The Killers - Caution

The Killers – Als hätten sie es gewusst

Was für eine wunderbare Rückkehr der Alternative- und Indie-Rockband aus Las Vegas. The Killers sind zurück mit einer Hymne voller Pomp, Glamour und großartigen Gitarrenriffs. Dass Brandon Flowers noch nie ein Mann der leisen Worte war, wussten wir bereits seit Singles wie Mr. Brightside und Somebody Told Me. Doch erst durch ihre 2008er Single Human kam es in Deutschland zum absoluten Durchbruch. Von ihrem dazugehörigen Album Day & Age verkaufte die Band über drei Millionen Platten, doch danach wurde es unsteter bei den Jungs und veröffentlichten The Killers in den letzten zwölf Jahren mit Battle Born (2012) und Wonderful Wonderful (2017) gerade einmal zwei Alben. Nun sind The Killers mit Caution zurück und fegen uns regelrecht weg mit einem voluminösen Synthiesound, der durch einen ausufernden Einsatz des Schlagzeugs wieder zum typischen Bombastsong wird, den wir alle gewohnt sind und lieben. Vom Gefühl dürfte Caution sich bekannt anfühlen, legt der Song doch die gleiche Euphorie and den Tag, wie Human oder Mr. Brightside. Das dazugehörige Album Imploding The Mirage wird am 29. Mai veröffentlicht und überrascht mit einer erfrischend, hohen Anzahl an Gastmusikern. So sind, neben dem The War On Drugs-Produzenten Shawn Everett auch The War On Drugs-Frontsänger Adam Granduciel, k.d. lang, Fleetwood Mac-Gitarrist Lindsey Buckingham, sowie die New-Yorker-Indieband Lucius mit dabei und sorgen dafür, dass Imploding The Mirage eines der abwechslungsreichsten Alben der Bandgeschichte werden könnte. Mit Caution sorgen The Killers auf jeden Fall jetzt schon Mal dafür, dass wir die Tanzschuhe noch nicht all zu weit in den Schrank räumen werden. Und als hätten sie es gewusst, passt der Songtitel so treffend zur aktuellen Lage überall auf der Welt.

The Best Of 2016 Vol.: 09

The Best Of 2016 Vol.: 09

The Best Of 2016 Vol.: 09

01. Empire Of The Sun – High And Low

02. Norah Jones – Carry On

03. White Lies – Take It Out On Me

04. Sophie Ellis-Bextor – Come With Us

05. Malky – Lampedusa

06. Wallis Bird – Change

07. MUNA – Loudspeaker

08. Thomston – Float

09. NAO – Girlfriend

10. Nathan Ball – Right Place (Oak Sessions)

11. TIEKS feat. Dan Harkna – Sunshine

12. Declan McKenna – Isombard

13. SG Lewis feat. Gallant – Holding Back

14. Rag’n’Bone Man – Human

15. Sportfreunde Stiller – Raus In Den Rausch

16. Nimmo – My Only Friend

17. SOHN – Signal

18. The Magician – Shy (Michael Calfan Remix)

19. Silbermond – Das Leichteste Der Welt

20. No Wyld – Let Me Know

21. Rooney feat. Soko – Why

Rag’n’Bone Man – Von Großbritannien nach Deutschland und zurück

Rag'N'Bone Man - Human

Rag’N’Bone Man – Human

Es ist schon eigenartig. Da kommen immer wieder Künstler von den britischen Inseln und veröffentlichen ihren ersten Song in Deutschland – werden erfolgreich und starten dann erst in ihrer Heimat durch. So geschehen mit Kwabs, Dua Lipa und eben nun auch mit Rag’n’Bone Man aus der Nähe von Brighton. Interessant ist auch, dass alle drei Künstler mit Songs Erfolg hatten, die eigentlich gar nicht massentauglich sind – könnte man annehmen. Ist es bei Kwabs ‚Walk‘ die Mischung aus R&B und Elektro, steht bei Dua Lipa’s ‚Be The One‘ Elektro und Dream Pop im Vordergrund. Rag’n’Bone Man mischt wiederum Hip-Hop und Drum’n’Bass. Rory Graham, wie Rag’n’Bone Man, bürgerlich heißt, hat gleich mit seiner ersten Single ‚Human‘ eine großen Hit gelandet. So ist er aktuell auf dem besten Weg direkt in die Top3 der deutschen Single Charts aufzusteigen. Wirkt der bärtige Riese doch fast schon furchteinflößend, klingt ‚Human‘ nach allem anderen, nur nicht Angst machend. Zeigt Graham doch, wie soulig seine Stimme klingen kann. Gleichzeitig klingt ‚Human‘ schwer und bedrohlich und drückt den Beat förmlich in die Brust. Mit diesem Song kann sich Rag’n’Bone Man sicher sein, dass noch so einige Länder Europas Gefallen an seinem Debütsong finden werden.