Kylie Minogue - Say Something

Kylie Minogue – Sie macht nicht nur Disco, sie IST die Disco

Kaum eine andere Künstlerin hat so beständig Hits abgeliefert, wie die Australierin Kylie Minogue. Dabei hat sie in den 41 Jahren ihrer Musikkarriere einige Höhen und Tiefen erlebt. Vom großen Hype der jungen Sängerin in den 80er Jahren mit Nummer-1 Hits, wie I Should Be So LuckyLocomotion oder der Kollaboration mit Jason Donovan auf Especially For You blieb in den 90ern nicht mehr all zu viel übrig. Nach einem Soundwechsel – hin zu einem deutlich experimentelleren Sound – waren die Hits der Sängerin in diesem Jahrzehnt rar und wurden nur durch das herausragende und bis heute von den Kritikern zu einem der ganz großen Musikmomente gewählte Where The Wild Roses Grow mit Nick Cave And The Bad Seeds unterbrochen. Dieser Song landete nicht nur weltweit in den Charts, sondern ist durch seine zeitlose Stimmung auch nach wie vor in vielen Playlists und Bestenlisten zu finden. Der Paukenschlag setzte bei Minogue pünktlich zum Jahrtausendwechsel ein. Denn hier räumte sie die Charts auf und platzierte sich mit ihrem Millionenseller Light Years und den Singles Spinning AroundOn A Night Like ThisKids (zusammen mit Robbie Williams) und dem Song Your Disco Needs You – den Minogue in mehreren Sprachen aufgenommenen hat – auf die vordersten Ränge der internationalen Charts.

Kylie Minogue - Disco

Kylie Minogue – Disco

Was folgte war ein regelrechter Hype um die Australierin, den sie im Anschluß des Erfolges von Light Years mit ihrem Folgealbum Fever noch zu toppen wusste. Denn hier räumte sie alles ab, was es zu erreichen gab. Schaffte es die erste Singleauskopplung Can’t Get You Out Of My Head in über 40 Ländern an die Spitze der Charts und wurde bis heute zu Minogues größtem Erfolg, ging das Album Fever mehr als 6 Millionen mal über den Ladentisch und zählt somit ebenfalls zu ihrem erfolgreichsten Album. Fever brachte Minogue sogar einen Grammy Award in der Kategorie Best Dance Recording ein. Konnten sich alle nachfolgenden Alben weiterhin über zumeist Top-10 Platzierungen weltweit freuen, ging es für die Singles nach dem 2010er Album Aphrodite immer weiter bergab. Was blieb, war ein gemischtes Jahrzehnt, in dem Minogues Songs nicht mehr die Positionen der 2000er erreichen konnten. Nun hat die Sängerin mit Say Something eine erste neue Single ihres 15. Studioalbums DISCO – das am 6. November erscheinen wird – veröffentlicht und reißt damit das Ruder wieder an sich. Mit einem großartigen Sound, in Anlehnung an die Discozeit der frühen 2000er und Elementen aus den späten 70er Jahren singt sich Minogue durch ein Gefühl der Einsamkeit, die durch den Wunsch nach einer Zusammenführung geprägt wird. Mit den Songzeilen We’re a million miles apart in a thousand ways….Love is love it never ends, can we all be as one again? (Wir sind auf tausend Arten eine Million Meilen voneinander entfernt.. Liebe ist Liebe, sie endet nie, können wir alle wieder eins sein?) erinnert Say Something an den Song, den wir hören, wenn die Party endet. Es ist der Zeitraum, in dem immer mehr Leute die Tanzfläche verlassen und sich fertig machen, um nach Hause zu gehen. Bis dieser eine Song kommt, der bei den wenigen Übriggebliebenen zu einem Moment der Ungezwungenheit führt und sie so nochmal voller Energie und Abschiedsgefühl die Tanzfläche stürmen. Say Something ist Minogues 73 offizielle Singleveröfentlichung – schaut man sich an, dass ihr größter Erfolg Can’t Get You Out Of My Head die 36. Singleveröffentlichung war, könnte nun, mit Veröffentlichung Nummer 73 erneut ein absoluter Hit herausspringen. Say Something ist Disco und Wehmut zugleich und bringt uns dazu, wieder zusammen bis weit in die Nacht zu feiern.

MGMT – Die Kurve bekommen

Mit ihrem Debütalbum Oracular Spectacular hatte das amerikanische Duo MGMT 2007 für einen absoluten Hype gesorgt. Noch heute werden die Songs Kids, Time To Pretend  und  Electric Feel auf jeder Party gespielt – und das selbst bei Musikhörern fernab des Indies. Ausverkaufte Konzerte und Einsätze in Werbeclips führten zu einem Run auf die Band, dass sich Andrew VanWyngarden und Benjamin Goldwasser erst einmal eine Auszeit verabreichten und mit Album zwei alles anders machen wollten. Congratulations wurde dann allerdings so derart anders, dass sich die Fans nicht mehr in der treibenden und tanzbaren Musik wiederfanden, die sie einst von dem Duo kennen- und lieben lernten. Album Nummer drei sollte schließlich beide Sounds zusammenführen und war eine Zäsur der musikalischen Arbeit, die sich auch im Albumtitel widerspiegeln sollte – schlicht MGMT. Nun sind sie mit der ersten Single Little Dark Age aus dem gleichnamigen, vierten Album Little Dark Age zurück und zeigen abermals, dass Stillstand für sie nicht in Frage kommt. Mit einem satten 80er-Jahre Sound und dunklen Synthies spielen sich MGMT zum perfekten Soundtrack einer Retro-Krimiserie. Mit einer Haarpracht wie einst Robert Smith von The Cure und extra Lidschatten haben sich MGMT so selbst zurück ins Rampenlicht katapultiert und überzeugen mit einem Song, der nicht besser den aktuellen Sound mit Retro verbinden könnte. Die Freude steigt – auch wenn das Album erst für 2018 angekündigt wird – und wir sind gespannt, ob sich dieser Sound durch das komplette Album ziehen wird.

 

Mausi – Werden Famous!

Mausi – Famous

Bereits im August 2014 landet die britische Band Mausi mit ihrem Ohrwurm My Friend Has A Swimming Pool auf der The Best Of 2014 Vol.: 07 Playlist. Danach gönnte sich die damals noch sehr junge Band eine dreijährige Pause. Nun sind sie mit neuem Material zurück und zeigen gleich mit der ersten Single, wohin die Reise gehen soll. Famous macht genau dort weiter, wo My Friend Has A Swimming Pool aufhörte – nämlich bei lupenreinen Vergnügungspop. Waren sich Mausi nicht sicher, ob sie auch nach drei Jahren noch auf ihre Fans zählen können, bewiesen die hierbei eine durchaus beachtliche Ausdauer – doch was sollte anderes zu den feierwütigen Kids passen?! Denn genau so hört sich Famous an – für die Jugendlichen und Twentysomethings gemacht – um zu tun als würde man einen Abend dröge zu Hause verbringen um dann in einem Club die beste Nacht seines Lebens zu verbringen. Famous greift dieses Lebensgefühl auf und unterstützt dieses gleichzeitig noch. Da die Partysamstage in einer stetigen Abfolge von allen sieben Tagen kommen, sollten Mausi nicht wieder drei Jahre benötigen um noch mehr von ihrer Musik zu veröffentlichen. Doch da zerbrechen wir uns jetzt nicht den Kopf drüber, sondern feiern mit Famous das Wochenende und Mausi!