Los Unidades feat. Pharrell Williams – Wenn Coldplay ruft

Viel Wind wurde in den letzten Tagen um den Instragram-Post des Plattenlabels Parlophone gemacht. Kündigten Sie doch mit dem Signing von Los Unidades an, eine neue und vielversprechende Band unter Vertrag genommen zu haben und würden in Kürze großes Berichten können. Das dazugehörige Foto, zeigte schemenhaft vier Bandmitglieder in einem farbenfrohen Mittelpunkt. Gleichzeitig werden Los Unidades als Teil des Compilation-Albums Global Citizen EP neben Künstlern, wie David Guetta und Stormzy vertreten sein. Und spätestens hier wird klar, wer sich hinter Los Unidades verbirgt – keine geringere Band als Coldplay um Frontsänger Chris Martin. Dieser unterstützt seit einigen Jahren die Global Citizen Organisation, die das Ziel hat, die weltweite Armut zu bekämpfen. Dabei gibt es neben der Organisation auch seit 2012 das Global Citizen Festival, welches Chris Martin als Kurator unterstützt. Auf der nun veröffentlichten Single E-Lo hören wir klar die Einflüsse Coldplays – allerdings auch einen größeren Einfluss von Weltmusik. Neben der Produzentin Jozzy, die bereits mit Timbaland, Beyoncé, Chris Brown und Pitbull zusammenarbeitete ist auch Pharrell Williams an dem Song beteiligt. Mit dieser geballten Kraft von Kreativität und Bekanntheit, erreichen Los Unidades mit E-Lo sicherlich eine große Hörerschaft und werden viel Aufmerksamkeit für die Global Citizen Organisation erhalten. E-Lo ist dabei eine wunderbar leichtfüßige Popnummer, die ein wenig exotische Klänge vermittelt, doch sich dennoch im Pop wiederfindet.

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Silk City – Projekt voller Masterminds

Grandios! So erfolgreich! Einfach nur Silk City! Silk wer?! Das fragen sich wohl die meisten. Dabei stecken als Masterminds hinter dem, bisher unbekannten, Projekt keine geringeren als der Brite Mark Ronson und der US-Amerikaner Diplo. Steht Ronson für den Sound der späten 2000er, hat er neben seinen Alben Here Comes The FuzzVersionRecord Collection und Uptown Special auch die Hitalben Macy Gray, Adele, Christina Aguilera, Amy Winehouse und Bruno Mars produziert. Der Amerikaner Diplo hingegen, zeichnet sich durch die Produktionen der Alben für Usher, M.I.A., Beyoncé, Madonna und The Weeknd aus. Nun haben sich diese beiden Genies für das Projekt Silk City zu einem Duo zusammengeschlossen und damit ganz neue Erfahrungen gesammelt. So war es unter anderem schwer für Ronson, auf einmal nicht mehr nur die Dinge durchzuziehen, die ihm gefallen, sondern musste sich mit einem Bandkollegen absprechen. Herausgekommen sind viele Songs mit unterschiedlichsten Featuring-Acts. So warten bereits alle sehnlichst auf die Single Electricity, die von Romy Medley Croft von The XX geschrieben wurde und als Sängerin Dua Lipa mit im Boot hat. Mit ihrer aktuellen Single Feel About You zeigen die beiden Produzenten aber bereits jetzt, dass die Aufarbeitung der 90er Jahre Eurodanke-Welle noch kein Ende gefunden hat. Mit dumpfen Housebeats erinnert Feel About You an Robin S‘ Show Me Love und bringt uns dabei so schnell auf die Tanzfläche, dass selbst die Bushaltestelle nicht sicher vor uns wäre. Ronson und Diplo haben hier ein explosives Projekt zum Leben erweckt, dass uns sicherlich die nächsten Monate noch begleiten wird.

Hyphen Hyphen – Auch ohne Disco gewaltig zurück

Mit Just Need Your Love war das Quartett Hyphen Hyphen, aus Nizza, 2015 ganz groß dabei. Mit einem epischen Discosound und ganz viel Pop trumpften sie nicht nur auf der Single, sondern auch auf ihrem Debütalbum Times auf. Nun kommen die Franzosen mit der ersten Single aus ihrem, für das Frühjahr 2018 angekündigte, neue Album zurück und zeigen, dass sie sich weiterentwickelt haben. So klingen sie auf Like Boys deutlich rockiger und haben den Discosound eingemottet. Dabei ist die Stimme der Frontsängerin Samanta Cotta so stark und weit, dass man sich nicht ohne Grund an Sängerinnen wie Christina Aguilera und Beyonce erinnert fühlt. Hatte sie doch den Amerikaner Guy Roche als Gesangslehrer, der eben auch Beyonce und Aguilera trainierte. Laut Warner Music als Reaktion auf die #MeToo Kampagne gedacht, haben Hyphen Hyphen den Song nicht nur selbst geschrieben, sondern ihn auch komponiert und produziert. Like Boys ist eine starke Antwort auf Menschen, die ein Nein nicht verstehen wollen und darüber hinaus eine großartige Popnummer.

The Best Of 2017 Vol.: 07

01. Giant Rooks – Bright Lies

02. Casper feat. Drangsal – Keine Angst

03. George Ezra – Don’t Matter Now

04. Beyoncé – Irreparable (Ralphi & Craig Radio Remix)

05. Arcade Fire – Everything Now

06. La Roux – Sexotheque

07. Childish Gambino – Redbone

08. Halsey feat. Lauren Jauregui – Strangers

09. Angus & Julia Stone – Snow

10. HONNE – Just Dance

11. Katy Perry – Chained To The Rhythm

12. Harry Styles – Sign Of The Times

13. Jain – Dynabeat

14. Everything Everything – Can’t Do

15. San Jua – Laid To Waste

16. Hollow Coves – Coastline

17. Lena – If I Wasn’t Your Daughter

18. Jata – Monster

19. RY X – Beacon

Wulf – Zwischen Pop und Folk

Aus den Niederlanden kommend, gibt der momentan in Amsterdam lebende Sänger Wulf als Einfluss ein großes Potpourri an Musikern an. So zählt er nicht nur Michael Jackson und Adele zu seinen Einflüssen, sondern auch Künstler wie Matt Corby, Phillip Glass, Beyoncé und Mozart. Dass sich diese Musikvielfalt allerdings nicht etwa negativ auf die Musik niederschlägt, können wir auf seiner aktuellen Single Mind Made Up hören. Denn hier klingt der 29-jährige Sänger alles andere als variabel. Beginnt Mind Made Up mit einer zurückhaltenden Gitarre und klingt Wulfs Stimme liebevoll und warm, entwickelt sich der Song im Laufe der zweieinhalb Minuten so einer wunderbaren Popballade, die mit folkigen Elementen, wie einem Chor und akustischen Instrumenten aufwartet. Dass Wulf dann doch nicht ganz so gradlinig ist, zeigt das Musikvideo. In dem er mal passend in einem Raum auf einem Stuhl sitzt und gefühlvoll singt, nur um im nächsten Moment auf einem Dach mit Lederjacke, rotem Stirntuch und weißen Turnschuhe den Refrain zu performen. Dies sollte allerdings die einzige Unstimmigkeit an diesem so schönen Popsong sein, der sich mit der wunderschön, warmen Stimme des Niederländers Wulf langsam zu einem veritablen Hits zu mausern scheint. Momentan arbeitet Wulf an seinem Debütalbum – somit dürfen wir auf einen interessanten Mix der Stile und Gegensätze gespannt sein.

The Best Of 2015 Vol.: 08

Und schon kommt die nächste Playlist.

The Best Of 2015 Vol. 08

The Best Of 2015 Vol. 08

01. Ben Khan – Youth

02. Postiljonen – Go!

03. Cosby – Yeah

04. Gavin James – 22

05. Birds Of Tokyo – I’d Go With You Anywhere

06. Vanessa Carlton – Blue Pool

07. Philipp Dittberner – Das Ist Dein Leben

08. Rüfüs – Lika An Animal

09. Bleachers – Like A River Runs

10. Le Very – Numbers

11. Young Empires – So Cruel

12. Darkness Falls – Night Games

13. Hot Chip – Started Right

14. David Lemaitre – Megalomania

15. Panteros666 feat. Woodkid – Clear

16. Janet Jackson feat. Missy Elliott – BURNITUP!

17. Naughty Boy feat. Bexoncé & Arrow Benjamin – Runnin‘ (Lose It All)

18. Frittenbude – Die Möglichkeit Eines Lamas

19. Wanda – Bussi Baby

20. Hurts – Lights

21. Robin Schulz feat. Francesco Yates – Sugar

22. Stereophonics – I Wanna Get Lost With You

23. Alanis Morissette – Superstar Wonderful Weirdos

Naughty Boy feat. Beyoncé und Arrow Benjamin – das Klassentreffen der Großen Stimmen

Naughty Boy ist momentan einer der angesagtesten Produzenten weltweit, seine Zusammenarbeit mit Sam Smith, Emeli Sandé und Zayn Malik garantieren Hits. Nun hat er sich für seine neue Single keinen geringeren als Beyoncé mit ins Boot geholt. Neben ihr tritt auch der Soulsänger Arrow Benjamin in Erscheinung. Von ihm ist allerdings noch nicht all zu viel in Erfahrung zu bringen, außer, dass er seit knapp anderthalb Jahren auf Facebook als Künstler aktiv ist und in der Soulmusik zu Hause ist.
Zu hören ist er auf dem wirklich großartigen ‚Runnin‘ (Lose It All)‘ ab der zweiten Songhälfte, erstere wird von Beyoncé gesungen. Eine wunderbare Ballade, die den UK Garage huldigt und modern interpretiert.