Satin Jackets feat. Panama – Irgendwo ist immer Sommer

Treffen sich ein deutscher und ein australischer Musiker unter den warmen Sonnenstrahlen Kaliforniens und entdecken die Macht der Musik, kommt mitunter schier wunderbares zu Tage. Für den heutigen Song haben dies der deutsche Tim Bernhardt – alias Satin Jackets – und der Australier Jarrah McCleary – alias Panama – getan. Beide schätzen ihre Arbeiten gegenseitig und fanden die Songs des jeweils Anderen so gut, dass sie für Automatic zusammengekommen sind und einen wunderbar, smoothen Song produziert haben. Zeichnet sich Panama mit Songs wie Jungle und The Highs sowie mit der Zusammenarbeit mit Petite Biscuits für den Track Waterfall bereits für einige bekannte Songs verantwortlich, steht Satin Jackets diesem in nichts nach. Satin Jacktes selbst beschreibt Automatic mit der Möglichkeit, dass von überall auf der Welt in nur wenigen Flugstunden irgendwo die Nacht beginnt und man auf Open-Air Partys oder an einem einsamen Aussichtspunkt die sommerlichen Momente genießen kann, als Inspiration für seinen Song. Mit einem Einschlag zum French-House und Panamas wunderbar entspannter Stimme klingt Automatic nach dem süßlich-sommerluftigen Track, den man sich nicht entziehen kann. Automatic wird daher mit Sicherheit einer der Tracks des diesjährigen Frühlings und Sommers sein. Wir können daher gespannt sein, was Satin Jackets auf seinem, im April erscheinenden Album Solar Nights noch so für uns parat hält.

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Grace Carter – Emotionale Suche nach einer Antwort

Inspiriert von den Sängerinnen Lauryn Hill und Nina Simone hat die heute 21-jährige Sängerin Grace Carter schon früh die Musik für sich entdeckt. Auch oder vielmehr gerade durch ihren Stiefvater motiviert, bekam Carter zu ihrem 13. Geburtstag eine Gitarre geschenkt und wurde von ihm ermutigt, Songs zu schreiben. Acht Jahre später steht sie bei Warner Bros. unter Vertrag und veröffentlichte mit Silence bereits eine respektable Debütsingle. Nun ist sie mit Why Her Not Me zurück und schöpft aus den Vollen ihrer Songwriting-Kunst. Denn Carter zieht die Inspiration für Texte aus ihren ganz persönlichen Erlebnissen, die allesamt von Wut, Frust, Enttäuschungen und Niederschlägen geprägt sind. Hieraus sammelt Carter ihre Energie und schafft es ihren Songs etwas aufbauendes zu geben und sie nicht als das Ende verstanden zu wissen. Auf Why Her Not Me thematisiert sie die Entscheidung ihres gebürtigen Vaters, die Familie zu verlassen um mit einer anderen Frau und Kindern glücklich zu werden, seiner alten Familie aber Schmerz zuzufügen. Dies schafft Carter mit einer so emphatischen Art, dass man meinen würde, sie könnte es nicht selbst erlebt haben. Durch die kräftige Stimme der Britin, ihr dunkles Timbre und einen bombastischen Sound ist Why Her Not Me so, eine Hymne der Stärke und des nicht Aufgebens und ein großes Ausrufezeichen einer noch jungen Sängerin.

The Wombats – Turn into Drake

Der zweite Streich ist veröffentlicht. Mit Lemon To A Knife Fight hatten die Briten von The Wombats vor fünf Wochen eine erste Single ihres vierten Albums Beautiful People Will Ruin Your Life veröffentlicht. Nun sind sie bereits mit Single Nummer zwei zurück und fegen mit Turn alle weg. Eine wunderbare Hymne aus Gitarren, Synthies und Matthew Murphys markanter Stimme lassen Turn so sehr anschwellen, dass beim Tanzen die Hände nur so in die Luft gehoben werden. Ein wenig Melancholie als Unterton mischen sich dabei unter den sonst so fulminanten Indie-Song. Die Inspiration zu Turn kam Sänger Murphy, wie er in einem NME-Interview sagte, als er am Pool entspannte und ein Album von Drake hörte. Diese entspannte Art wollte Murphy in einen Song packen und die Bilder dazu, kamen ihm an diesem Tag nur so zugeflogen. So arbeitete er an dem Song, legte ihn einige Zeit zur Seite, um später erneut daran weiterzuarbeiten. Diese entspannte Haltung hört man Turn heraus und möchte fast Teil dieser Erinnerung sein – damals am Pool mit Matthew Murphy eine Songidee gehabt zu haben. Turn ist Indie, ist Abschlussball-Soundtrack und College-Hymne. Und eben auch abermals typisch The Wombats.

dePresno – Wenn Carrie Mr. Big sucht

Als 2004 die finale Folge der Serie Sex And The City weltweit über die Bildschirme flimmerte, war der Norweger Bjarte De Presno Borthen gerade einmal 8 Jahre alt. Also nicht unbedingt die Inspiration, um einen Song Mr. Big zu nennen. Wenn man allerdings, wie dePresno – so nennt sich der Sänger schlicht – einmal durch die Serie binged, liegt es nahe, sich diese markante Bezeichnung zur Brust zu nehmen. Mit seinem aktuellen Song Mr. Big singt sich der Norweger nun gekonnt, lässig in die Herzen und besticht dabei mit einem markanten Bariton. Auf seiner EP The Last of the Romantics, auf der Mr. Big enthalten ist, verwundert jeder einzelne Song. Denn jeder dieser vier Songs klingt so unterschiedlich, dass man annehmen müsste, es seien vier verschiedene Sänger zu hören. Dieser Einfluss kommt nicht von ungefähr – wohnt dePresno doch in Bergen und damit in der Stadt, aus der auch Kygo, Röyksopp und die Kings Of Convenience kommen. Ebenso, ist er mit Aurora, Sigrid und den Jungs von Kakkmaddafakka befreundet. Somit decken diese Bands alle Genres ab, die dePresno vereint. Mr. Big ist eine flotte, Popnummer, die durch einen flippigen Hip-Hop-Beat bereichert wird und dadurch direkt ins Ohr geht. Dabei kommt Mr. Big perfekt, um auf der Weihnachtsfeier für jede Menge Spaß zu sorgen.

Nathan Ball – Ein neuer Star wächst heran

Nathan Ball - Right Place

Nathan Ball – Right Place

Bereits vor anderthalb Jahren konntet Ihr hier über Nathan Ball und seinen Song Echo lesen, worauf ein Interview mit Nathan Ball folgte. Nun hat der in London lebende Sänger mit Right Place einen Song veröffentlicht, der Emotionen vereint und an Sänger wie Ben Howard erinnert. Nur mit einer Gitarre begleitet, singt Ball ruhig und ergreifend. Nachdem Ball die letzten Jahre zielstrebig auf einen Plattenvertrag hingearbeitet hat und mit so einigen Größen wie Alt-J tourte, hat er nun eine Heimat bei dem Plattenlabel Cold Water Records gefunden und veröffentlicht Right Place diesen Freitag. Inspiriert zu Right Place wurde Ball durch seine Alpen-Tour in Frankreich – einem Ort, an dem man sich wohlfühlt und Inspiration erhält. So setzte er sich, zurück in London, an die Gitarre und schrieb den Song. Right Place ist so stark, dass man Ball hiermit den Durchbruch wünscht.