Parov Stelar - Gringo

Parov Stelar – Mehr Beat, mehr Trompeten

Parov Stelar hat sich über die letzten 20 Jahren ein Denkmal gesetzt. Denn mit einem Mix aus elektronischen Beats, Trompeten, Balkansound und 20er Jahre Swing hat der Österreicher es geschafft ein komplett neues Genre zu kreieren. Man kann fast sagen, Stelar ist der Vater des Elektroswings. Mit unzähligen Alben und Songs wie All Night kann der 45-Jährige Produzent auf eine riesige Diskografie schauen und wird dennoch nicht müde, neues Material zu veröffentlichen. Denn gerade in den letzten Jahren ist sein Sound zunehmend populärer geworden und Stelar daher ein gefragter Act auf Festivals. Nun hat Stelar mit Gringo einen fast schon untypischen Song veröffentlicht, der seinen gewohnten Sound erst zur Mitte hin erkennen lässt. Mit derben Beats und einem Kinderchor beginnt Gringo fast schon wie ein elektronischer Hip-Hop-Track aus den USA. Doch wenn schließlich die Trompeten und das Klavier einsetzen ist klar, das ist Stelar. Die schnellen Trompeten prägen einmal mehr den Balkanbeat des Künstlers und lassen ein nahendes, neues Album erwarten, welches lose für den Sommer angekündigt ist. Gringo ist abermals ein satter Partyhit, der in Clubs genauso gut funktioniert, wie in Kneipen, Homepartys oder Open-Airs. Und dafür liebt die ganze Welt den Österreicher Stelar.

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Moonlight Breakfast – Dreamdance im Breitwandformat

Beim Hören von Look Up wird man das Gefühl nicht los, dass einem der Song irgendwie schon mal begegnet ist. Hört man sich die Stimme von Frontsängerin Christie an, verstärkt sich dieses Gefühl sogar noch einmal. Dabei sind Moonlight Breakfast aus Bukarest dies trotz ihres Newcomer Status überhaupt nicht mehr. Schließlich gibt es die rumänische Band bereits seit 2014, konnten als Support von Jamiroquai, Hurts und Macy Gray spielen und sind bei der Abschlusskundgebung der Olympischen Spiele in Sotschi aufgetreten. Noch dazu haben sie mit ihren 2014er und 2016er Alben Shout und Time einen Soundmix aus Dreampop, Elektro mit Anleihen von Swing und Jazz kreiert. In den letzten beiden Jahren folgten dann mit Go Get It und Bonjour zwei neue Singles. Diese werden jetzt durch die dritte Auskopplung Look Up verstärkt und bauen damit ein ganz neues Soundgerüst für das kommende Album auf. Mit einer deutlichen Annäherung zu Elektro- und Dreampop haben Moonlight Breakfast mit Look Up eine wunderbare Easy Listening Single veröffentlicht, die sich mal opulent und episch, mal heimelig und ganz Indie anhört. Dabei erinnert die Musik immer auch ein wenig an Claire, Cosby oder dem schwedischen Jazz-Duo Koop. So lädt Look Up zum schwelgen fallen lassen ein.

Robbie Williams – Ein Gentleman kehrt zurück

Robbie Williams - Party Like A Russian

Robbie Williams – Party Like A Russian

Vier lange Jahre des Wartens sind vorüber – wenn man von Robbie Williams‘ zweiten Ausflug in den Swing 2013 absieht. Hatte er doch mit Take The Crown 2012 sein letztes Pop-Studioalbum veröffentlicht. Doch nun, mit einer neuen Plattenfirma in petto, hat das lange Warten ein Ende. Anfang November erscheint mit Heavy Entertainment Show, Williams‘ elftes Studioalbum. Darauf enthalten ist nicht nur, der als Promotionsingle veröffentlichte Song Heavy Entertainment Show, sondern auch die erste offizielle Singleauskopplung Party Like A Russian. Diese kommt ganz im Gewandt der letzten Williams Songs daher, die er jeweils als erste seiner Alben veröffentlichte. Geschrieben hat Williams diesen Song zusammen mit seinen Haus-Songwriter Guy Chambers. Interessant dabei ist, dass Williams die Melodie des russischen Komponisten Sergei Prokofiev nutzt, die dieser 1935 für das Ballett Romeo & Julia komponierte. So kommen viele Geigen, Trommeln und weitere orchestrale Elemente vor. Party Like A Russian ist damit also eine große erste Single, die Williams Position als Gentleman des Pops einmal mehr beweist.

Parov Stelar - All Night

Parov Stelar – Hoch das Tanzbein, Parov Stelar ist da

Elektroswing ist ja so ein heißes Eisen. Da können mal sehr gute Tracks rauskommen oder aber auch sehr nervige. Es gibt Künstler wie Caro Emerald oder Yolanda Be Cool & DCUP die diesem Genre eine sehr popaffine Note gegeben haben. Anders sieht es zwar auch nicht bei dem Österreicher Parov Stelar aus, doch klingen seine produzierten Tracks um einiges stimmiger. War Stelars Jimmy’s Gang bereits ein Brett, kommt er nun mit All Night vorbei und zeigt uns einmal mehr, dass Jazz, Swing und Elektro einfach zusammengehören. Eigentlich müsste man bei diesem Mix davon ausgehen, dass er in naher Zukunft mit seiner Musik durch die Decke geht, nur hatte man dies auch schon bei Jimmy’s Gang vermutet. Es bleibt also zu beobachten wie es sich mit Stelars aktueller Compilation The Art Of Sampling verhält. Bis dahin schwingen wir das Tanzbein und sorgen für Gute Laune.