The Best Of 2019 Vol. 08

The Best Of 2019 Vol.: 08

01. Satin Jackets – Summer 2019

02. Monkey Safari – Hi

03. Julian Wassermann feat. Yates – Guard

04. Arizona – Nostalgic

05. Blanks – Wave

06. Flume feat. London Grammar – Let You Know

07. Róisín Murphy – Incapable

08. Hayden James feat. NAATIONS – Nowhere To Go

09. Krezip – How Would You Feel

10. Moyka – Bones

11. Whitney – Giving Up

12. Bat For Lashes – Kids In The Dark

13. Keane – The Way I Feel

14. The Coronas – Find The Water

15. Aurora – The Seed

16. Ingrid Witt – Fools

17. Georgia – About Work The Dancefloor

18. Whethan x Bearson feat. Soak – Win You Over

19. Hugh feat. Bonjay – Sense To You

20. Noel Gallagher’s High Flying Birds – Rattling Rose

21. Bonaparte feat. Farin Urlaub & Bela B – Big Data
Werbeanzeigen
Keane - The Way I Feel

Keane – Die große Rückkehr

Nach sechs Jahren der Bandpause sind Keane zurück auf der Tanzfläche. Hatte Frontsänger Tom Chaplin die Bandpause von 2013 bis heute genutzt um zwei Soloplatten zu veröffentlichen, war es um die anderen Bandmitglieder in der Zwischenzeit eher ruhig geworden. Das war allerdings auch der Grund, ihrer Bandpause – den Stress, der mit dem Erfolg der britischen Band kam, etwas zu entkommen. Denn mit über 10 Millionen verkauften Platten und fünf Nummer-1 Alben und EPs in ihrem Heimatland zählen sie zu den erfolgreichsten Bands der britischen Inseln. Nun sind sie mit der Ankündigung des neuen Albums Cause And Effect zurück, welches am 20. September veröffentlicht werden soll. Darauf enthalten ist die Leadsingle The Way I FeeI, die durch die Motivation, die Band wieder aufleben zu lassen, entstanden ist. Chaplin erinnert sich dabei an einen Moment, während er an seiner Soloplatte arbeitete, in der er sich selber in der Situation wiederfand, sich zu wundern, wie es soweit kommen konnte, diese wirklich energiereiche und wichtige Beziehung zu seinen Bandmitgliedern verloren zu haben. Dieses Gefühl transportieren die Jungs so wunderbar auf The Way I Feel, dass man sich, von der Euphorie gepackt, selbst fragt, ob man alles getan hat, um wichtige Menschen um sich herum zu behalten. Dabei klingen Keane gewohnt episch und haben es auch sechs Jahre nach ihrem letzten Album nicht verlernt, große Hymnen zu schreiben.

Schwarz – Das Gefühl von Heimat

Schwarz – Home

Es ist immer wieder Teil von aberwitzigen Aufzählungen deutscher Worte, die es in anderen Sprachen nicht gibt. Da wäre zum Beispiel Geborgenheit, Weltschmerz oder Heimweh. Für Letzteres muss es zwingend einen ausgemachten Ort geben, den man als Heimat bezeichnet. Mit diesem tut sich Schwarz schwer. Dabei fällt auf, dass Schwarz, als Bandname, so ungewöhnlich ist und dabei so viel Normalität ausstrahlt. Diese Normalität ist es, die der Kopf hinter Schwarz anstrebt. Steckt doch kein geringerer als Roland Meyer de Voltaire dahinter, der in den frühen 2000ern mit der Band Voltaire zwei deutschsprachige Alben veröffentlichte. Hinzu kommt, dass Meyer de Voltaire als Junge, mit seiner Familie, das beschauliche Bonn verlassen und in die große, laute Stadt Moskau zog. Hier lernte er schnell mit dem Gefühl umzugehen, was es heißt, eine Heimat und eine Zugehörigkeit zu haben. Und eben diese auch zu vermissen. Für Voltaire hatte Meyer de Voltaire lange Jahre Texte geschrieben und Musik gemacht, bis er dieses Schema nicht mehr bedienen wollte. Er sehnte sich nach Tiefe, Empathie und auch Geborgenheit in der Musik. So legte Meyer de Voltaire die Gitarre beiseite, entdeckte das Klavier für sich und komponierte Musik für Filme. Herausgekommen ist eine EP, die den Song Home beinhaltet. Home lehnt sich hierbei stark an frühere Songs von Keane an und trumpft mit der Kopfstimme Meyer de Voltaires auf, die zu Klavier und sanfter Instrumentierung begleitet wird. Im Verlauf des Songs folgen seichte elektronische Elemente aber auch ein drückender Tackt, der Home schwelgerisch werden lässt. Hinzu kommt, dass das zugehörige Musikvideo zu Home, einen Ausschnitt aus Benjamin Kahlmeyers 2010er Dokumentarfilm Meanwhile in Mamelodi – Die Welt zu Gast bei Fremden beinhaltet und das Thema Heimat zusätzlich beschreibt. Home ist ein raffinierter aber zugleich unglaublich sensibler Song, der durch die Schwere und seines massiven Sounds Eindruck hinterlässt.

Tom Chaplin – Über Keane hinaus mit Quicksand

Tom Chaplin - Quicksand

Tom Chaplin – Quicksand

Sie waren eine der präsentesten britischen Bands bis zu ihrer Trennung 2013. Mit Songs wie Everybody’s Changing, Somewhere Only We Know, Is It Any Wonder oder Spiralling prägten sie eine ganze Generation und beeinflussten viele britische Newcomer. Denn es war die Stimme von Tom Chaplin, die Keane so einzigartig werden ließ. Als sich die Band 2014 entschied eine Pause einzulegen, machte sich Frontsänger Tom Chaplin daran, eigene Songs zu schreiben. Mit Quicksand präsentiert er nun seine erste Solosingle von seinem, am 14. Oktober erscheinendem, Debütalbum The Wave. Hierbei ist eigentlich alles beim alten. Und das soll wirklich so gemeint sein. Denn Quicksand klingt wie einer der Songs vom Debütalbum Keane’s. So klingt Chaplin’s Stimme glasklar und sind wieder mehr Instrumente wie Klavier und Gitarre zu hören. Würde man nur die Stimme hören, wäre man verführt zu sagen, dass Keane zurück sind. Doch was Keane ausmachte, war einzig und allein Tom Chaplin. Daher ist dieser Schritt Chaplins sehnlichst erwartet worden.

Birds Of Tokyo – Hymnen von Down Under

Mit ihrem letzten Album ‚March Fires‘ , dass 2013 veröffentlicht wurde, hatten es Birds Of Tokyo erstmals an die Spitze der australischen Albumcharts geschafft, sowie mit dem dazugehörigen Song ‚Lantern‘ ihre, bis heute, erfolgreichste Single auf Platz 3 katapultiert. Bereits Anfang dieses Jahres hatten sie mit der EP ‚Anchor‘ und dem gleichnamigen Song abermals für Aufsehen gesorgt. Nun kündigen die fünf Jungs mit ‚I’d Go With You Anywhere‘ ihre erste Single zum ‚March Fires‘ Nachfolger an. ‚I’d Go With You Anywhere‘ ist treibend und baut eine Opulenz mit Streichern und wabernden Gitarren auf. Ian Kenny singt dabei mit einer Intonation, die an Keane’s Frontmann Tom Chaplin erinnern lässt. Auch musikalisch orientiert sich das ganze an den Briten, wirkt, auch durch die Abstinenz der Briten, allerdings keinen einzigen Moment kopiert. So sind Birds Of Tokyo auf ihrer neuen Single angenehm klar und frisch.