Tash Sultana - Beyond The Pine

Tash Sultana – Liebe gehört Dir

Es war ein fulminanter Start – von der Straßenmusik, bis in die Albumcharts weltweit. Das Debütalbum Flow State mit Songs, wie Murder To The Mind, MystikSalvation und Harvest Love schaffte es in 14 Ländern in die Charts und das, ohne große Promotion zu betreiben. Tash Sultana überzeugt durch die Musik, die Videos und sich selbst. Nachdem bereits mit Can’t Buy HappinessGreed und Pretty Lady, sowie die Kollaboration mit Matt Corby auf Talk It Out und die Zusammenarbeit auf Milky Chances Single Daydreaming, veröffentlicht wurden, rückt der Releasetermin des zweiten Albums immer näher. Zwar steht der genaue Veröffentlichungstermin von Terra Firma noch immer nicht fest, wird zumindest davon gesprochen. es noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Mit Beyond The Pine hat Sultana nun den fünften Song veröffentlicht und einen deutlich ruhigeren Vibe angeschlagen. Hier singt Sultana über einen smoothen Beat aus Loops und lässt die so großartig beherrschende Gitarre nur hier und da musikalisch aufleuchten. Im dazugehören Musikvideo sehen wir die beiden professionellen australischen Tänzer Timothy Spring und Chris Haines die verschiedenen Phasen einer Partnerschaft körperlich umsetzen.

Tash Sultana

Tash Sultana

Durch ihre Bewegungen sehen wir Liebe, Wut, Trauer und Versöhnung in nur vier Minuten. Die Idee hinter dem Song und dessen Musikvideo ist es, Trost in der Natur zu finden und zu erkennen, wenn man die richtige Person im Leben gefunden hat – so Sultana. Dass Sultana gerade davon schreibt, wundert nicht – verfolgt man den Instagram-Account Sultanas. Denn hier präsentiert Sultana seit einiger Zeit eine Partnerin an der Seite, mit der Sultana alles teilt und uns daran teilhaben lässt. War Sultana in der Zeit vor Flow State eher zurückhaltend und introvertiert, wirkt Sultana nun immer öfter gelassen und entspannt. Gleichwohl die Intention hinter Beyond The Pine eine wichtige Message vertritt: Liebe gehört dir, egal welche Farbe, Rasse, Geschlecht, Religion, Sexualität oder Identität du hast – so Sultana selbst über den neuen Song. Auch wenn die einst so prägende Gitarre auf Beyond The Pine deutlich in den Hintergrund geraten ist, zeigt sich Sultana reifer und klingt durch die Arbeit mit der Loop-Station dennoch äußerst frisch.

Miley Cyrus - Midnight Sky

Miley Cyrus – Flashback in die 80er

Sie ist eine der schillerndsten Acts, den wir im aktuellen Popbusiness weltweit finden können. Dabei gleichzeitig erfolgreich und kontrovers zu sein, gilt für Miley Cyrus als gesetzt. War sie mit ihrer Figur Hannah Montana schon früh erfolgreich, mochte die Tochter der US-Amerikanischen Country-Legende Billy Ray Cyrus ebenso früh ausbrechen. Nach unglaublich erfolgreichen Veröffentlichungen rund um die Hannah Montana Zeit, folgte 2013 der internationale Durchbruch mit dem Album Bangerz und den Singles We Can’t Stop und Wrecking Ball – bei dem sie nackt auf einer Abrissbirne posierte. Es folgten zwei weitere Albumveröffentlichungen und ein Mitwirken in der Netflix-Serie Black Mirror, in der sie den Star Ashley O spielte. Nun ist Cyrus mit ihrer neuen Single Midnight Sky zurück und beantsprucht die 80er Jahre für sich. Konnten wir gestern noch vom New Yorker GASHI hören, wie dies klingen kann, konzentriert sich Cyrus auf das Gesamtbild. Mit blondierter Vokuhila-Mähne, ganz viel Glitzer und übergroßen Jackets setzt Cyrus den Fokus nicht nur auf das Hörbare, sondern vielmehr auch auf ihr Auftreten und erinnert dabei an die Dance-Ikone Róisín Murphy.

Miley Cyrus - Midnight Sky (Musikvideo)

Miley Cyrus – Midnight Sky (Musikvideo)

Natürlich ist aber auch musikalisch alles, bis ins kleinste Detail, auf die 80er Jahre abgestimmt und lässt Cyrus in einer, von Synthiebeats umgebenen, Soundwolke förmlich aufsteigen. Produziert von Andrew Watt und Louis Bell – die bereits Songs für Lana Del Rey, Taylor Swift, Justin Bieber oder Post Malone produzierten – hat sich Cyrus eine wunderbar, schillernde Popnummer geschaffen, die mit Stärke glänzt und Cyrus‘ kräftige Stimme bestens präsentiert. Inhaltlich möchte die Sängerin mit Midnight Sky auf den Druck eingehen, der vor allem bei Frauen herrscht, eine Beziehung für immer führen zu müssen und dabei oftmals der Fehler nur bei der Frau gesehen wird, wenn diese Beziehungen zerbrechen. Damit einhergehend sind Enttäuschungen vorprogrammiert und lasten auf den Frauen, so Cyrus. Mit dem Disco- und Dance-Popsong Midnight Sky wird es darüber hinaus auch wieder konkreter, was die Veröffentlichung von Cyrus‘ siebten Studioalbums She Is Miley Cyrus angeht. So dürfte es nicht mehr all zu lange dauern, bis ein Veröffentlichungstermin feststeht und die US-Amerikanische Sängerin, nach ihrer fulminanten MTV VMA-Performance von Midnight Sky den nächsten Hit in Albumlänge veröffentlicht.

sir Was - No Giving Up

sir Was – Schwedischer Klammertanz

Es ist wie eine Erinnerung in Slow Motion. Eine Art Blase, in der man alles nur gedämpft mitbekommt. Diese Beschreibung trifft es recht passend, hört man sich No Giving Up – die neueste Single des schwedischen Singer/Songwriters sir Was – an. Da tönt ein gleichmäßiger Grundbeat zu hallenden Instrumenten und einem verstohlenen Gesang. Gerade dieser verträumte Gesang war es auch, der Joel Wästberg mit seinem 2017er Debütalbum Digging A Hole aufhorchen ließ. Und so ist der Multiinstrumentalist auf seinem neuen Album Holding On To a Dream in eine Geschichte eingetaucht, die sich aus den Erfahrungen einer vergangenen Beziehung speist. Hier singt der Sänger über Herzschmerz aus einer Beziehung, in der er zwischen Aufgabe und dem schmerzlichen Kämpfen um einen Erhalt der Partnerschaft hin und her gerissen war. No Giving Up ist dabei nur ein Kapitel und können wir die komplette Geschichte ab dem 20. September hören – ist hier doch der Veröffentlichungstermin seines zweiten Albums angesetzt. So treibt es uns langsam auf die Tanzfläche eines Ballsaales und bringt uns dazu, im Klammertanz diesem schwedischen Künstler zu folgen und aus unserer Blase alles in Slow Motion zu betrachten.

Half Moon Run - Then Again

Half Moon Run – Vier Jahre der Stille sind vorbei

Nun ist es bereits vier Jahre her, dass die Kanadier von Half Moon Run mit ihrem zweiten Album Sun Leads Me On und der Single I Can’t Figure Out What’s Going On das Nachfolgewerk zu ihrem 2012er Debüt Dark Eyes veröffentlichten. Doch das lange Warten hat ein Ende, denn mit Then Again haben die Jungs um Frontsänger Devon Portielje nun einen ersten neuen Song ihres kommenden, dritten Albums veröffentlicht. Dabei ist Then Again nicht als neue Single im eigentlichen Sinne zu betrachten, haben ihn die Jungs doch bereits vor fünf Jahren geschrieben und immer mal wieder auf Konzerten gespielt. Mit einer Mischung aus Folk, hervorragendem Songwriting und einem epischen Sound aus Geigen, Gitarren und Schlagzeug klingen Half Moon Run dabei fast schon bedrohlich und lassen uns sehnsüchtig auf die kommenden Konzerte hin sehnen. Sie selbst sehen Then Again als ersten Schritt zu ihrem dritten Album – auch wenn sie hierfür noch keinen Veröffentlichungstermin nennen möchten. Den neuen Song können wir allerdings auch schon vor Veröffentlichung des dritten Albums auf vier Konzerten in Deutschland Mitte November erleben. Ob bis dahin auch das Album fertig sein wird, bleibt dabei noch etwas offen.

Friendly Fires - Silhouettes

Friendly Fires – Nun ist es raus!

Das britische Trio Friendly Fires hat es endlich getan und heute ihr drittes Studioalbum veröffentlicht. Das Album hört auf den Namen Inflorescent und ist seit heute überall verfügbar. Mit den bereits veröffentlichten Singles Love Like Waves und Heaven Let Me In – letzterer Song wurde zusammen mit Disclosure produziert – haben die Jungs aus St. Albans in Südengland nun mit Silhouettes eine weitere Single veröffentlicht, die sich nahtlos an den frischen Indie-Dance Sound der vorangegangenen Singles orientiert. Im Vorfeld hatten Friendly Fires bereits einige Gigs in kleineren Clubs in England gespielt und ganz bewusst das Konzept des Clubs gesucht – wollten sie doch eine Partystimmung erzeugen und weg vom normalen Konzertauftritt. Mit viel Energie und Spaß entschieden sie schließlich, sich auch auf dem Album deutlich stärker an der Clubzeit Ende der 1990er und frühen 2000er zu orientieren. Herausgekommen sind unglaublich tanzbare Songs, die einem regelrecht mit Tanzwut fluten und zum Bewegen animieren.

MJ Cole feat. Freya Ridings – Die Geschichte einer großen Stimme

Freya Ridings gilt als eine der heißesten Anwärterin, 2019 ganz groß durchzustarten. Mit ihrer Single Lost Without You schaffte sie es 2017 bis in die britischen Top-10 der Singlecharts. Nun gibt es auch einen Veröffentlichungstermin für ihr Debütalbum Freya Ridings, welches am 31. Mai 2019 erscheinen wird. Ihre ausufernde Stimme und der warme Klang lassen Ridings sofort auf einer Stufe mit Hannah Reid von London Grammar steigen – ist doch die übertragende Emotion so reich und voll, dass man eine Symphonie zu erleben scheint. Zusammen mit dem britischen Produzenten und Musiker Matthew James Firth Coleman alias MJ Cole, der bereits Musik für Mary J. Blige, Dizzee Rascal, Example oder Sam Smith produzierte und Remixe für Jess Glynne, Amy Winehouse, Alicia Keys oder Mariah Carey veröffentlichte, hat sie nun mit Waking Up eine mystische Pianoballade veröffentlicht, die voluminös und gewaltig klingt. Dieser Song wird auf MJ Coles nächster Platte zu finden sein und ebenfalls gute Chancen haben, es auch auf Ridings Debüt zu schaffen. Waking Up ist der perfekte Begleiter durch die kommenden Wintermonate, bis bei den Textzeilen I’m waking up… der Frühling erwacht.

Chain Wallet – Wandeln zwischen den Welten

Bergen ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Die einen sind bekannter, die anderen nicht und speziell in der Musik hat sich Bergen zu einem verlässlichen Lieferanten von moderner Popmusik gemausert. So betiteln die Norweger selbst diesen Output an Musik als The Bergen Wave. Durch Künstler wie Röyksopp, Kings Of Convenience, Erlend Øye oder Kakkmaddafakka hat sich dieser Titel über die Jahre immer weiter gefestigt und bringt mit Chain Wallet nun eine weitere Band an die Oberfläche. Das norwegische Trio, bestehend aus Stian Iversen, Christian Line und Frode Boris und bringt Anfang 2019 mit No Ritual ihr zweites Studioalbum auf den Markt, das mit euphorischen Dreampop der Extraklasse aufwartet. Ihre gleichnamige erste Single ist dafür das beste Beispiel und zeugt von einer gehörigen Portion 80er-Jahre-Vibe mit ganz viel Pathos und einem schwelgerischen Sounds. So wandeln sie zwischen Pop und Indie und schaffen damit ihre ganz eigen Welt. Ob der Veröffentlichungstermin – der 15. Februar 2019 – mit Absicht um den Valentinstag gelegt wurde, wissen wir nicht, doch lassen Chain Wallets bisher veröffentlichte Songs den Glauben daran durchaus plausibel erscheinen.

Passenger – Unaufgeregt und mit Herz zurück

Fluch und Segen zugleich – so könnte man Let Her Go vom britischen Folksänger Passenger beschreiben. Sicherlich ein deutlich größerer Segen als Fluch. Denn hatte dieser Song den Sänger einst 2012 an die Spitze von 19 Ländern gebracht, wurde er so häufig gespielt, dass Passengers markante Stimme danach kaum noch Gehör fand – so sehr reduzierte man ihn auf Let Her Go. Doch ermöglichte gerade dieser Song ihm auch, dass er mehr von seiner Musik veröffentlichen konnte und sich schließlich alle Alben in den Charts wiederfanden und mit dem 2016er Album Young as the Morning, Old as the Sea sogar wieder auf Platz 1 in Großbritannien stand. Nun kündigt der Sänger mit der Single Hell Or High Water sein neuntes Studioalbum an, für das allerdings noch kein Veröffentlichungstermin feststeht. Dabei singt sich Passenger entspannt und wie auf einem Roadtrip befindend durch die 3:40 Minuten. Mit dabei sind Gitarren, ein Banjo und Schlagzeug, der er sanft und verträumt nutz. Schließlich setzt mit einem Violinenspiel der intensivste Teil ein und könnte nun wunderbar als Break-up-Song dienen. Passenger hat sich in den letzten Jahren keine Zeit gelassen und unnachgiebig Material veröffentlicht und dennoch hat er uns die Zeit gegeben, uns loszureißen und seinen größten Hit zu verarbeiten. Nur, um nun wieder mit vollem Herzen seiner Musik zu folgen.