CamelPhat feat. Foals - Hypercolour

CamelPhat feat. Foals – Rave mit Rockattitüde

Dass es über kurz oder lang zu einer Zusammenarbeit zwischen dem DJ-Duo CamelPhat und den Alternative-Rockern von Foals kommen musste, war nur eine Frage der Zeit. Was allerdings dabei rausgekommen ist – übertrifft selbst die kühnsten Vorstellungen. CamelPhat – die bekannt dafür sind, immer wieder mit anderen Künstlern – vorwiegend aus dem Indie-Genres – zusammenzuarbeiten, haben in den vergangenen Jahren ein äußerst gutes Händchen dafür gehabt, so richtig große Elektro-Anthems zu produzieren. Da waren Kollaborationen mit Elderbrook, Jake Bugg, Au/Ra oder Jem Cooke und Christoph. Allesamt bestimmten jeweils 2017, 2018 und 2019 die Festivalplaylisten und sorgten ausnahmslos für ekstatische Stimmung. Foals hingegen sind seit Mitte der 2000er für einen großartig, mitreißenden Indiesound bekannt, der sich von Songs, wie CassiusMy Number, Into The Surf, In Degrees, Mountain At My Gates oder What Went Down speist und jede Indiedisko zum Schwitzen bringt. Nach den Alben Antidotes (2008), Total Life Forever (2010), Holy Fire (2013) und What Went Down (2015) haben die Briten 2019 mit Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1 und Part 2 gleich zwei Alben veröffentlicht und landeten schließlich mit der letzteren Version erstmals auf Platz 1 der britischen Albumcharts.

CamelPhat feat. Foals - Hypercolour

CamelPhat feat. Foals – Hypercolour

Damit auf einem ihrer kreativen Höhepunkte, scheint die Loslösung vom Gründungsmitglied und Bassisten Walter Gervers eine wahre Sturm und Drang Zeit der Band ausgelöst zu haben. So haben sie für Oktober 2020 mit Collected Reworks gleich drei Platten angekündigt, auf denen Acts, wie Rüfüs Du Sol – deren Remix von The Runner bereits veröffentlicht wurde – Purple Disco Machine, Hot Chip, Totally Enormous Extinct Dinosaurs, Mount Kimbie oder Mura Masa die Hits der Band remixen werden. Als erster Teil daraus ist mit Collected Reworks Part 1 bereits ein erster Eindruck veröffentlicht worden. Auf Hypercolour haben sich nun CamelPhat und Foals zusammengetan und damit eine langjährigen Wunsch des Liverpooler DJ-Duos in Erfüllung gehen lassen. Mit einem Entrée aus Synthies und wabernden Housebeats und dem warmen Gesang des Foals-Frontsängers Yannis Philippakis wandelt sich Hypercolour schließlich zu einem melancholischen Rave aus Deep House mit Indie-Note. Dabei ist Hypercolour einmal mehr der Beweis, dass CamelPhat immer auf die richtigen Stimmen setzen, um ihren Songs dieses ganz besondere Gefühl zu geben. Nach unzähligen EP-Veröffentlichungen arbeiten CamelPhat aktuell an ihrem Debütalbum, welches mit Sicherheit weitere spannende Kollaborationen bereithalten wird.

CamelPhat feat. Foals – Hypercolour

The Best Of 2019 Vol. 13

The Best Of 2019 Vol.: 13

01. Kate Nash – Bad Lieutenant(zum Artikel)

02. Leftwing & Kody – I Feel It (zum Artikel)
03. Unknown Mortal Orchestra – Multi-Love

04. B.A.D. – Sweat (zum Artikel)

05. Sophie And The Giants – The Light (zum Artikel)

06. Sault – Let Me Go (zum Artikel)

07. Kraak & Smaak feat. Izo FitzRoy – Sweet Time (Yuksek Remix) (zum Artikel)

08. Mia. – KopfÜber (zum Artikel)

09. Of Monsters And Men – Wars (zum Artikel)

10. AnnenMayKantereit – Ozean (zum Artikel)

11. Purple Disco Machine – Emotion (zum Artikel)

12. Regard – Ride It (zum Artikel)

13. Flume feat. Vera Blue – Rushing Back (zum Artikel)

14. Lane 8 feat. POLIÇA – Brightest Lights (zum Artikel)

15. White Lies – Hurt My Heart (zum Artikel)

16. Aurora – Apple Tree (zum Artikel)

17. Hollow Coves – Borderlines (zum Artikel)

18. Stereophonics – Bust This Town (zum Artikel)

19. Foals – Into The Surf (zum Artikel)

20. Editors – Black Gold (zum Artikel)

21. Martin Garrix feat. Macklemore & Patrick Stump – Summer Days
Foals - Into The Surf

Foals – Das zweite Kapitel kommt

Im März veröffentlichten die Briten von Foals mit Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1 den ersten Teil ihres, auf zwei Alben konzipierte Doppelwerk. Mit dabei, auch die unglaublich tanzbare Single In Degrees. Nun steht das zweite Kapitel in den Startlöchern und wird als Everything Not Saved Will Be Lost – Part 2 am 18. Oktober erscheinen. Darauf enthalten sind die bereits veröffentlichten Singles Black Bull und The Runner. Nun ist mit Into The Surf die dritte Single ausgekoppelt worden und präsentiert die Band nach den rockigen Vorgängern deutlich entschleunigter. Mit einer langsamen Klavierbegleitung und einem wabernden Gitarrenspiel wirken die Foals nachdenklich. Daher kommentiert Frontmann Yannis Philippakis den Song in einem Interview wie folgt; Es gibt Fäden, die sich durch all diese Songs ziehen, und auf Into the Surf gibt es diesen Schatten des Todes, von jemandem, der nicht von einer Reise zurückkehrt. Es gibt ein griechisches Volkslied, das mit der Einwanderung der Griechen zu tun hat und wie das Sterben an fremden Ufern immer als das schlimmste Schicksal angesehen wird. Mit diesem gerade in den letzten Jahren wieder top aktuellen Thema passen die Foals wie ein warnendes Signal hinein und berühren damit den Hörer auf ungewohnt andere Art.