The Best Of 2021 Vol.: 02

The Best Of 2021 Vol.: 02

Ab sofort könnt Ihr die Playlisten auch bei Spotify finden und so alle Songs in einer Playlist anhören. Folgt mir daher auf Spotify und verpasst keine Playlist mehr:

01. Klee – Danke Nein (zum Artikel)

 

02. Big Scary – Stay (zum Artikel)

 

03. The Knocks feat. Foster The People – All About You (zum Artikel)

 

04. Charlotte Cardin – Meaningless (zum Artikel)

 

05. Purple Disco Machine feat. Moss Kena & The Knocks – Fireworks (zum Artikel)

 

06. Blanks – What You Do To Me (zum Artikel)

 

07. José González – El Invento (zum Artikel)

 

08. Alex Somers – Sooner (zum Artikel)

 

09. Birdy – Loneliness (zum Artikel)

 

10. Provinz – Hymne Gegen Euch (zum Artikel)

 

11. Dayglow – Close To You (zum Artikel)

 

12. Balthazar – On A Roll (zum Artikel)

 

13. No King. No Crown. – Shelter (zum Artikel)

 

14. Fickle Friends – IRL (zum Artikel)

 

15. Tash Sultana – Sweet Dandy (zum Artikel)

 

16. Passenger – Sword From The Stone (zum Artikel)

 

17. SUPER-Hi & Neeka – Following The Sun (zum Artikel)

 

18. FKA Twigs & Headie One feat. Fred Again.. – Don’t Judge Me (zum Artikel)

 

19. AVEC – I Don’t Pray (zum Artikel)

 

20. AronChupa & Little Sis Nora – Trombone (zum Artikel)

 

21. Ben Böhmer & Panama – Weightless (zum Artikel)

 

22. Satin Jackets & Tailor – Relapse (zum Artikel)

 

23. Franky Wah feat. AETHO – Should Have Seen It Coming (zum Artikel)

 

24. Gorgon City feat. DRAMA – You’ve Done Enough (zum Artikel)

 

25. SYML – Stay Close (zum Artikel)

 

26. Jon Batiste – I Need You (zum Artikel)

 

27. The Fratellis – Action Replay (zum Artikel)

 

28. Kings Of Leon – 100,000 People

 

29. Tones And I – Flay Away (zum Artikel)

 

José González - El Invento

José González – Musik, losgelöst von der Sprache

Mit AVEC hatten wir gestern bereits eine Sängerin, die mit ihren Songs so sehr berührt, dass man sich jedes Mal aufs Neue in ihre Musik verliebt. Dem Schweden José González kann man diese Fähigkeit getrost auch zuschreiben. Seitdem der Musiker mit argentinischen Wurzeln im Herbst 2003 seine Version des The Knife Songs Heartbeats als Teil seines Debütalbums veröffentlicht hat, ist er aus dem melancholischen Folk nicht mehr wegzudenken. Dabei hat der, in Göteborg lebende, Musiker in den vergangenen 18 Jahren – seit Veröffentlichung seines Debütalbums Veneer – mit In Our Nature (2007) und Vestiges & Claws (2015) erst zwei weitere Alben veröffentlicht. Auf seinem nun veröffentlichten Song El Invento singt der 42-Jährige erstmals auf Spanisch, was er seiner vierjährigen Tochter zu verdanken hat. Angefangen, an dem Song zu arbeiten, hat der Musiker bereits 2017, war jedoch nie ganz glücklich mit dem Ergebnis. Songs auf Spanisch zu schreiben und zu veröffentlichen – ist schon seit langer Zeit ein Wunsch des Schweden, doch funktionierte es nie so, dass es mit seinem Gefühl übereinstimmte. Nun hat ihm seine Tochter dabei geholfen, was wir auch wunderbar im dazugehörigen Musikvideo sehen können.

José González Credit Hannele Fernstrom
José González Credit Hannele Fernstrom

Hier können wir nicht nur die spanischen Lyrics nachlesen, sondern auch eine englische Übersetzung finden. Dabei wird klar, wie sehr die Geburt seiner Tochter den Musiker verändert hat. Den Blick auf das eigene Leben, die Bedeutung des einzelnen Charakters und den wirklich wichtigen Dingen im Leben. So singt er Zeilen, wie eine einzelne neugierige Seele, so komplex in ihrer Ruhe und in ihrem Sturm und zeigt sich dankbar über die Eindrücke, die ihm diese junge Seele jeden Tag gibt. Auch hier gibt es wieder ein Zusammenspiel aus der Gitarre und González mehrstimmigen Gesang, mit dem er so berühmt geworden ist. Dabei führt dieser mehrstimmige Gesang dazu, dass sich der Ausdruck und die Emotionen besser transportieren lassen. So klingt González nie gebrochen, nie traurig, sondern vielmehr nach einer Ruhe, die wir so nur von dem Schweden kennen. El Invento ist dabei die erste Singleauskopplung auf dem Berliner Label City Slang, bei dem González frisch einen Vertrag unterschrieben hat. Ist er hier bereits mit seiner Band Junip unter Vertrag, finden sich auch Bands und Künstler*innen, wie Roosevelt, Noga Erez, Arcade Fire oder Caribou im Portfolio. Aktuell gibt es noch keine Information, über ein neues Album von González, doch könnte El Invento das erste Anzeichen dafür sein.

AVEC - I Don't Pray

AVEC – Ein Song mit besonderer Stärke

Immer wieder bin ich fasziniert von der österreichischen Musikerin AVEC, die mit ihren Songs so unglaublich viele Emotionen vereint und dabei zwischen Sehnsucht, Melancholie und Stärke wandelt. Auf ihrem neuen Song I Don’t Pray spielt aber vor allem die Geschichte hinter dem Track eine wichtige Rolle. Denn hier geht es um den Verlust eines wichtigen Menschen. Für AVEC wohl der wichtigste Mensch überhaupt, im Bezug auf ihre musikalische Karriere. Es war ihr Onkel, der sie Mitte der 2010er dazu motivierte, stark zu sein und am Traum des Musik machens festzuhalten – als erste Person überhaupt in ihrem Umfeld, wie die Sängerin in einem Behind The Scenes Video sagt. Doch 2020 sollte sich diese Beziehung dann nochmals deutlich verstärken, hatte sie doch erfahren, dass er unheilbar erkrankt sei. So fing AVEC an, den Song I Don’t Pray zu schreiben, der sich um das Fortgehen ihre Onkels dreht. Packend dabei ist der Prozess des Songs, der sich sowohl mit Fragen vor dem Ableben, als auch mit den Gefühlen nach dem Tod beschäftigt. So singt AVEC im ersten Teil des Songs darüber, dass sie nicht weiss, wie sie damit umgehen soll, dass er nicht mehr da sein wird, nur, um etwas später mit der Tatsache des Ablebens zu arbeiten und sich zu sagen, dass es nun ok ist, dass er nicht mehr bei ihr sei.

AVEC Photo by Martin Morscher
AVEC Photo by Martin Morscher

Ebenso gilt dieser Twist dem Refrain, in dem sie singt No I don’t pray. But tonight I do, this time I do. Im Verlaufe des Songs wandelt sich die leise Ballade in eine kraftvolle Hymne der Heilung. Hier hören wir die Gefühle im Wandel, so klar und roh, wie man sie nur über den Verlust eines wichtigen Menschen finden kann. Mit einer warmen und emotionalen Stimme singt AVEC die Gefühle heraus und wird durch einen anschwellenden Sound unterstützt, der die Gewichtung wunderbar aufbaut. I Don’t Pray ist ein Gewitter an Gefühlen und Gedanken, welches die Sängerin im persönlichsten Song ihrer bisherigen Karriere mit uns teilt. Erst nicht zur Veröffentlichung gedacht, hat AVEC mit dem Abstand eines Jahres nun eine neue Sicht auf diese ganz persönliche Erfahrung erlangt und möchte ihren Onkel mit I Don’t Pray für die ganzen Erinnerungen, den Zuspruch und den festen Glauben an die Sängerin ehren und ihm danken. Mit I Don’t Pray hat AVEC einen Song geschrieben, der einmal mehr warm, emotional, stark und gleichzeitig so besonders durch die Erfahrung ist, dass man selbst fünf Minuten nach dem Song noch immer Gänsehaut hat und das Gefühl in ihrer Stimme nachhallt.

The Best Of 2019 Vol.: 14

The Best Of 2019 Vol.: 14

01. Roberto Surace – Joys (zum Artikel)

 

02. Fritz Kalkbrenner – Kings & Queens (zum Artikel)

 

03. Satin Jackets feat. Panama – Electric Blue (zum Artikel)

 

04. Scouting For Girls – Grown Up (zum Artikel)

 

05. Hollow Coves – Anew (zum Artikel)

 

06. Georgia – Never Let You Go (zum Artikel)

 

07. Sea Girls – Violet (zum Artikel)

 

08. POLIÇA – Driving (zum Artikel)

 

09. Fickle Friends – Amateurs (zum Artikel)

 

10. Gengahr – Everything & More (zum Artikel)

 

11. Oliver Koletzki feat. Monolink – We Are All Lost (zum Artikel)

 

12. Jonah – Husk My Love (zum Artikel)

 

13. Bag Raiders feat. Panama – How Long (zum Artikel)

 

14. Caribou – Home (zum Artikel)

 

15. Christian Reindl & Tessa Rose Jackson – Happy Together (zum Artikel)

 

16. The Big Moon – Your Light (zum Artikel)

 

17. SYML – Symmetry (zum Artikel)

 

18. AVEC – Home (zum Artikel)

 

19. Jarryd James – Let It Go (zum Artikel)

 

20. OK KID – E05 Im Westen (zum Artikel)

 

21. Lea Porcelain – Clock Of Time (zum Artikel)
AVEC - Home

AVEC – Wenn ein Mensch dich komplettiert

Vor etwas mehr als einem Jahr konnten wir uns selbst von der großartigen österreichischen Sängerin AVEC überzeugen und im Gretchen in Berlin ihren Songs lauschen. Denn dabei passte das Wort lauschen wie selten ein anderes zu ihrem Konzert aus viel Gefühl, Herzlichkeit und Authentizität. Dabei spielte sie nicht einfach nur Songs ihrer beiden Alben Heaven/Hell (2018) und What If We Never Forget (2016), sondern hauchte ihnen regelrechtes Leben ein – wie mit dem Song Love. Nun hat die Österreicherin mit Home erneut einen Song veröffentlicht, der sich so sehr aus den Gefühlen der Sängerin speist und uns gleichzeitig so vertraut vorkommt. So singt sie darüber, wie es ist nach Hause zu kommen. Allerdings meint AVEC damit nicht etwa die vier Wände und das Dach über dem Kopf, sondern viel mehr den Partner, den liebsten und engsten Menschen neben sich. Dieses Gefühl – wohl eines der Stärksten, das wir fühlen – von Vertraut- und Geborgenheit, vom Auffangen und Aufbauen. All diese Gedanken und Gefühle halten allerdings nur so lange, wie wir sie auch ertragen können. Denn dann kommt der Twist. AVEC hat dafür ein wunderbares Musikvideo gewählt, welches dieses Gefühl und die Umkehr dessen, was es bedeutet, sich bei jemanden zu Hause zu fühlen, sehr emotional transportiert.

AVEC – Konzertkritik

Im September hatte die Österreicherin AVEC – mit Heaven/Hell ihr zweites Studioalbum veröffentlicht. Nun kam sie am vergangenen Donnerstag zu einem Konzert in den Berliner Club Gretchen und präsentierte uns das Album in einer warmen und knisternd stillen Atmosphäre.

Als Support traten, die ebenfalls aus Österreich kommenden, We Love Silence auf. Mit ihrer Mischung aus selig, ruhigen Arrangements, Cello, sanften Synthies und Lukas Staudingers weicher Stimme, wurde das, über die letzten Jahre zum Trio angewachsene, Gespann zum perfekten Support-Act für die 23-jährige Sängerin. Hierbei schafften es We Love Silence eine Mischung aus Pop, klassischen Elementen und modernen elektronischen Einflüssen zu verarbeiten.

Schließlich kam AVEC mit ihren drei Jungs auf die Bühne und spielte mit ihrer Akustikgitarre sofort los. Gleich in den ersten Songs gab uns die Sängerin mit Love eine ihrer aktuellen Singles zum Besten und begeisterte mit Natürlichkeit und einer charmanten Art. Anfangs noch mit Jacke bekleidet, präsentierte sie sich im Laufe der Show mit einem schwarzen Oberteil, das ihre Tattoos an den Armen wie Marienkäferflecke hervorstechen ließ. Mit so wunderbaren Songs wie Over Now BreatheYours und Alone stimmte AVEC den Abend fast gänzlich in eine heimelige Atmosphäre. Immer wieder auch zum Publikum sprechend, bedankte sich AVEC für die Aufmerksamkeit, die hier so hoch war, dass selbst in den hintersten Reihen nicht gesprochen wurde. Die daraus entstandene Stille, ließ selbst die Sängerin staunen und so scherzte sie, dass man dann ja auch jeden Fehler hören würde. Natürlich gab es aber keine Fehler, die es zu hören möglich gewesen wäre. Bei Under Water und Close kam es dann zu einem schönen Sternenhimmel, der durch die überdimensionale Discokugel des Gretchens, die Decke zum Leuchten brachte. Schließlich kamen auch noch Ida Leidl mit ihrem Cello und Lukas Staudinger von We Love Silence auf die Bühne, um AVEC zu begleiten. Dabei begeisterte AVEC mit einer Stimme, die so warm, wie das Knistern eines Kaminfeuers war.

AVEC zeigte an diesem Donnerstagabend sehr viel von sich. Sinnlich, bestimmt, fragil, verletzlich und stark waren die vorherrschenden Emotionen, die hier auf der Bühne zum Vorschein kamen. Und immer mit dabei – ein Soundteppich, der vom Träumen und Sehnsucht geprägt war. Mit einer mal verführerisch tiefen, mal drängend klaren Stimme ließ uns AVEC an ihren Emotionen teilhaben und hatte damit den Abend im Gretchen in einen Moment der Geborgenheit verwandelt.

Eine so sympathische, bodenständige, wie starke Künstlerin live auf der Bühne zu sehen gehört auf jede Liste eines Konzertgängers und kann im Falle der österreichischen Sängerin nur wärmstens empfohlen werden.

AVEC – Österreich mit Tiefgang

2015 gilt als Schlüsseljahr für die 23 jährige Sängerin AVEC, die mit dem Song Granny so viel Emotionen ausdrückte, dass sie bei Spotify millionenfach gestreamt wurde. Ihr Debütalbum What If We Never Forget schaffte durch den Erfolg der Single dann sogar den Einstieg in die österreichischen Albumcharts. Nun ist sie mit ihrem neuen Album Heaven/Hell zurück – welches am 14. September veröffentlicht wird – und gibt uns bereits jetzt einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Mit Songs, wie Still der treibend und rastlos wirkt, dabei aber auch durch die Gitarre und viel Hall, Ruhe ausstrahlt, oder der Klavierballade Alone, hört sich AVEC deutlich reifer an, als noch vor zwei Jahren. Ganz viel Gefühl findet sich auch in der Singleauskopplung Love wieder. Hier singt sie über den Moment, zu schüchtern zu sein um Liebe zu benennen und vor allem, um den ersten Schritt zu wagen. Dabei klingt AVEC rein, authentisch und spielt sich mit einem prägnanten Klavier- und Gitarrenmix direkt in unser Herz.

The Best Of 2018 Vol.: 06

01. Calum Scott – What I Miss Most

02. Hayden James feat. Boy Matthews – Just Friends

03. Roosevelt – Under The Sun

04. Satellite Stories – Carried Away

05. Xavier Rudd – Honeymoon Bay

06. Flight Facilities feat. Dustin Tebbutt – All Your Love

07. Dustin Tebbutt – Love Is Blind

08. Rudimental feat. Shungudzo, Protoje & Hak Baker – Toast To Our Differences

09. Tash Sultana – Harvest Love (Live Lounge Recording)

10. Kungs feat. Stargate & GOLDN – Be Right Here

11. The Kooks – Four Leaf Clover

12. Silk feat. Diplo, Mark Ronson & Marpei – Feel About You

13. Jon Bryant – Paradise

14. Soul Clap – Moov To Tha Beat

15. AVEC – Love

16. Like Elephants – Video Game

17. Alex The Astronaut – Waste of Time

18. Robyn – Missing You

19. Zayn feat. Timberland – Too Much

20. Møme feat. JPL – When We Ride