The Best Of 2019 Vol. 10

The Best Of 2019 Vol.: 10

01. The S.L.P. – Nobody Else

02. Sultans Court – Shutdown

03. Moon Willis & Etta Bond – I Like The Way

04. Sam Smith – How Do You Sleep?

05. Paul Kalkbrenner – No Goodbye

06. Millie Turner – Swimming Pool

07. KESMAR – Crushing

08. Jayda G & Alexa Dash – Sunshine In The Valley

09. Snow Patrol – Time Won’t Go Slowly

10. Seeed – Lass Sie Gehn

11. Lizzo – Boys

12. Sea Girl – Closer

13. Sparkling – We Don’t Want It

14. Matt Corby & Tash Sultana – Talk It Out

15. Girl In Red – I’ll Die Anyway

16. Anna Ternheim – This Is The One

17. Close Talker – The Change It Brings

18. Lui Hill – I Owe You

19. Tobtok & Adrian Lux feat. Charlee – As I Sleep (BODÉ Remix)

20. Fever Ray – I’m Not Done (Still Not Done Mix)

21. Lane 8 feat. Poliça – No Captain (Paraleven Remix)
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Lizzo - Boys

Lizzo – Schräg, anders, süchtig machend

Es gibt gerade zwei Frauen, die das Popbusiness komplett von hinten aufrollen. Die eine – Billie Eilish – ist gerade einmal 17 Jahre alt und schafft es mit ihrem Debütalbum eine wahre Fanmania auszulösen. Die andere ist Lizzo, die gerade mit ihrer emanzipierten Anti-Bodyshaming Musik alles abräumt, was es zu holen gibt – siehe Juice. Dabei hat Melissa Viviane Jefferson – wie Lizzo mit bürgerlichen Namen heißt – vor allem mit ihrem aktuellen Album Cuz I Love You das heisseste Eisen im Feuer. Denn Cuz I Love You ist mit seinem Stilmix aus Hip-Hop, Funk, Pop, Soul und Rock eines der abwechslungsreichsten Alben der vergangenen Jahre und zeigt Lizzo hierbei völlig befreit von Konventionen und Stilen. Auf ihrem Song Boys greift sie dann auch das Thema Männer auf und wirbt für Diversität. So singt die aus Detroit kommende Sängerin auf Boys die Sätze I like big boys, itty bitty boys. Mississippi boys, inner city boys. I like the pretty boys with the bow tie. Get your nails did, let it blow dry. I like a big beard, I like a clean face. I don’t discriminate, come and get a taste. From the playboys to the gay boys. Go and slay, boys, you my fave boys und zeigt damit, wie sehr sie sich in den letzten Jahren – als Sängerin, die selbst Bodyshaming und Diskriminierung erfahren hat – von Verurteilungen und Vorurteilen befreit hat. Boys lässt Lizzo wieder locker und funky klingen und besitzt eine Leichtigkeit, die beachtlich ist.

Onejiru - Higher Than High

Onejiru – Funk erlebt Revival

In den letzten Wochen habe ich so einige Acts auf SOML vorgestellt, die mit einer gehörigen Portion Funk den Musikmarkt auffrischen. Sei es Lizzo, Iris Gold, Parcels, Mosey oder SOMA – alle bedienen sich an den Elementen des Funks und erzeugen mit ihren Songs eine neue Generation von Dancemusik. Nun kommt mit Onejiru eine weitere Sängerin hinzu, die eine Art Kommune aus diesen Genre macht und dabei eine Menge anderer, großer, wie kleiner Stars um sich herum versammelt. Mit dem Gitarristen Tony Cook – der einst bei James Brown Drummer war – der Hamburgerin Nneka als DJane, Gitarristin Rhina Love oder Ngone Thiam an den Keyboards, besitzt der neue Song von Onejiru Higher Than High, mehr als nur das Zeug zu einem ganz großen Partyhit zu werden. Mit den Elementen der E-Gitarre, den elektronischen Beats und Onejirus mal hoher, mal tiefer Stimme wird Higher Than High zu einer absoluten Dancefloorbombe, die alle zum Tanzen animiert. Speziell die funkigen Grooves sind es, die Higher Than High so unwiderstehlich werden lassen und die Songtextzeilen Don’t be afraid of pop music, it lifts you higher than high tief in unser Gedächtnis brennen lässt. Onejiru hat mir Higher Than High den Sommer ausgerufen und legt damit die Messlatte zeitloser Songs ordentlich nach oben.

Iris Gold - A Lot To Give

Iris Gold – Wenn Funk nicht ausreicht

Ist soviel Energie händelbar?! Liesst man sich nur einen kleinen Teil des Lebenslaufes der Dänischen Sängerin Iris Gold durch, wird klar, dass hier eine normale Laufbahn gar nicht möglich sein konnte. Aber was ist schon normal?! Geboren in London, nach Kopenhagen gezogen, dort gewohnt ohne festen Wohnsitz und ein Kind indisch-jamaikanischer Wurzeln – das alles vereint die 27-Jährige in einer Person und macht darüber hinaus noch Musik, die nicht einfach als Pop bezeichnet werden kann. Denn allein ihr aktueller Song A Lot To Give strahlt so viel Power aus, dass wir uns musikalisch auf gar kein Genre einigen können. Mal ist es Soul, mal Funk, dann kommt R&B und natürlich eine gehörige Portion Pop dazu. Dabei erinnert Iris Gold im Gesangspart an Sängerinnen, wie Caro Emerald oder Aura Dione, auch wenn die Stile sich deutlich unterscheiden. Wenn sie jedoch im letzten Drittel anfängt zu Rappen, kommt sie dem US-Amerikanischen Shootingstar Lizzo erstaunlich nah. Iris Gold begeistert mit ihrer Power und dem frischen, verrückten Sound, den sie auf A Lot To Give zeigt und bringt zeitgleich am morgigen Freitag ihr Debütalbum Planet Cool raus. Stillstand ist für Iris Gold kein Thema, denn wenn Funk alleine nicht ausreicht, nimmt sich die Sängerin einfach die besten Stücke aus den anderen Genres und kreiert ihren ganz eigenen Sound.

The Best Of 2019 Vol.: 06

The Best Of 2019 Vol.: 06

01. Seeed – Ticket

02. Audien & Echosmith – Favorite Sound

03. Giant Rooks – 100 mg

04. Mark Ronson feat. Lykke Li – Late Night Feelings

05. Parov Stelar – Gringo

06. Moonlight Breakfast – Summer

07. Tycho – Easy

08. Bodi Bill – What If

09. Jeremias – Alles

10. Sticky Fingers – Sunsick Moon

11. SOMA – Don’t Believe Them

12. Maya Lavelle – Dancing With A Bottle

13. Das Moped – Wenn Du ehrlich bist

14. Juli – Fahrrad

15. Lizzo – Juice

16. HÆLOS – End Of World Party

17. Lupid – Lieb Mich Jetzt

18. Talisco – Closer

19. Badger – You Move

20. Christian Löffler feat. Mohna – Like Water

21. Dope Lemon – Hey You

22. Editors – Barricades (The Blanck Mass Session)
Lizzo - Juice

Lizzo – Der Discobanger 2019

Die amerikanische Hip-Hopperin und Sängerin Melissa Viviane Jefferson – alias Lizzo – zählt zweifellos zu den Anwärtern, auf den ganz großen Durchbruch in 2019. Doch, steht sie nicht einfach nur für eine Musikerin, die gerade am Aufblühen ist, sondern prescht Lizzo mit ihrer Musik und allem was sie ausmacht in die erste Reihe. Dabei ist die aus Houston, USA, kommende Sängerin gar keine Newcomerin mehr. Ist ihr, am vergangenen Freitag, veröffentlichtes Album Cuz I Love You doch bereits ihr drittes Studioalbum und verbindet sie hierauf Genres, wie Hip-Hop, Soul, R&B und Funk so gekonnt miteinander, dass man einfach nur weggeblasen wird. Thematisch behandelt die Sängerin auf dem Album alles rund ums Bodyshaming – oder vielmehr – Bodyloving. Mit Songs über die Körperfülle, Sexualität und die Farbe ihrer Haut hat Lizzo ein Album produziert, welches in 2019 bisher seines Gleichen sucht. Auf der aktuellen Single Juice hat sie dabei den Funk von Pharrell Williams übernommen und ihn tatsächlich noch verfeinert, so, dass sie Williams mit diesem Song schon fast alt aussehen lässt und hat eine ähnlich einzigartige Stimmlage wie Bruno Mars. Mit einem Mix aus Authentizität, Sexiness, nostalgischen Hauch, Ästhetik und einer ordentlichen Menge Augenzwinkern ist Juice ein absoluter Überhit, der keinen still stehen lässt. Wer Lizzo bisher noch nicht auf dem Radar hatte, sollte dies schleunigst nachholen, denn wenn nicht, wird Lizzo ihn überrollen und mit in ihren Bann ziehen.