Dermot Kennedy – Irische Power

Bereits im Frühjahr konntet Ihr hier auf SOML über den irischen Singer/Songwriter Dermot Kennedy und seiner Single Young & Free lesen. Seitdem hat der Dubliner keine Gelegenheit ausgelassen, durch die Hallen Europas zu touren und seine Songs und erdrückend emotionale Stimme zu präsentieren. Dabei überrascht Kennedy immer wieder aufs Neue mit intensiven und kräftigen Songs. Nun ist Kennedy mit Power Over Me zurück und zeigt uns einmal mehr, was für eine starke Wirkung seine Musik entfacht. Dabei besingt er das Gefühl, in jemanden so sehr verliebt zu sein, dass derjenige die Kontrolle über einen hat. Dieses Gefühl von enormer Liebe drückt Kennedy in einer Art aus, bei der er Singer/Songwriting, Folk und Rock mischt und dadurch eine musikalische Explosion erzeugt. In den nächsten Wochen und Monaten wird Kennedy auf Tour sein und im kommenden Frühling auch wieder in Deutschland spielen. Dass diese Konzerte schnell ausverkauft sein werden, verwundert nicht – also beeilt Euch, wenn Ihr dabei sein möchtet.

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Wild Youth – Pop, so klebrig süß

Sie haben alles, was Newcomer benötigen, um ganz groß rauszukommen. Gitarren, eine äußerst markante Stimme, sympathische Bandmitglieder und bereits ein paar respektable Hits auf Spotify und im irischen Radio. Damit hat die vierköpfige Band Wild Youth aus Dublin die besten Voraussetzungen um den ganz großen Durchbruch zu feiern. Mit ihrer aktuellen Single Can’t Move On zeigen sie, wie klebrig süße Popsongs klingen müssen. So haben Callum McAdam, Ed Porter, David Whelan und Conor O’Donohoe mit Can’t Move On eine kräftige Indiepopnummer veröffentlicht, die bereits seit dem frühen Sommer durch die Blogs und Radiostationen geistert. Dabei bekamen sie prominente Unterstützung – haben den Song doch die beiden Musiker Mark Sheehan und Danny O’Donoghue von The Script produziert. Bereits im Vorfeld der Singleveröffentlichung konnten sie als Support-Act für Künstler wie Zara Larsson, Niall Horan und eben auch The Script spielen. Dies bracht ihnen im Anschluss zwei ausverkaufte Gigs in Dublin und London ein. Nun stehen sie kurz davor, auch im restlichen Europa groß rauszukommen und begeistern mit der Single Can’t Move On bestimmt schon bald auch hierzulande die Massen.

Hozier – Mit voller Kraft voraus!

Für den irischen Sänger Hozier hatte sich vor fünf Jahren schlagartig alles verändert. Sein damaliger Durchbruch mit dem düsteren Song Take Me To Church hatte gleichermaßen begeistert wie ergriffen. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Ein halbes Jahrzehnt bereits und auch wenn Hozier nie wirklich weg war, war er doch eine Zeit lang zumindest nicht mehr im Rampenlicht. Dies hat sich nun geändert, denn der – südlich von Dublin geborene – Sänger hat letzte Woche mit Nina Cried Power nicht nur eine Single, sondern gleich eine ganze EP veröffentlicht. Dabei wurde die gleichnamige Leadsingle von keiner geringeren, als Marvis Staples unterstützt – und damit einer der größten Soullegenden der USA. Dabei klingt Nina Cried Power nach einem Post-Sturm Song. Abermals treibt Hozier seine Stimme zu neuer Höchstform und lässt damit seine ganz eigene Art von Protest-Song entstehen. Denn dieses Gefühl wollte der Sänger auf Nina Cried Power übertragen und hat dabei nichts geringeres, als all seine Energie gebündelt und eine Macht von einen Song veröffentlicht.

Krystal Klear – Irland auf dem Weg in den Disco-Olymp

Es ist dieser Beat, der uns zum Ausrasten bringt. Wie einst Pop Muzik von M oder Inspector Norse von Todd Terje, hat auch der irische Produzent und DJ Krystal Klear nun einen Song produziert, der seit geraumer Zeit durch die Clubs Europas geistert. Mit Neutron Dance entfacht der in Dublin lebende DJ Dec Lennon, wie er bürgerlich heißt, ein wahres Klangfeuerwerk und besitzt dabei eine Geschwindigkeit, die zum Durchdrehen animiert. Als Liebhaber von Boogie, Funk und House stellt sich Neutron Dance als genau dieser Hybrid heraus, der die verschiedenen Einflüsse aus den 70ern mitnimmt und so arrangiert, damit auch 40 Jahre später der Club noch kocht.

Dermot Kennedy – Beängstigend kräftig

Es braucht keine 60 Sekunden, bis uns der Songs Young & Free packt und einen betroffenen Schauder über den Rücken laufen lässt. So emotional, so kräftig und drückend singt der irische Singer/Songwriter Dermot Kennedy seinen gerade veröffentlichten Song. Dabei begeistert Kennedy durch eine rauchig, raue Stimmefärbung und einen emotionalen Songtexte. Mit Vorbildern wie David Gray und Glen Hansard wuchs Kennedy auf und traf letzteren sogar bei Hansards alljährlichen Heiligabend-Streetgigs in Dublin. Dabei spielt Kennedy zusammen mit Hansard ein paar Minuten und schaffte es ein paar Jahre später sogar für einen Song auf die Bühne eines Hansard-Konzertes. Dass dieser Eindruck prägend sein sollte, hört man nun auf seiner neuen Single Young & Free, die so emotional und ruhig ist und letzte Woche veröffentlicht wurde. Dermot Kennedy ist damit ein Künstler den wir verfolgen und 2018 wohl noch so einiges zu hören bekommen werden.

Sion Hill – Dublin, Hamburg, Berlin

Sion Hill – Elephant

Die Reise geht weiter – so könnte man Sion Hill’s (alias Nathan Johnstons) Aufstieg beschreiben. Denn stillstehen würde für den jungen Iren nie in Frage kommen. Spielte er noch vor 3 Jahren in seinem irischen Heimatort Mullingar, zog es ihn kurze Zeit später nach Dublin, wo er auf den Straßen Musik machte. Hier entdeckte ihn eine Plattenfirma und veröffentlichte seinen Song Nothing’s Wrong With Loving You. Wenig später zieht er, nach kurzem Aufenthalt in Hamburg, nach Berlin – in dem er seitdem lebt. Hier nimmt seine Karriere nochmals Fahrt auf und so kam vor zwei Wochen sein Debütalbum Elephants auf den Markt. Mit der gleichnamigen Single veröffentlicht und präsentiert Hill eine rockige Mischung aus Pop und Folk. Mit seiner tiefen und rauchigen Stimme lässt er eine Größe zu, die für einen 22-jährigen Newcomer erstaunt. Dazu passend ist das markante Gitarrenspiel im Refrain und die Frische im Sound. Hier brennt nichts an und Sion Hill stehen nicht still. Wir sind also auf den nächsten, großen Schritt gespannt.

State Lights – Große irische Vorbilder

State Lights – I Need Time

Ist es die Stimme Shobsy O’Briens oder das Gitarrenspiel? Oder gar der Stadionrock des Songs I Need Time, der uns an U2 erinnert? Was allerdings bei Bono und seiner Band für zunehmenden Überdruss bei Fans sorgt, lässt das Quartett gekonnt weg und macht Musik, die groß und euphorisch klingt – ohne dabei an Authentizität zu verlieren. State Lights kommen aus Dublin und haben sich 2015 gegründet. Über die letzten beiden Jahre haben sie mit The Disguise bereits eine EP und die Single Breakout veröffentlicht, doch mit I Need Time starten sie jetzt so richtig durch und reihen sich in die lange Liste der irischen Bands ein, die mit erstklassigem Sound Irland präsentieren. Mit markanter Gitarre und O’Briens hoher Stimme katapultiert sich I Need Time direkt in den Kopf um sich dort festzusetzen. Der sauberer Rock und die Portion Pathos, die I Need Time hat, werden State Lights ganz viele Türen öffnen. Well done lads!

James Vincent McMorrow – Leise aber ganz oben angekommen

James Vincent McMorrow – We Move

Über Jahre begleitet Soundtrack-Of-My-Life bereits den Dubliner Singer/Songwriter James Vincent McMorrow. Hatte er 2011 mit dem Song Higher Love für ein erstes Aufhorchen gesorgt, sollte es noch zwei weitere Jahre dauern, bis dieser Song auch in seinem Heimatland Irland chartet. Was folgte war, mit Post Tropical, ein weitaus erfolgreicheres, zweite Album und größere Hallen, als zu seinem Debütalbum Early In The Morning. Im Sommer 2016 veröffentlichte McMorrow schließlich sein drittes Album We Move, auf dem die Single Rising Water zu finden ist. Nun folgt eine weitere Single aus diesem Album und lässt Herzen höher schlagen. Mit One Thousand Time singt McMorrow über die Schwierigkeit der Aufs und Abs in einer Beziehung oder vielmehr einer On und Off Geschichte. Von diversen, widersprüchlichen Gefühlen geprägt, fragt er ins Mikro, was er machen soll. Dazu hat er ein Video veröffentlicht, dass sinnbildlich für die aktuelle Unsicherheit in der Gesellschaften steht. Getreu dem Motto The Show Must Go On wird hier das schwierige ignoriert, um so lange wie möglich ein gutes Gefühl zu haben. One Thousand Times ist still und intim und sagt dabei so viel aus. James Vincent McMorrow zeigt durch Vielschichtigkeit, dass er bei den ganz großen mitspielt.

The Coronas – Die Gitarren werden langsamer

The Coronas - We Couldn't Fake It

The Coronas – We Couldn’t Fake It

Drei Jahre ist es schon wieder her, dass The Coronas ihr viertes Album The Long Way veröffentlichten. Mit ihren Singles All The Other und Just Like That kamen sie sogar für ein paar Konzerte nach Deutschland und spielten unter anderem im Auster Club in Berlin. Nun haben sie mit We Couldn’t Fake It die erste Single aus ihrem fünften Album veröffentlicht, dass für 2017 angekündigt ist. Dabei haben sie die Gitarre, zu Gunsten eines größeren und elektronischeren Sounds, reduziert und klingen damit so natürlich und bodenständig, wie die irische Band nur sein kann. We Couldn’t Fake It wirkt, als würden man nachts durch einen verregneten Park laufen und Gedanken daran verschwenden, wie der Abend hätte laufen können. Ruhig, warm und gelassen singt Danny O’Reilly hier und nimmt einen mit auf den Weg. We Couldn’t Fake It ist eine wunderbare erste Single eines, mit Spannung erwartete, fünften Albums.

Picture This – Irland liefert die nächste Rockband

Picture This

Picture This

Ein Jahr! Im Oktober 2015 haben sich Ryan Hennessy und Jimmy Rainsford zum Duo Picture This zusammengefunden. Keine zehn Monate später veröffentlichten sie, im vergangenen August, bereits ihre erste EP Picture This. Diese beinhaltet den Song For You, der in bester irischer Rock/Pop-Manier mit viel Gitarre und einer markanten Stimme um die Ecke kommt. Dabei erinnert Hennessy’s Stimme stark an die des The Coronas Frontsängers Danny O’Reilly. Ihr unendlicher Tatendrang bescherte dem Duo so von Anfang an eine enorme Fanbase. Mit dieser Fanbase schafften sie, was keiner für möglich gehalten hatte , ihren aller ersten Live-Auftritt in der Dubliner The Academy, mit einer Kapazität für 850 Personen, auszuverkaufen. Dies hatten vor und nach ihnen noch keiner geschafft und so ging ihre Debüt EP dann auch direkt auf Platz eins der Album-Charts. Mit For You, der als letztes veröffentlichten Single von der EP, gehen sie es etwas ruhiger an. So steht klar die Stimme Hennessy’s im Vordergrund und wird von einem weiten aber ruhigen Gitarrensound getragen. For You ist keine Neuerfindung des melodischen Rock/Pop-Songs, doch hält man sich vor Augen, dass die beiden erst seit einem Jahr zusammen Musik machen, klingt diese dann schon unglaublich weit und reif.