Wilkinson feat. Hayla – Vom Drum’n’Bass zum EDM

Der britische Produzent Mark Wilkinson, den alle nur unter seinem Nachnamen kennen, war in den letzten Jahren einer der verlässlichsten Produzenten im Bereich des Drum’n’Bass. Mit Songs wie Afterglow, Sweet LiesBreathe oder Half Light begleitet uns 29-Jährige seit nunmehr fast zehn Jahren und ist mit seinen Songs seit acht Jahren auch ein verlässlicher Besucher der britischen Singlecharts. Mit seinen beiden Alben Lazers Not Included (2013) und Hypnotic (2017) schaffte er es auf Platz 2 und 1 der UK Dance Charts und sorgt als Resident DJ seit nunmehr fünf Jahren im Club Amnesia auf Ibiza für den perfekten Sound. Dabei stellt seine neue Single I Need aber auch eine Zäsur dar, denn hier verzichtet Wilkinson auf den charakteristischen Drum’n’Bass, der ihn Mitte der 2010er bekannt gemacht hat und geht in einen deutlich opulenteren EDM über, der Wilkinsons vielfältige Arbeit zeigt. Präsentiert hat Wilkinson den Song mit den Worten It’s not d&b this time but I like to try something different once in a while! Hope you enjoy! und die Resonanz der Fans folgte mit viel Zuspruch. Dass I Need erst jetzt so richtig zündet, ist ein typisches Phänomen von Ibiza-Hymnen. Diese wabern erst einige Monate in den besten Clubs der Welt rum, ehe sie es an die Oberfläche schaffen und hier und da zu einem satten Charthit mutieren. Mit I Need hat Wilkinson den Weg zu einem neuen Hit geebnet und die Nacht im Club einmal mehr gerettet. So kann der Samstagabend kommen.

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The Best Of 2019 Vol.: 01

01. Postiljonen – Chasing Stars

02. Big Wild – Maker

03. Girl In Red – We Fell In Love In October

04. Someone – Pull It Together

05. CamelPhat feat. Christopher feat. Jem Cooke – Breathe

06. Moonlight Breakfast – Look Up

07. Friendly Fires – Heaven Let Me In

08. Calvin Harris feat. Sam Smith – Promises

09. Adelphi Music Factory – Javelin (Calling Out Your Name)

10. Fil Bo Riva – Go Rilla

11. Chaka Khan – Hello Happiness

12. KIAN – Waiting

13. Circa Waves – Movies

14. Lana Del Rey – Hope Is A Dangerous Thing For A Woman Like Me To Have – But I Have It

15. Rhys Lewis – Better Than Today

16. William Fitzsimmons – Wait For Me

17. David Gray – A Tight Ship

18. MJ Cole & Freya Ridings – Waking Up

19. Smith & Thell feat. Swedish Jam Factory – Forgive Me Friend

20. Róisín Murphy – Plaything

21. Justice vs. Simian – We Are Your Friends

 

Jax Jones feat. Years & Years – Deep House und Pop auf vom Fließband

Dass Years & Years auf eine erfolgreiche Bandgeschichte zurückblicken können, liegt nicht nur an den unglaublich guten und mitreißenden Popsongs, sondern vor allem an Frontsänger Olly Alexander – aus dem die Ideen nur so rauszusprudeln scheinen. Gleichzeitig ist Olly Alexander eine schillernd, quierlige Persönlichkeit, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Dass sie dort stehen, wo sie jetzt sind, haben sie allerdings auch Produzenten wie The Magician zu verdanken, der die Band in einem frühen Stadium gefördert und bekannt gemacht hat. Dies geben Years & Years nun zurück und arbeiten auf der Single Play mit dem Londoner Produzenten Jax Jones zusammen. Steht Jones zwar nicht mehr vor dem Problem, erfolgreich werden zu müssen – immerhin hat er mit You Don’t Know Me und Breathe selbst zweimal die britischen Top-10 geknackt – beschränkt sich seine Bekanntheit mehr oder weniger ausschließlich auf die britischen Inseln. Dies könnte sich nun mit der poppigen Housenummer Play ändern, die mit eingängigen Beats und Olly Alexanders unverkennbarer Stimme zu einer ekstatischen Club-Hymne wird. So haben der Produzent und die Band einen Song produziert, der sich aufmacht, die Charts weltweit zu erklimmen.

CamelPhat & Christoph – Pumpende Beats

Das britische Duo CamelPhat hat in den vergangenen anderthalb Jahren mit den beiden Songs Cola und Panic Room für eine ganz neue Bewegung der Housemusik im Mainstream gesorgt. Landeten doch beide Songs europaweit in den Charts und wurden von den Radiostationen auf A-Rotation gespielt. Immer mit dabei – ein Featuring-Act. War es auf Cola der britische Sänger Elderbrook, sang auf Panic Room die damals gerade einmal 16-jährige Spanierin Au/Ra. Nun haben Dave Whelan und Mike Di Scala – die hinter dem Namen CamelPhat stehen – mit dem britischen Produzenten Christoph und der Londoner Sängerin Jem Cooke den Song Breathe aufgenommen und zeigen damit einmal mehr, dass ihr Ziel immer auf der Tanzfläche liegt – in Form von ekstatisch tanzenden Menschen. Dieses Gespür kommt unter anderem von ihrer Arbeit als Resident-DJs des Clubs auf Ibiza. Hier kann sich das Duo immer wieder ausprobieren und neue Songs kreieren. Jem Cooke ist dabei keine unbekannte und hatte bereits mit Christoph zusammen an der Single Feel gearbeitet, welcher 2017 zu einem satten Clubhit mutierte. Bisher beschränken sich die Veröffentlichungen CamelPhats auf einzelnen Songs und ist von keinem Album die Rede – doch mit zunehmenden Erfolg werden auch hier die Rufe nach einem Longplayer immer deutlicher.

AVEC – Mit warmer Stimme gegen die Stille

Im September hatte die Österreicherin AVEC – mit Heaven/Hell ihr zweites Studioalbum veröffentlicht. Nun kam sie am vergangenen Donnerstag zu einem Konzert in den Berliner Club Gretchen und präsentierte uns das Album in einer warmen und knisternd stillen Atmosphäre.

Als Support traten, die ebenfalls aus Österreich kommenden, We Love Silence auf. Mit ihrer Mischung aus selig, ruhigen Arrangements, Cello, sanften Synthies und Lukas Staudingers weicher Stimme, wurde das, über die letzten Jahre zum Trio angewachsene, Gespann zum perfekten Support-Act für die 23-jährige Sängerin. Hierbei schafften es We Love Silence eine Mischung aus Pop, klassischen Elementen und modernen elektronischen Einflüssen zu verarbeiten.

Schließlich kam AVEC mit ihren drei Jungs auf die Bühne und spielte mit ihrer Akustikgitarre sofort los. Gleich in den ersten Songs gab uns die Sängerin mit Love eine ihrer aktuellen Singles zum Besten und begeisterte mit Natürlichkeit und einer charmanten Art. Anfangs noch mit Jacke bekleidet, präsentierte sie sich im Laufe der Show mit einem schwarzen Oberteil, das ihre Tattoos an den Armen wie Marienkäferflecke hervorstechen ließ. Mit so wunderbaren Songs wie Over Now BreatheYours und Alone stimmte AVEC den Abend fast gänzlich in eine heimelige Atmosphäre. Immer wieder auch zum Publikum sprechend, bedankte sich AVEC für die Aufmerksamkeit, die hier so hoch war, dass selbst in den hintersten Reihen nicht gesprochen wurde. Die daraus entstandene Stille, ließ selbst die Sängerin staunen und so scherzte sie, dass man dann ja auch jeden Fehler hören würde. Natürlich gab es aber keine Fehler, die es zu hören möglich gewesen wäre. Bei Under Water und Close kam es dann zu einem schönen Sternenhimmel, der durch die überdimensionale Discokugel des Gretchens, die Decke zum Leuchten brachte. Schließlich kamen auch noch Ida Leidl mit ihrem Cello und Lukas Staudinger von We Love Silence auf die Bühne, um AVEC zu begleiten. Dabei begeisterte AVEC mit einer Stimme, die so warm, wie das Knistern eines Kaminfeuers war.

AVEC zeigte an diesem Donnerstagabend sehr viel von sich. Sinnlich, bestimmt, fragil, verletzlich und stark waren die vorherrschenden Emotionen, die hier auf der Bühne zum Vorschein kamen. Und immer mit dabei – ein Soundteppich, der vom Träumen und Sehnsucht geprägt war. Mit einer mal verführerisch tiefen, mal drängend klaren Stimme ließ uns AVEC an ihren Emotionen teilhaben und hatte damit den Abend im Gretchen in einen Moment der Geborgenheit verwandelt.

Eine so sympathische, bodenständige, wie starke Künstlerin live auf der Bühne zu sehen gehört auf jede Liste eines Konzertgängers und kann im Falle der österreichischen Sängerin nur wärmstens empfohlen werden.

The Best Of 2016 Vol.: 05

The Best Of 2016 Vol. 05

The Best Of 2016 Vol. 05

01. Blinkie feat. Alahna – Don’t Give Up (On Love)

02. On An On – Drifting (RAC Remix)

03. Lilly Wood And The Prick – Box Of Noise

04. Travis Mills – Don’t Need Much

05. Petite Meller – Baby Love

06. HONNE & Izzy Bizu – Someone That Loves You

07. Maria Mena – Leaving You

08. Kaleo – Way Down We Go

09. Roosevelt – Colours

10. Little Hours – Tired

11. The Temper Trap – Fall Together

12. Band Of Horses – Casual Party

13. AlunaGeorge – I Remember

14. Kungs vs. Cookin‘ On 3 Burners – This Girl

15. Callum Scott – Dancing On My Own

16. Róisín Murphy – Mastermind

17. SeeB feat. Neev – Breathe

18. Drangsal – Love Me Or Leave Me Alone

19. Lea Porcelain – Out Is In

20. Kytes – I Got Something

Seeb feat. Neev – Bleibt der Erfolg?

Seeb feat. Neev - Breathe

Seeb feat. Neev – Breathe

Sie sind förmlich über Nacht zum Erfolg gekommen. Ihr Remix des Mike Posner Songs ‚I Took A Pill In Ibiza‘ ging in den letzten Monaten, wie kein anderer Song durch die Decke. So kletterte er in den letzten Wochen bis in die Top-5 von 16 Ländern.
Die beiden Norweger Simen Eriksrud und Espen Berg – alias Seeb haben es so binnen kürzester Zeit geschafft, worauf andere Produzenten Jahre hinarbeiten. Doch nicht nur ‚I Took A Pill In Ibiza‘ sondern auch ihr zweiter Remix des Shawn Mendes Songs ‚Stitches‘ erreichte ähnliche Chartsplatzierungen.
Nun veröffentlichen sie mit ‚Breathe‘ ihre erste eigene Single und zeigen, dass auch sie komplette Songs produzieren können und nicht nur als Remixer auftreten wollen. Mit einem großen Synthiesound und dem schwelgerischen Gesang, des ebenfalls aus Norwegen kommenden Sängers Neev, haben Seeb hier einen lupenreinen EDM-Song erschaffen, der für die Tanzfläche geschaffen ist. So gibt es große Momente die fast schon ekstatisch sind. Immer auch dabei; der ruhige Moment vor der ganz großen Melodie. So ist ein Clubbesuch mit diesem Song unabkömmlich.

The Best Of 2015 Vol.: 09

 

The Best Of 2015 Vol. 09

The Best Of 2015 Vol. 09

 
 
01. Låpsley – Hurt Me

02. Adele – Hello

03. Bloc Party – The Love Within

04. Half Moon Run – I Can’t Figure Out What’s Going On

05. Caravan Palace – Lone Digger

06. City And Colour – Lover Come Back

07. Scouting For Girls – Lifes Too Short

08. Doprah – Zi

09. Fakear – Animal

10. Shannon Saunders – Sheets

11. Matt Simons – Catch & Release (Deepend Remix)

12. Coldplay – Adventure Of A Lifetime

13. BØRNS – Electric Love

14. Gorgon City feat. Romans – Saving My Life

15. Synapson feat. Victor Démé – Djon Maya Maï

16. HAEVN – Where The Heart Is

17. Kovacs – 50 Shades Of Black

18. MØ – Kamikaze

19. Ryan Adams – Bad Blood

20. Fickle Friends – Say No More

21. Tazer X Tink – Wet Dollars

22. KStewart – Ain’t Nobody

23. The 1975 – Love Me

24. Wilkinson feat. Shannon Saunders – Breathe

Shannon Saunders – Ganz in Weiß

…mit einem Blumenstrauß – möchte man fast sagen. Hat doch die Britin Shannon Saunders einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Von einer unbekannten Akustik-Sängerin zu einem EDM-Act, der kurz vor seinem Durchbruch steht. Fielen ihre Songs früher nicht sonderbar auf – entschied sich Saunders vor knapp einem Jahr für einen Imagewechsel. Nun spielt sie mit weiß gefärbten Haaren und stehts weißer Kleidung auf den Bühnen weltweit und macht dabei eine Mischung aus fröhlichem Dance-Pop und markanten Housebeats. So hat sie mit dem – im August veröffentlichten – Song Sheets bereits die neue Ausrichtung ihrer Musik verdeutlicht. Ist Sheets eine so wunderbar leichte Dancenummer, die sich regelrecht in die Gehörgänge fräst, arbeitet sie ganz nebenbei noch an einer Kollaboration mit dem britischen Producer Wilkinson und veröffentlicht nun mit Breathe einen großen Drum’n’Bass-Song. Hier wendet Wilkinson sein gewohnt schnellen Wechsel zwischen heißen Beats und markanten Melodien an und bereitet so das Klangbett für Saunders markante Stimme. Schließlich unterschrieb Saunders Ende 2014 einen Plattenvertrag und arbeitet derzeit mit Hochdruck an ihrem ersten Album.
So gibt es heute gleich zwei Songs als Vorschlag. Einmal den 12 Monate alten Song Sheets und den aktuellen Song Breathe, den Saunders zusammen mit Wilkinson aufgenommen hat.