Iris Gold - A Lot To Give

Iris Gold – Wenn Funk nicht ausreicht

Ist soviel Energie händelbar?! Liesst man sich nur einen kleinen Teil des Lebenslaufes der Dänischen Sängerin Iris Gold durch, wird klar, dass hier eine normale Laufbahn gar nicht möglich sein konnte. Aber was ist schon normal?! Geboren in London, nach Kopenhagen gezogen, dort gewohnt ohne festen Wohnsitz und ein Kind indisch-jamaikanischer Wurzeln – das alles vereint die 27-Jährige in einer Person und macht darüber hinaus noch Musik, die nicht einfach als Pop bezeichnet werden kann. Denn allein ihr aktueller Song A Lot To Give strahlt so viel Power aus, dass wir uns musikalisch auf gar kein Genre einigen können. Mal ist es Soul, mal Funk, dann kommt R&B und natürlich eine gehörige Portion Pop dazu. Dabei erinnert Iris Gold im Gesangspart an Sängerinnen, wie Caro Emerald oder Aura Dione, auch wenn die Stile sich deutlich unterscheiden. Wenn sie jedoch im letzten Drittel anfängt zu Rappen, kommt sie dem US-Amerikanischen Shootingstar Lizzo erstaunlich nah. Iris Gold begeistert mit ihrer Power und dem frischen, verrückten Sound, den sie auf A Lot To Give zeigt und bringt zeitgleich am morgigen Freitag ihr Debütalbum Planet Cool raus. Stillstand ist für Iris Gold kein Thema, denn wenn Funk alleine nicht ausreicht, nimmt sich die Sängerin einfach die besten Stücke aus den anderen Genres und kreiert ihren ganz eigenen Sound.

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Christian Löffler - Like Water

Christian Löffler – Das elektronische Blätterrauschen

Christian Löffler ist seit seinem Debütalbum A Forest (2012) eine feste Nummer im deutschen Housebereich. Seine Kunst, elektronische Housebeats unter anderem mit fragilen Gesangparts zu versehen, zeichnet die präzise Arbeitsweise des in Rostock lebenden Produzenten aus und stellt eine Landkarte der Erinnerungen dar. Mit seinem nun veröffentlichten, dritten Album Graal (Prologue) und den tiefen Beats, lässt uns Löffler an einem Ort zurück, der von Wind, Wärme, Erinnerung und Kraft geprägt ist. Dabei ist vor allem die Single Like Water mit der Sängerin Mohna äußerst stark geworden und singt die Sängerin hier verspielt und verträumt die Textzeilen Let’s say the tide is right to change your mind and to go out there. Save that good advice. Then take your time and fade in there. Be a body, be like water, Be a wave, be like water, be aware. Mit einem gut gebuchten Veranstaltungsplan und den kommenden USA-Gigs, kann man hoffen, dass Deutschland nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt. Bis dahin schmelzen wir zu Like Water hin und genießen den Song.

Hazey Eyes feat. Panama – EDM = Emotional Dance Music

Auch mit gerade einmal 22 Jahren kann man schon auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Im Falle des US-amerikanischen Künstlers Thomas Michel – alias Hazey Eyes – zeigt sich, wie sich ein Fokus ändern kann. Hat er zu College-Zeiten in einer Metalband gespielt, änderte sich kurz darauf sein musikalisches Genre immer mehr zu EDM. Doch auch hier waren es nicht die großen Sounds von Avicii, Swedish House Mafia oder David Guetta, die Hazey Eyes inspirierten, sondern folgte er seinem inneren Verlangen und produziert seitdem Emotional Dance Music. Mit seiner nun veröffentlichten Single Emotion, die zu der gestern veröffentlichten EP Love Lost gehört, hat Hazey Eyes sich nach Some Reason abermals einen australischen Künstler für die Gesangsparts gesucht und in Panamas weicher Stimme gefunden. Panama ist hierbei einmal mehr so umtriebig, wo schon lange nicht mehr. Hatte er doch in der näheren Vergangenheit mit Petit Biscuit und Satin Jackets bereits zwei erfolgreiche Kollaborationen veröffentlicht. Emotion ist dabei eine warme, verträumte und treibende Housenummer, die der in Philadelphia lebende Produzent mit seiner Genrebeschreibung nicht besser treffen konnte. Emotion ist der Übergang von Winter in den Frühling und passt zu den letzten kalten Tagen genauso gut, wie zu den ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

CLiQ – Mit Wavey zum Club-Anthem

Kennengelernt auf einer privaten Feier eines Freundes, hat sich das britische Duo CLiQ – bestehend aus Max Reich und Robin M – so gut verstanden, dass es sich nur wenige Wochen später im Studio wiederfand und die ersten Beats bearbeitete. Daraus entstanden ist der Song Wavey, der mit tiefen Housebeats zur absoluten Clubhymne avanciert. Dabei viel ihnen jedes einzelne Element förmlich in den Schoß. So kamen sie auch zu Alika, die den Song instrumental vorgespielt bekam und ihren Gesang darauf legte. Damit veredelte sie Wavey nochmals und sorgte dafür, dass er dieser eindrucksvolle Club-Hit geworden ist, der nun weltweit auf allen Tanzflächen gespielt wird. Wavey ist dunkel, hat einen hypnotischen Beat und einen wunderbar, eingängigen Gesangspart. Ruft den Dienstag zum neuen Freitag aus und feiert mit Wavey den Feierabend durch!