ionnalee & Zola Jesus - Matters

ionnalee & Zola Jesus – Dunkel, Mystisch, Nordisch

Als würde Zola Jesus nicht schon alleine für zwei dieser Merkmale stehen, gibt es nun eine Kollaboration mit dem schwedischen Ausnahmetalent ionnalee. Die skandinavische Sängerin, die bürgerlich Jonna Lee heißt, hat in den vergangenen zehn Jahren eine Kunstform um sich herum entwickelt, die von Kreativität und einem Denken ohne Mauern geprägt ist und für eine, nur schwer greifbare, künstlerische Ausdrucksform steht. Mit mystischen Sounds – die vor sich hin wabern wie Nebelbänke an einem herbstlichen Morgen, einer Stimme – die eine Schwere besitzt und gleichzeitig engelsgleich klar wirkt und mit einem körperlichen Expressionismus – der sich nur schwer in irgend eine Schublade einordnen lassen möchte – hat es Lee geschafft, ein Kunstform zu entwickeln, die so spannend, wie faszinierend ist. Ihre neueste Single Matters, bei der die Schwedin mit der amerikanischen Sängerin – und ebenfalls Koryphäe der mystischen Musik – Zola Jesus zusammengearbeitet hat, beweisen beide einmal mehr, wie ergreifend Musik klingen kann, wenn zwei Ausnahmetalente wie diese Frauen auf einem Song zu hören sind. Mit einem Beat, der einem  Herzschlag gleich kommt, hallenden Echos und partiellen Spielereien im Sound baut sich Matters zu einem wahren Traum von Song auf. Ob dieser Traum mystisch, fantastisch oder grausam und schrecklich ist, bleibt dem Hörer überlassen, der bei Matters eine ganz eigene Geschichte vor seinem inneren Auge entstehen lässt. Matters ist vielschichtig, wie eine Geschichte aufgebaut und zeigt zwei Künstlerinnen in ihrer Hochphase.

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Snow Patrol - Time Won’t Go Slowly

Snow Patrol – Wie die Zeit vergeht

Am 10. Dezember 1994 trat in der Dundee University Students‘ Association (DUSA) der Dundee Universität in Schottland ein Trio auf die Bühne, welches unter dem Namen Shrug an diesem Abend für absolute Begeisterung sorgen sollte. Später stand im DUSA Newsletter, dass diese Band eine Band sei, die es im Auge zu behalten gilt. Zwei Jahre später benannte sich die Band zu Polar Bear um – nur, um diesen Namen abermals knapp ein Jahr später in Snow Patrol zu ändern. Der Rest ist eigentlich eine moderne Geschichte. Als Snow Patrol schafften sie es bereits mit ihrem ersten Album Songs For Polarbears in die Top-100 der irischen Albumcharts. Zwei Alben später wiederum gelang es ihnen, ihr Album Final Straw auf Platz 3 der britischen, Platz 91 der amerikanischen, Platz 49 der niederländischen und Platz 1 der irischen Charts zu bringen. In letzterem Land sollte seit dem jedes weitere Album auf Platz 1 landen. Der weltweite Durchbruch folgte schließlich durch die Platzierung ihrer Ballade Chasing Cars in der finalen Folge der zweiten Staffel von Grey’s Anatomy. Danach schafften es alle Alben weltweit in die Charts und übertrafen sich immer wieder mit neuen Höchstplatzierungen. Nun, 25 Jahre später, hat die Band sieben Meteor Ireland Music Awards gewonnen, war sechs Mal für den Brit Award nominiert und hat über 16 Millionen Platten verkauft. Zeit also, für einen Rückblick. Diesen begehen Snow Patrol im 25. Jahr des Bestehens mit einer Best-Of Platte, die später in diesem Jahr veröffentlicht wird. Vorab gibt es nun mit Time Won’t Go Slowly einen ersten Vorgeschmack darauf – in Form einer neuen Single. Diese handelt davon, wie schnell die Zeit vergeht und die Band selbst an schönen Momenten festhalten möchte. So ist Time Won’t Go Slowly eine langsame Sommerballade, die sich leicht jazzig anfühlt und durch kleine Spielereien im Sound ein schelmiges Grinsen hervorruft. Mehr zu dem 25-jährigen Jubiläum der Band folgt in den kommenden Wochen auf den Social-Media-Kanälen der Band – also haltet Ausschau.