Moyka – Music for Cyborgs

Moyka verdient es, bekannter zu werden. Mit jedem ihrer Songs hat die norwegische Sängerin Monika Engeseth eine grandiose Qualität an mystisch, dunklen aber tanzbaren Songs veröffentlicht. Dieses Jahr waren darunter die großen Songs Colder und Bones die so faszinierten. Mit ihrer neuesten Single Ride bringt die Sängerin nun einen Soundtrack für die Zukunft raus. Mit einem dunklen, pulsierenden Beat, einer tiefen Stimme und sphärisch, hallendem Chorgesang hebt sich Moyka in die Welt des Science-Fiction. Zusätzlich unterstützt wird dies durchs eine computerbasierte Backgroundstimme, ehe der ganze Song eine epische Metamorphose erlebt und zum wabernden Dancetrack wird. Moyka macht den Sound der Zukunft – dunkel, euphorisch und mystisch bleiben ihre Songs auch immer ein Rätsel.

Turin Brakes – Ein Song wie aus einem Film

Mit Don’t Know Much hat die britische Folkband Turin Brakes einen Song veröffentlicht, der wie aus dem Brokeback Mountain Soundtrack stammen könnte. Mit einem leichten Gitarrenspiel und Lagerfeuerstimmung singen sich Olly Knights und Gale Paridjanian warm und sorgen für ein wohliges Gefühl. Mit knisterndem Country bleibt Don’t Know Much zurückhaltend und überzeugt unaufgeregt. Dabei promoten Turin Brakes gleich auch ihr achtes Studioalbum Invisible Storm, das am 25. Januar veröffentlicht wurde. Turin Brakes Output ist dabei bemerkenswert und umfasst in der 19-jährigen Bandgeschichte ganze 8 Alben und damit im Schnitt alle 2,5 Jahre ein neues Album. Doch auch die vorab veröffentlichten Singles Would You Be Mine und Wait sind überzeugen mit einer deutlich schnelleren Variante ihres Sounds. Klingt Wait treibend euphorisch, ist Would You Be Mine an epischen Momenten und einer enormen Weite kaum zu überbieten. Turin Brakes begeistern so erneut mit höchster Qualität und sind dabei keinem Hitdruck verfallen.

Razz feat. Giant Rooks – Deutcher Rock schlägt internationale Konkurenz

Wenn sich zwei der spannendsten Newcomer der letzten beiden Jahre für einen Song zusammenfinden, kann wahrlich nicht viel schief gehen. Haben die aus dem niedersächsischen Emsland kommenden Jungs von Razz 2017 bereits ihr zweites Album Nocturnal veröffentlicht, gelten sie nach wie vor als eines der heißesten Eisen im europäischen Rockzirkus. Dieses Jahr haben sich schließlich auch die, aus dem Nordrhein-Westfälischen Hamm kommenden, Giant Rooks hinzugesellt, die mit ihrer New Estate EP für absolute Begeisterungsstürme gesorgt haben. Klingen die Giant Rooks doch so gar nicht nach deutschem Indie, sondern orientieren sich ganz klar an britischen Vorbildern. zusammen haben diese beiden Bands nun den Song Another Heart / Another Heart veröffentlicht und heben damit die Qualität ihres Sounds nochmal auf ein ganz anderes Level. Wird Another Heart / Another Mind von Razz dominiert, ist gerade der zweite Teil des Songs klanglich eine Reminiszenz an die späten 90er Jahre und hat, durch Europop getragenen Gitarrenriffs, einen ganz besonders nostalgischen Charme. Hierbei klingt Another Heart / Another Mind jedoch nicht altbacken und bietet eine unglaubliche Tiefe. Nach wie vor sind, sowohl Razz, als auch die Giant Rooks ganz oben auf der Liste der Künstler, auf die man in den kommenden Monaten ein Auge werfen sollte, bevor sie den ganz großen Durchbruch haben. Denn dieser ist garantiert.

Giant Rooks - Bright Lies

Giant Rooks – Ein grandioser Weg an die Spitze

Es bedarf nur einer EP um sich einen Namen zu machen. Mit der im Januar veröffentlichten EP New Estate haben Giant Rooks aus Nordrhein-Westfalen den urtypischen Sound des britischen Indierocks nach Deutschland geholt und gezeigt, dass dieser Sound nicht von der Insel kommen muss. Mit dem Titelsong New Estate zeigten sie, dass ihnen schneller Indie absolut steht und die Band bereit für alle Konzerte ist und im Club ganz wunderbar funktionieren. Nun haben die fünf Jungs die Single Bright Lies veröffentlicht, die mit ihrem trägen Schlagzeug und den langsamen Gitarren einen absoluten Gegenpol zur Single New Estate darstellt. Frontsänger Frederik Rabe singt dabei in einer wahnsinnig packenden Klangfarbe, die nicht nur an die britische Band Alt-J erinnert, sondern dieses Gefühl, die Qualität und den Sound dieser Band aufnimmt. Doch als Plagiat sollen und können Giant Rooks keineswegs gesehen werden, zeigt doch Bright Lies zum Ende hin, dass Giant Rooks auch hier – auch wenn es nur ein kurzes Intermezzo ist – nicht auf den Indierock verzichten möchte. Dabei zeigt selbst das Video diesen Gegensatz und springt zwischen modernen, hochauflösenden Sequenzen, sowie Retro-Betafilm-Ausschnitten hin und her. Giant Rooks lassen einen durch ihre Qualität sprachlos dastehen und zeigen durch Ihre Songs, wo die Richtung hingeht – nach ganz oben.