Lea Porcelain - Sink Into The Night

Lea Porcelain – Der Klang nach Vergangenem

Es ist dieser Sound im Hintergrund, der uns bei Lea Porcelains neuem Song Sink Into The Night an etwas erinnert und in uns etwas weckt, das wir noch nicht greifen können. Mal erinnert es an HÆLOS‘ End Of World Party, mal entfernt an den Beat von Underwolds Born Slippy, den man im Hintergrund hört – doch immer wieder auch ganz sicher an Lea Porcelain. Und das, obwohl das Duo seit seinen ersten Veröffentlichungen mit den Genres spielt und sich nicht auf eine Richtung festlegen mag. Ausufernd bleiben sie dennoch immer wieder und zeigen nun auf Sink Into The Night, wie sie die Nacht erleben. Ausschweifend, auf der Überholspur befindend, stark und vor allem – einsam. Dies mag eine Momentaufnahme der beiden Jungs sein, die in den letzten Jahren so viel erlebt und erreicht haben, dass die Einflüsse schier unendliches Material hervorbringen werden. Lea Porcelain stehen mit diesem Song und der Erwartung auf ihr zweites Album an einem Punkt, an dem sie sich bereits vor der Veröffentlichung ihres Debüts befunden hatten. Den Erwartungen gegenüberzustehen, welche die Fans und Kritiker haben und die Veröffentlichung zu einem erneuten Adrenalinkick anwachsen zu sehen.

The Best Of 2019 Vol.: 14

The Best Of 2019 Vol.: 14

01. Roberto Surace – Joys (zum Artikel)

02. Fritz Kalkbrenner – Kings & Queens (zum Artikel)

03. Satin Jackets feat. Panama – Electric Blue (zum Artikel)

04. Scouting For Girls – Grown Up (zum Artikel)

05. Hollow Coves – Anew (zum Artikel)

06. Georgia – Never Let You Go (zum Artikel)

07. Sea Girls – Violet (zum Artikel)

08. POLIÇA – Driving (zum Artikel)

09. Fickle Friends – Amateurs (zum Artikel)

10. Gengahr – Everything & More (zum Artikel)

11. Oliver Koletzki feat. Monolink – We Are All Lost (zum Artikel)

12. Jonah – Husk My Love (zum Artikel)

13. Bag Raiders feat. Panama – How Long (zum Artikel)

14. Caribou – Home (zum Artikel)

15. Christian Reindl & Tessa Rose Jackson – Happy Together (zum Artikel)

16. The Big Moon – Your Light (zum Artikel)

17. SYML – Symmetry (zum Artikel)

18. AVEC – Home (zum Artikel)

19. Jarryd James – Let It Go (zum Artikel)

20. OK KID – E05 Im Westen (zum Artikel)

21. Lea Porcelain – Clock Of Time (zum Artikel)
Lea Porcelain - Clock Of Time

Lea Porcelain – Die Kunst der Verwandlung

Lea Porcelain haben schon eine beachtliche Wandlung hinter sich. Von einem Sound, der an die dunklen musikalischen Zeiten während der 90er Jahre in Großbritannien angelehnt ist, über den akustisch, folkigen Einschlag, den die beiden Jungs zuletzt auf I Am OK gingen, bis zu den neuesten Songs, die wieder zurück zu den Wurzeln der Band gehen, hat das Duo eine lebendige Diskografie vorzuweisen. Dabei setzen sie sich mit schwierigen Themen auseinander und verpacken diese in große Soundgerüste. Mit der neuesten Single Clock Of Time schließen sie gerade den Kreis und kehren zu ihrem Ursprung zurück. Dabei sind es abermals großartige Bilder des Musikvideos, die den Song so eindringlich werden lassen. Am vergangenen Freitag ist mit der EP Love Is Not An Empire schließlich auch wieder eine neue Platte herausgekommen und zeigt, wie umtriebig das, in Berlin lebende, Duo ist.

The Best Of 2019 Vol.: 05

The Best Of 2019 Vol.: 05

01. Hazey Eyes feat. Panama – Emotion

02. Mokoa feat. Dirty Radio – Magic

03. Billie Eilish – Bad Guy

04. Moyka – Colder

05. Lucy Spraggan – Lucky Stars

06. Local Natives – When Am I Gonna Lose You

07. Meduza feat. Goodboys – Piece Of Your Heart

08. Crooked Colours – Hold On

09. Tash Sultana – Can’t Buy Happiness

10. Lea Porcelain – I Am OK

11. Middle Kids – Real Thing

12. Shallou & Emmit Fenn – All Your Days

13. Ten Tonnes – Lucy

14. Ruti – Racing Cars

15. Jade Bird – Love Has All Been Done Before

16. The Montreals – Rude

17. Caravan Palace – Miracles

18. Madonna feat. Maluma – Medellín

19. Dirty Radio & Giuliano Rascan – Is It Enough

20. The Lumineers – Gloria

21. Møme feat. Ricky Ducati – Sail Away

22. Dean Lewis – Stay Awake

Lea Porcelain – Bestreiten neue Wege

Mit einem düsteren industrial Elektrosound und den daraus entstandenen großartigen Hymnen, waren Lea Porcelain in den letzten Jahren zu einem Aushängeschild dieser Art von Musik für Deutschland geworden. Ob in Großbritannien oder den USA, überall stießen sie auf offene Ohren. Vor allem durch die Songs Out Is InWarsaw Street und dem Bruce Springsteen Cover Streets Of Philadelphia hatten sie beeindruckende Songs abgelegt. Nachdem ihr Debütalbum Hymns To The Night 2016 veröffentlicht wurde, tourten die beiden – mittlerweile in Berlin lebenden – Jungs ausgedehnt durch die Welt. Nun sind Lea Porcelain mit einem neuen Song zurück und zeigen, dass ihre Reise Spuren hinterlassen hat. Denn auf ihrem neuen Song I Am OK geht es, wie Sänger Markus Nikolaus in einem Interview mit dem US-Amerikanischen Radiosender KEXP beschreibt um eine Zeit im Leben eines Jeden, in der er den Glauben an sich selbst, an Jemanden oder an das Leben selbst verloren hat, doch muss er nur von Jemandem hören, dass eines Tages alles wieder in Ordnung sein wird. Egal was, mit Zeit und Geduld wird alles wieder in Ordnung sein. Und genau das hört man I Am OK auch an – ist nichts mehr geblieben vom großen elektronischen Gewand des Debütalbums und wurden Synthies durch eine Ukulele ersetzt. So wird I Am OK durch die Stimme Nikolaus‘ und einem präsenten Ukulelenspiel getragen und gibt eine ganz neue Richtung vor. Dabei klingen Lea Porcelain trotz ihres radikalen Soundwechsels authentisch und frisch. Und weisen uns mit I Am OK den Weg in den Frühling mit der Hoffnung, dass alles in Ordnung geht.

The Best Of 2017 Vol.: 06

The Best Of 2017 Vol. 06

01. Blanche – City Lights

02. Skott – Glitter & Gloss

03. Childhood – Californian Light

04. ODESZA – Late Night

05. Her feat. ZeFire – Swim

06. Flume feat. Kučka – Hyperreal

07. Lea Porcelain – Remember

08. Sunstroke Project – Hey Mamma

09. Disciples – On My Mind

10. Miley Cyrus – Malibu

11. Felix Jaehn, Hight & Alex Aiono – Hot2Touch

12. Hugh – Go

13. Lola Marsh – Wishing Girl

14. Tash Sultana – Murder To The Mind

15. AJR – Weak

16. Mogli – Road Holes

17. Róisín O. Warn Me Of Silence

18. Salvador Sobral – Amar Pelos Dois

19. Kraftklub – Dein Lied

20. State Lights – I Need Time

21. Onuka – Megamix

The Best Of 2017 Vol.: 04

The Best Of 2017 Vol. 04

01. Calvin Harris feat. Frank Ocean & Migos – Slide

02. Moglii feat. Island Fox – Breath

03. The Coronas – We Couldn’t Fake It

04. Kasabian – You’re In Love With A Psycho

05. Glass Animals – Pork Soda

06. Gorillaz feat. D.R.A.M. – Andromeda

07. Howling – Phases

08. Lea Porcelain – Streets Of Philadelphia

09. Burak Yeter feat. Danelle Sandoval – Tuesday

10. Ofenbach – Be Mine

11. Mahmut Orhan feat. Sena Sener – Feel

12. Feist – Pleasure

13. Marian Hill – Down

14. Coldplay – Hypnotised

15. Fleet Foxes – Third Of May/Ōdaigahara

16. Schwarz – Home

17. James Vincent McMorrow – One Thousand Times

18. Vaults – Hurricane

19. Anni – Feels So Easy To Be Loved (Acoustic Version)

Lea Porcelain – Endgültige Erinnerungen

Lea Porcelain – Hymns To The Night

Endlich ist es soweit – Lea Porcelain haben einen Veröffentlichungstermin ihres Debütalbum Hymns To The Night bekanntgegeben. Dieses wird in vier Wochen und damit am 16. Juni erscheinen und fast alle bekannten Songveröffentlichungen der letzten beiden Jahren beinhalten. Ob Out Is In, Warsaw Street, Similar Familiar oder Bones – zu finden sind sie alle und darüber hinaus auch noch acht weitere Songs, die den dunklen Sound des Duos präsentiert. Zwar hat es das äußerst gelungene Cover von Bruce Springsteens Streets Of Philadelphia nicht auf die Platte geschafft, dafür koppeln sie aber heute mit Remember einen Song aus, der an Joy Division erinnert. Auch hier dominiert der schwere Industrial-Rock und klingt Markus Nikolaus‘ mit Hall auf der Stimme, noch deutlicher nach diesem ganz besonderen Sound, dem schon viele Jahre keine Band mehr Leben eingehaucht hat. Lea Porcelain sind so untypisch für die hiesige Musikszene – denn wer mit seinem Sound so nach vorne geht und gleichzeitig zurückhaltend und introvertiert klingt hat einen Spagat vollzogen, der weitaus schwieriger zu erreichen ist, als es scheint. So werden die Tage gezählt und die bisherigen Songs rauf und runter gehört, um für Hymns To The Night bereit zu sein. Lea – wir können es kaum erwarten!

Lea Porcelain – Rau und bedrückend

Lea Porcelain – Streets Of Philadelphia

Es ist einer der Momente, in der Musikwelt, bei dem man in eine Art Flashback verfällt. Ein Song, der so groß ist und so sehr für sich selbst steht, dass man ihn auch nach bald 25 Jahren noch eins zu eins im Ohr hat, sobald man auch nur den Titel hört. Mit einem Oscar und vier Grammys ausgezeichnet, war Bruce Springsteens Song Streets Of Philadelphia 1993 ein absoluter Welthit und stieg bis auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Besticht Streets Of Philadelphia durch eine sanfte und melancholische Stimmung, kann man sich nicht vorstellen, dass genau dieser Song auch rau und bedrückend klingen kann. Genau so präsentiert ihn nämlich das Duo Lea Porcelain. Zuletzt noch live im Auster Club Berlin, präsentierte sich das Duo in Lagerhallenatmosphäre. Ihr Sound ist eigen, industriell und sensibel zugleich. Und so wundert es nicht, dass Streets Of Philadelphia hier geradezu auf die Band zugeschnitten wirkt. Ist der Song doch durch das neue Klangkostüm sowohl rau und bedrückend, als auch sensibel und isoliert zugleich. Lea Porcelain haben ein Gespür für den ganz besonderen Klang und wissen ganz genau, wie sie ihn erzeugen und zu einem Alleinstellungsmerkmal machen können, so, dass selbst ein großer Hit wie Springsteens Streets Of Philadelphia neu, frisch und nach Lea Porcelain klingt.

Lea Porcelain – Konzertkritik

Lea Porcelain @Auster Club Berlin

Lea Porcelain @Auster Club Berlin

Es war ein Abend, der erstaunte. Nicht nur, dass das Duo Lea Porcelain im Berliner Auster Club auf die Bühne trat und man erst dann in den Genuß des Konzertes kam, wenn man rechtzeitig vor Ort war – gab es die Karten doch nur an der Tür des Clubs – zeigte sich auch in der Auswahl des Support-Acts, dass das aus Frankfurt am Main kommenden und mittlerweile zwischen Berlin und London pendelnden Duos kein gewöhnlicher Act ist. Mit dem brasilianischen Poeten und Dadaisten Ricardo Domeneck, der bereits seit einigen Jahren in Berlin lebt, begann der Abend mit einer drohenden, poetischen Performance. Dabei wirkten die Worte ermahnend, sein kühler Ausdruck fast schon vernichtend und die akustische Untermalung verwirrend. Die kurzzeitige Assoziation mit Baz Luhrmanns Everybody’s Free (To Wear Sunscreen) wurde immer wieder durch die harten Worte zerrissen und konnte dennoch nicht ganz bei Seite gelegt werden. Nach knapp zehn Minuten beendete Domeneck seinen Auftritt mit einem kurzen Thank You, um wenig später Lea Porcelain, auf der Bühne zu viert, anzukündigen.

Ricardo Domeneck @Auster Club Berlin

Ricardo Domeneck @Auster Club Berlin

In den letzten 12 Monaten immer wieder in den Musikmagazinen Deutschlands und sogar Großbritanniens gelobt und verheißungsvoll einer großen Zukunft bescheinigt, trat an diesem Sonntagabend die Band auf die Bühne und schien, aus unterschiedlichen Richtungen, Nervosität, Spielwut, kindliche Freude und erwachsene Gleichgültigkeit auszusenden. Mit dem alles überragenden Out Is In begann die Band schließlich ihr erstes Konzert in 2017 und lieferte nicht weniger, als den grandiosen Industriel Sound ab, den man aus den Lautsprechern zu Hause schon seit Monaten hört. Allerdings reicht selbst Industriel nicht aus, um die Vielfalt von Lea Porcelains Sound zu beschreiben. Kommen doch elektronische Elemente vor, sowie die Songs melancholisch und dunkel klingen und fast schon eine Art rohe Gewalt ausdrücken. Mit Warsaw Street gingen sie in den nächsten, großen Song über, der perfekt als Untermalung einer langen Nacht dient, in der man sich verliert. Treibend, laut und betäubend schwillt die Gitarre an und kreist wabernd um die Ohren. Dabei singt Frontsänger Markus Nikolaus mit verzerrt, hallender Stimme in seiner ganz eigenen Welt.

Es folgten einige, noch unbekannte, Titel, die sicherlich ihren Weg auf das, für 2017 angekündigte, Album finden werden. Was mit Out Is In und Warsaw Street begann, sollte nun mit Bones und Similar Familiar beendet werden. So flackerten Stroboskope im Nebel auf und wurde die Bühne zu einem Ort, den viele als Untergrund beschreiben würden. Lea Porcelain sind weit weg von Pop, sie biedern sich auch nicht an. Ihre Auftritte sind ausgewählt, rar und speziell und zeigen eine Band, die, wenn das Glück und das richtige Management mitspielt, international deutlich bekannter werden könnte.

Lea Porcelain @Auster Club Berlin

Lea Porcelain @Auster Club Berlin