finden wir uns immer wieder in diesem einen Moment nach Frieden Ausschau haltend und in eine Traumwelt flüchtend um für einen kurzen Augenblick Ruhe und Glück zu empfinden. Dabei ist Choirs To Heaven der Moment auf der Autobahn, wenn wir die Hand bei 120 km/h wellenförmig durch den Fahrtwind gleiten lassen oder an den abgelegensten Orten der Welt die Natur erfühlen können. Wie auch schon auf den Songs, I Am Ok, Clock Of Time, Sink Into The Night und Future Hurry Slow präsentieren uns Lea Porcelain auch auf Choirs To Heaven einen weiten Sound, der voll und satt ist und uns mit einem Gefühl ausfüllt, das von Melancholie und Lethargie getrieben, niemals an Magie zu verlieren scheint. Mit dem neuen Song kündigt das Duo, das sich in den Studios im Funkhaus Nalepastraße mittlerweile häuslich eingerichtet zu haben scheint, ihr zweites Studioalbum lose für 2021 an und zeigt uns einmal mehr, auf was wir uns dabei freuen können.

The Best Of 2020 Vol. 05

The Best Of 2020 Vol.: 05

01. Zola Blood – Two Hearts (zum Artikel)

02. Breakbot feat. Delafleur – Be Mine Tonight (zum Artikel)

03. Nena – Licht (zum Artikel)

04. Provinz – Verlier Dich (zum Artikel)

05. Dua Lipa – Don’t Start Now

06. Duck Sauce – Captain Duck (zum Artikel)

07. Yaeji – Waking Up Down (zum Artikel)

08. Klan – Baby Baby (zum Artikel)

09. Biffy Clyro – Instant History (zum Artikel)

10. Lea Porcelain – Future Hurry Slow (zum Artikel)

11. Like Elephants – Coastal Drive (zum Artikel)

12. Major Lazer feat. Marcus Mumford – Lay Your Head On Me (zum Artikel)

13. MIA. – No Bad Days (zum Artikel)

14. Old Sea Brigade – Sinkhole

15. The Killers – Caution (zum Artikel)

16. The Weeknd – In Your Eyes (zum Artikel)

17. Alex The Astronaut – I Think You’re Great (zum Artikel)

18. Danny Vera – Roller Coaster (zum Artikel)

19. Yates – Digital Karma (zum Artikel)

20. Charlie Cunnigham – Minimum

21. Hans Zimmer – Time (Tale Of Us Remix)
Lea Porcelain - Future Hurry Slow

Lea Porcelain – Wie stark ist unsere Gemeinschaft

Wir stehen vor einer Herausforderung, in der wir eigentlich schon mitten drin stecken. Mit social distancing und Kontakteindämmung, sehen wir uns immer öfter in den eigenen vier Wänden sitzen und die Zeit wegrennen sehen und ertappen uns dabei das ein oder andere plötzlich anzuzweifeln. Lea Porcelain haben darüber ein Lied geschrieben und zeigen uns auf Future Hurry Slow ihre Interpretation der Lage. Dabei braucht das Berliner Duo gar nicht all zu sehr auf die brandaktuelle Lage eingehen, sondern zeigt viel allgemeiner, wie sehr jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Mit der eigenen Angst, eigenen Gedanken, Gefühlen und dem ganz eigenen Glück. Liesst man sich die Zeilen unter dem Musikvideo durch, während Future Hurry Slow läuft, wirkt es wie eine Retrospektive eines gesellschaftlichen Ausschnitts. Und damit sind wir genau an dem Punkt, an dem uns Lea Porcelain sagen, dass Zeit kein Gut ist, mit dem man beliebig arbeiten kann. Sondern vielmehr müssen wir mehr denn je lernen, dass Zeit ein fließender Vorgang ist und wir nicht einfach Pause drücken können – wie es Lea Porcelain beschreiben. Mit einer Gitarre und sanften Arrangement wird Markus Nikolaus‘ flehende Stimme fast resignierend. Denn Future Hurry Slow ist nur eine Interpretation von Zeit und nicht die Gewissheit. Aber eine unglaublich schöne Interpretation.

Provinz – Wenn pure Emotionen auf uns niederprasseln

Aktuell gibt es eine Reihe von jungen deutschen Bands, die außergewöhnliche und herausragende Musik machen. Diese trifft sich ob der unterschiedlichen Genres doch immer wieder durch gemeinsame Nenner. So ist es zum einen der Sound, der Bands wie RAZZ, Giant Rooks oder Lea Porcelain so anders und international klingen lassen. Zum Anderen sind es die Lyrics, die Bands wie Jeremias, AnnenMayKantereit und Provinz so deutlich hervorheben. Zählen AnnenMayKantereit hier schon fast zum alten Eisen, stehen Provinz noch komplett am Anfang. Umso erstaunlicher ist, dass die 2017 gegründete Band mit Frontsänger und Songwriter Vincent Waizenegger für Texte steht, die so durchdringend sind, dass man sich immer wieder, bis aufs Fleisch ertappt fühlt, genau diese Gefühle auch schon gehabt zu haben. Gleichzeitig ist es die rauchig, kratzige Stimme Waizeneggers, die ihm eine Reife gibt, die nach einem Mittvierzig-Jährigen klingt, der in einer Nacht im Alkoholrausch erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Dabei steht nicht die Unzulänglichkeit des Alkoholikers im Vordergrund, sondern ist der Wechsel von Resignation in die Motivation das Bemerkenswerte. Hierbei zieht Waizenegger musikalisch blank und stellt die eigene Zerbrechlichkeit hinter die Darstellung eines Gefühls, welches ein Jeder schon einmal gespürt hat. Provinz singen, wie auf Wenn die Party vorbei ist, von Selbstaufgabe, Unvernunft, dem Streben nach Glück und von Tiefpunkten im Leben und treffen damit mitten ins Herz. Auf ihrer nun veröffentlichten Doppelsingle Nur Freunde und Verlier Dich hat sich Waizenegger mit der Situation befasst, die ihm selbst einmal beschäftigte. Wenn aus einer langen – schon im Teenageralter zusammengewachsenen – Freundschaft auf einem Liebe wird, was ist es dann?! Kann man diesen Gefühlen trauen? Sollte man diesen Gefühlen trauen? Wenn ja, was wird dann aus der Freundschaft? Zumindest letztere Frage wird schließlich mit Verlier Dich beantwortet und zeigt, wie sich Waizenegger mit Hilfe seiner Freunde Abhilfe verschafft. Provinz bringen es auf den Punkt und singen – als Band, in der alle Mitglieder um die 20 Jahre alt sind – über Themen, die so nah an der Realität sind, dass wir und am Ende selber fragen müssen, wo wir jetzt mit unserem Gefühlswirrwarr stehen. Alle Songs werden auf ihrem, am 14. August erscheinenden, Debütalbum Wir Bauten Uns Amerika enthalten sein, welche sie uns im Mai und Juni auf Festivals und im September und Oktober bei ihren – bisher noch nicht abgesagten – Liveauftritte präsentieren werden.

The Best Of 2020 Vol.: 02

The Best Of 2020 Vol.: 02

01. FILV & Edmofo feat. Emma Peters – Clandestina (zum Artikel)

02. Mura Masa feat. Georgia – Live Like We’re Dancing (zum Artikel)

03. Michael Kiwanuka – You Ain’t The Problem (Claptone Remix) (zum Artikel)

04. Lomboy – Like Me (Baillie JNR Remix) (zum Artikel)

05. Boris Brejcha feat. Ginger – Happinezz (zum Artikel)

06. Chela – Delivery (zum Artikel)

07. Giant Rooks – Watershed (zum Artikel)

08. Blossoms – The Keeper (zum Artikel)

09. Duke Dumont – Therapy (zum Artikel)

10. Das Ding Ausm Sumpf – Genau Du (zum Artikel)

11. Eminem – Darkness (zum Artikel)

12. Gengahr – Icarus (zum Artikel)

13. Blaue Blume – Vanilla (zum Artikel)

14. Jeremias – Schon Okay (zum Artikel)

15. Blanks – Sweaters (zum Artikel)

16. Kytes – Go Out (zum Artikel)

17. Lea Porcelain – Sink Into The Night (zum Artikel)

18. Meadows – Empty Windows (zum Artikel)

19. Millie Turner – January (zum Artikel)

20. Mountain Bird – Tears Won’t Get Me Anywhere (zum Artikel)

20. Chicago – Street Player (Dinks House Remix
Lea Porcelain - Sink Into The Night

Lea Porcelain – Der Klang nach Vergangenem

Es ist dieser Sound im Hintergrund, der uns bei Lea Porcelains neuem Song Sink Into The Night an etwas erinnert und in uns etwas weckt, das wir noch nicht greifen können. Mal erinnert es an HÆLOS‘ End Of World Party, mal entfernt an den Beat von Underwolds Born Slippy, den man im Hintergrund hört – doch immer wieder auch ganz sicher an Lea Porcelain. Und das, obwohl das Duo seit seinen ersten Veröffentlichungen mit den Genres spielt und sich nicht auf eine Richtung festlegen mag. Ausufernd bleiben sie dennoch immer wieder und zeigen nun auf Sink Into The Night, wie sie die Nacht erleben. Ausschweifend, auf der Überholspur befindend, stark und vor allem – einsam. Dies mag eine Momentaufnahme der beiden Jungs sein, die in den letzten Jahren so viel erlebt und erreicht haben, dass die Einflüsse schier unendliches Material hervorbringen werden. Lea Porcelain stehen mit diesem Song und der Erwartung auf ihr zweites Album an einem Punkt, an dem sie sich bereits vor der Veröffentlichung ihres Debüts befunden hatten. Den Erwartungen gegenüberzustehen, welche die Fans und Kritiker haben und die Veröffentlichung zu einem erneuten Adrenalinkick anwachsen zu sehen.

The Best Of 2019 Vol.: 14

The Best Of 2019 Vol.: 14

01. Roberto Surace – Joys (zum Artikel)

 

02. Fritz Kalkbrenner – Kings & Queens (zum Artikel)

 

03. Satin Jackets feat. Panama – Electric Blue (zum Artikel)

 

04. Scouting For Girls – Grown Up (zum Artikel)

 

05. Hollow Coves – Anew (zum Artikel)

 

06. Georgia – Never Let You Go (zum Artikel)

 

07. Sea Girls – Violet (zum Artikel)

 

08. POLIÇA – Driving (zum Artikel)

 

09. Fickle Friends – Amateurs (zum Artikel)

 

10. Gengahr – Everything & More (zum Artikel)

 

11. Oliver Koletzki feat. Monolink – We Are All Lost (zum Artikel)

 

12. Jonah – Husk My Love (zum Artikel)

 

13. Bag Raiders feat. Panama – How Long (zum Artikel)

 

14. Caribou – Home (zum Artikel)

 

15. Christian Reindl & Tessa Rose Jackson – Happy Together (zum Artikel)

 

16. The Big Moon – Your Light (zum Artikel)

 

17. SYML – Symmetry (zum Artikel)

 

18. AVEC – Home (zum Artikel)

 

19. Jarryd James – Let It Go (zum Artikel)

 

20. OK KID – E05 Im Westen (zum Artikel)

 

21. Lea Porcelain – Clock Of Time (zum Artikel)
Lea Porcelain - Clock Of Time

Lea Porcelain – Die Kunst der Verwandlung

Lea Porcelain haben schon eine beachtliche Wandlung hinter sich. Von einem Sound, der an die dunklen musikalischen Zeiten während der 90er Jahre in Großbritannien angelehnt ist, über den akustisch, folkigen Einschlag, den die beiden Jungs zuletzt auf I Am OK gingen, bis zu den neuesten Songs, die wieder zurück zu den Wurzeln der Band gehen, hat das Duo eine lebendige Diskografie vorzuweisen. Dabei setzen sie sich mit schwierigen Themen auseinander und verpacken diese in große Soundgerüste. Mit der neuesten Single Clock Of Time schließen sie gerade den Kreis und kehren zu ihrem Ursprung zurück. Dabei sind es abermals großartige Bilder des Musikvideos, die den Song so eindringlich werden lassen. Am vergangenen Freitag ist mit der EP Love Is Not An Empire schließlich auch wieder eine neue Platte herausgekommen und zeigt, wie umtriebig das, in Berlin lebende, Duo ist.

The Best Of 2019 Vol.: 05

The Best Of 2019 Vol.: 05

01. Hazey Eyes feat. Panama – Emotion

02. Mokoa feat. Dirty Radio – Magic

03. Billie Eilish – Bad Guy

04. Moyka – Colder

05. Lucy Spraggan – Lucky Stars

06. Local Natives – When Am I Gonna Lose You

07. Meduza feat. Goodboys – Piece Of Your Heart

08. Crooked Colours – Hold On

09. Tash Sultana – Can’t Buy Happiness

10. Lea Porcelain – I Am OK

11. Middle Kids – Real Thing

12. Shallou & Emmit Fenn – All Your Days

13. Ten Tonnes – Lucy

14. Ruti – Racing Cars

15. Jade Bird – Love Has All Been Done Before

16. The Montreals – Rude

17. Caravan Palace – Miracles

18. Madonna feat. Maluma – Medellín

19. Dirty Radio & Giuliano Rascan – Is It Enough

20. The Lumineers – Gloria

21. Møme feat. Ricky Ducati – Sail Away

22. Dean Lewis – Stay Awake