Dawncall & Subsets feat. Ayelle – Entspannt durch den Sonntag

Er passt so sehr in den heutigen, verregneten und windigen Sonntag – der Song Ghost, des israelische Produzent Dawnhall. Dazu gesellen sich der britische Produzent Subsets und die Londoner Sängerin Ayelle. Viel gibt es über die jeweiligen Produzenten allerdings nicht zu berichten, finden sich im Netz doch nur spärlich Informationen. Dabei gibt ihre Musik so viel her, worüber wir berichten könnten. Bei Ayelle sieht es bereits etwas besser aus. So hat die in London lebende Sängerin mit iranisch-schwedischen Wurzeln in den letzten Wochen so einige Songs veröffentlicht. Mal mit dem niederländischen Produzenten Mitchell Yard auf Mary Jane, mal als Solokünstlerin mit Obvious. Dabei beschreibt sie ihren Musikstil als Future R&B und liegt damit verdammt nahe an ihren Songs. Auf Ghost schafft sie es zusammen mit den beiden Produzenten einen verträumt, schweren Housetrack zu veröffentlichen, der nicht besser zu einem kalten Wintertag passen könnte. Die treibenden Elemente und Beats werden durch den Einsatz von Klavier und Gitarre, in ihrer Schnelligkeit extrahiert und setzt damit eine Entschleunigung ein, die dem Song eine ganz besondere Note verleiht. Ayelles Stimme ist hierbei allgegenwärtig und lässt an so einflussreiche Nummern, wie Deleriums Silence erinnern. Momentan haben alle drei Künstler noch deutliches Potential ihre Bekanntheit zu erhöhen, weisen ihre Facebookprofile doch nicht mehr als 2.500 Follower auf. Dabei wird Ghost in den kommenden Wochen sicherlich für einen Aufschwung sorgen.

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Noga Erez – Brutal direkt

Heftige Beats, harte Worte und einen durchdrehenden Beat, das alles verbirgt sich hinter der neuen Single Bad Habits der israelischen Sängerin Nora Erez. Erst letztes Jahr hatte Erez ihr Debütalbum Off The Radar veröffentlicht, welches ihr gerade durch die gleichnamige Single viel positive Kritik einbrachte. Bad Habits zeigt reflektierend das Gefühl, welches dieser Tage viel zu oft im Vordergrund steht und uns unsere gute Erziehung verlieren lässt – schlechte Manieren. Denn aktuell scheint es immer mehr so, dass die Gesellschaft ihre schlechten Manieren zeigt und stolz darauf ist, diese auszuleben, so Erez. Daraus entstanden ist Bad Habits – eine kleine brutal, direkte Abrechnung mit reichlich Schimpfwörtern und einer extrem aggressiven Art, die Erez einmal mehr als Alleinstellungsmerkmal für sich reklamieren kann. Ob sie es auch mit dieser Single in die Radios schaffen wird, dürfte – durch die hohe Schlagzahl an Schimpfwörtern – am Ende doch eine all zu interessante Frage sein.

Dennis Lloyd – Sommerschwere

Hört man den Song Nevermind, wird man an einen britischen oder amerikanischen Soundtüftler denken. Hört man den Namen Dennis Lloyd, wird man sich auch noch bestätigt fühlen. Doch hinter dem, so amerikanischen klingenden, Namen verbirgt sich der israelische Sänger Nir Tibor. Auf seinen Künstlernamen angesprochen, erklärt er, dass er einen Namen haben wollte, der sich vertraut anfühlt. Als hätte man ihn schon Mal gehört. Nevermind – seine aktuellste Single – passt damit ebenfalls wunderbar in dieses Konzept. Dabei ist Nevermind genaugenommen gar nicht so neu – hat Lloyd diese doch bereits 2017 als Nevermind (Alright) veröffentlicht und klang diese damals noch deutlich ruhiger. Nun also selbst nochmal überarbeitet, hat Lloyd mit Nevermind eine moderne Pop-Nummer veröffentlicht, die mit tiefen Beats und einen souligen Gesang aufwartet. Wunderbar, um in den Samstag zu starten und sich Pläne für ein grandioses Wochenende zu machen.

Wankelmut & Björn Dixgård – Indie meets House

Wankelmut & Björn Dixgård – I Keep Calling

Beide haben bereits einige Hits auf ihrem Konto zu vermelden. Hatte die Band Mando Diao mit Frontsänger Björn Dixgård ihren größten Hit mit Dance With Somebody 2009 und erreichten Platz 2 der Singlecharts. Ebenso gelang ihnen mit dem dazugehörigen Album Give Me Fire sogar Platz 1 in den Albumcharts zu erreichen. Der Berliner DJ Wankelmut steht dem in nichts nach und hatte mit seinem 2012er Remix des israelischen Sängers Asaf Avidan – One Day/The Reckoning Song einen weltweiten Hit zu verbuchen und positionierte sich in 17 Ländern in den Top-10 – in 10 davon sogar auf Platz 1. Nun haben sich diese beiden Künstler für den Song I Keep Calling zusammengetan und ein tanzbares Stück Musik produziert. Hat Dixgård hierbei als Co-Schreiber fungiert, gab Wankelmut den Beat vor. Zusammen haben sie einen Housetrack geschaffen, der perfekt für die dunkle Jahreszeit und die hiesigen Clubs ist. Dixgårds markante Stimme und Wankelmuts unverkennbare Sounds geben I Keep Calling den richtigen Drive um ein voller Erfolg zu werden. Und wir?! Wir drücken Repeat… Repeat… Repeat…

Lola Marsh – Ab Sekunde 1 Sympatisch

Lola Marsh – Wishing Girl

Ein Pfeifen, eine Gitarre und schon ist man als Hörer Feuer und Flamme und tippt mit dem Fuß. So sympathisch, wie es gerade Lola Marsh machen, gab es schon einige Zeit keinen Ohrwurm mehr. Mischt man zu diesen beiden Komponenten noch den markant, retrohaften Gesang der Sängerin Yael Shoshana Cohen, kommt eine zuckersüße Indienummer zum Vorschein. Gil Landau und Cohen haben so zusammen eine derart sympathische Folk/Indie-Nummer produziert und zelebrieren den Frühling und Sommer. Draussen tanzen, zwischen herabfallenden Blüten laufen und den frischen Geruch des nachwachsenden Grases einsaugen. Für all das haben Lola Marsh den passenden Sound. Das aus Tel Aviv kommende Duo ist mit diesem Sound bereits seit einigen Monaten auf der Liste der heißesten Anwärter für den internationalen Durchbruch. Mit Wishing Girl – ihrer neuen Single – erinnern Lola Marsh an Bands und Songs wie Young Folks von Peter, Bjorn & John feat. Victoria Bergsman oder First Aid Kit und Fleet Foxes. Dazu passt, das im 60er Jahre Stiel gedrehte Musikvideo, welches in James Bond Manier mit einem Kugelausschnitt gedreht wurde. Wem das nicht genug Gründe sind Wishing Girl und Lola Marsh zu lieben, welche dann?!