OTR feat. Vancouver Sleep Clinic - Moon

OTR – Hebt uns in neue Sphären

Bereits auf Midnight Sun hatte sich der US-Amerikanische Musiker OTR – alias Ryan Chadwick – durch einen cineastischen Sound ins Gespräch gebracht. Mit seinem – am 24. April erscheinenden – Debütalbum Lost At Midnight hebt uns OTR förmlich in neue Sphären. Denn mit seinem elektronischen Sound, der irgendwo zwischen Rüfüs Du Sol, Bag Raiders und Lane 8 liegt, bringt uns OTR zum innehalten. Auch Moon ist kein Song, den man sich nebenbei anhört. Er hält auf, er unterbricht uns in unserem täglichen Ablauf und bringt uns dazu in uns hineinzuhören. Die schier epische Komposition lässt uns fast schon schweben und zeigt in der Kollaboration mit dem – viel zu wenig beachteten – australischen Musiker Vancouver Sleep Clinic, wie sehr die Musik von tiefen Emotionen getragen wird. Sein Debütalbum wird dann auch nichts Geringeres, als uns begeistert und sprachlos zurück lassen – sind auf Lost At Midnight doch Kollaborationen mit Panama, Shallou und Ukiyo, Au/Ra und WYNNE enthalten, die allesamt in den vergangenen Monaten bis zwei Jahren selbst für ordentliche Hypes sorgten. Bis es in sechs Wochen soweit ist und wir das ganze Album anhören können, heißt es nun erst einmal den Raumanzug überzuziehen und mit OTR in neue Sphären vorzudringen.

Purity Ring - Begin Again

Purity Ring – Die Kanadier sind zurück

Es gibt Neues von der aus dem kanadischen Halifax kommende Megan James und dem aus Toronto stammenden Corin Roddick. Haben sich die Beiden 2010 zusammengetan. folgte der Bandname dem, nach der in den frühen 1990er Jahren – vor allem in den USA – aufkommenden Keuschheitsbewegung und dessen Symbol, dem Purity Ring. Nach ihrem 2012er Debüt Shrines, das mit fantastischen Songs wie Obedear, Belispeak und Lofticries zu überzeugen wusste, kommt nun Anfang März mit Another Eternity Album Nummer zwei raus. Bereits im Dezember veröffentlichten sie die erste Single Push Pull, nun folgt die nächste Auskopplung. Mit Begin Again vereinen Purity Ring einmal mehr die zarte, vertraute Stimme von Megan James mit einem zuweilen epischen und dunklen Sound Roddicks. Eine Entwicklung erkennt man klar in der Produktion – ist doch James‘ Stimme viel deutlicher wahrzunehmen als noch auf Shrines und wirkt Roddicks Komposition feiner und stimmiger als auf dem Erstling. Dies ist nicht zuletzt der Ursache geschuldet, dass sich Beide, anders als bei Shrines, für Another Eternity gemeinsam im Studio aufhielten. So wirkt Another Eternity um Längen homogener als ihr Debüt. Man darf sich hierbei also auf ein wunderbar großes zweites Album der Kanadier freuen.