Scouting For Girls - Grown Up

Scouting For Girls – Freunde von Nebenan

Bei manchen Bands ist es schon komisch. Da haben sie absolute Hits im Gepäck, spielen sich die Finger wund und erzeugen mit ihren Songs eine absolut glückliche Atmosphäre – doch so richtig erfolgreich werden sie damit nicht. Bei dem britischen Trio von Scouting For Girls ist das der Fall. Hatten sie vor allem auf ihrem ersten Album Scouting For Girls (2007) so großartige Hits, wie She’s So LovelyElvis Ain’t Dead und Heartbeat platzierten sie auf ihrem zweiten Album 2010 eine Aussage, die sich bin in zehn Jahren absolut überholt hat. Denn der Albumtitel Everybody Wants to Be on TV wird der heutigen Zeit bei weitem nicht mehr gerecht, hat doch das traditionelle Fernsehen gegen die neuen Medien, wie Streamingdiensten und sozialen Plattformen nichts entgegenzusetzen. Während auf diesem Album zumindest für Frontsänger Roy Stride, Bassist Greg Churchouse und Schlagzeuger Dr Peter Ellard der Erfolg in Form eines Nummer-1 Hits entrat, sollte dieser Erfolg von This Ain’t A Love Song einmalig bleiben. Nun sind sie mit ihrem fünften Album The Trouble with Boys zurück und haben dabei eine wunderbare Mischung aus typischen Indiesongs und überraschend ruhigen Balladen veröffentlicht. Mit ihrer aktuellen Single Grown Up hat das Trio eine großartige Up-tempo Nummer veröffentlicht, die mit einer Hookline brilliert, die man nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Scouting For Girls sind und bleiben eine verlässliche Nummer im Indiepop und zeigen auf ihrem neuesten Album, dass sie nichts von ihrer Energie und ihrem Enthusiasmus der Anfangsjahre verloren haben. Damit wirken sie, wie die Freunde von nebenan und lassen uns Erfolg ganz anders definieren.

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Metronomy - Lately

Metronomy – Große Synthies zum Tanzen

Mit The Look und The Bay hatten die Briten von Metronomy 2011 zwei große Indiesongs abgeliefert, die selbst heute auf keiner Playlist fehlen dürfen. Dabei klingt die Band, die seit 20 Jahren Musik macht, so sehr nach den 80er Jahren, dass man sich vorkommt, als würde man gerade eine Zeitreise machen. Und so sehen dann auch die Artworks der einzelnen Metronomy-Alben aus. Viel Flower, viel Power zeigen, dass Metronomy in keinem Genre zu Hause ist, sondern vielmehr die einzelnen Elemente aus Pop, Indie, Elektro und Funk einfängt und zu einem typischen Metronomy-Song verarbeiten. Auf Lately geht es gleich zu Beginn mit Gitarren, Schlagzeug und Synthies zur Sache und stößt die markante Stimme des Frontsängers Joseph Patrick Kennith Mount plötzlich dazu. Metronomy stehen für eine durchgetanzte Nacht im Indieclub und zeigen dabei unglaublich tanzbar Lately ist.