Fisher - You Little Beauty

Fisher – Die 90er Party geht weiter

Mit Losing It hatte sich der australische Produzent Paul Nicholas Fisher – kurz Fisher – im vergangenen Winter weltweit für einen der Clubhits und Partyanthems verantwortlich gezeichnet. Sein 90er-Jahre Sound und die derben Housebeats sind dabei zu einem Markenzeichen des Produzenten geworden. Mit seiner neuen Single You Little Beauty macht Fisher nun auch dort weiter und gibt uns abermals die Aufgabe, ausgiebig zu feiern. Dabei hat sich Fisher den im Sommer 1980 veröffentlichten Song Love Sensation der amerikanischen Soulsängerin Loleatta Holloway vorgenommen und die Textzeilen You got me burnin‘ ins unermessliche wiederholen lassen. Darunter legte Fisher seinen markanten Bass und baute die Hookline so prägnant aus, dass wir gar nicht anders können, als dazu zu tanzen. You Little Beauty ist ein Track, den wir auf einer Homeparty genauso exzessiv erleben können, wie im Club. Hier werden die einfachsten Reize der Freude beim Tanzen angesprochen und garantieren so, eine unvergessliche Partynacht – woran Fishers You Little Beauty einen großen Anteil hat.

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Meduza feat. Goodboy – Italien kann es noch!

Meduza steht vor einer schwierigen Aufgabe. Ende der 90er Jahre waren Acts wie Ann Lee, Eiffel 65 und Gigi D’Agostino das Maß aller Dinge und belegten die Spitzenpositionen der Charts weltweit. In den 2000ern und 2010ern war dies weitaus schwieriger für die Südeuropäer. Hatten doch die Briten und Schweden zunehmend Einfluss auf die Charts genommen. So gab es Mitte der 2010er einen rasanten Anstieg an EDM-Acts von den britischen Inseln. Nun wollen wieder ein paar Italiener das Zepter in die Hand nehmen und haben mit dem Song Piece Of Your Heart gleich einen wahren Überhit abgeliefert. Dabei ist der Song gerade einmal die Debütsingle des italienischen Trios Meduza, welche seit ungefähr einem halben Jahr durch die Clubs weltweit geistert. Doch seit schließlich Star-DJ Tiësto den Song in seiner Radio-Show Tiësto’s Club Life spielte, schafft es der Song immer mehr Menschen zu erreichen und wird zunehmend auch im Radio gespielt. Dabei folgt Piece Of Your Heart einem klassischen Schema und bildet durch eine klare Bassline, eine tiefe Gesangsstimme von Goodboys und dem dunklen Housebeat einen satten Clubhit, der die Partys rund um den Globus anheizen wird. Als Debütsingle gleich so einen starken Song zu veröffentlichen, lässt die Zukunft des Trios geradezu hervorragend aussehen! Doch bis es dazu kommt, tanzen wir auch an einem Sonntag zu Piece Of Your Heart!

Fisher – Es braucht nur einen Song

Was macht man, wenn man einen Song produziert hat, den auf Festivals spielt und irgendwann merkt, dass er eine eigene Dynamik entwickelt hat und von vielen DJ’s als Bootleg aufgegriffen wird? Richtig – man veröffentlicht ihn selbst. So ist die Geschichte des Hits Losing It des australischen DJ’s und Produzenten Paul Nicholas Fisher – alias Fisher – in Kurzform zusammengefasst. Dabei erstaunt, dass es Losing It schon seit fast zwei Jahren gibt und erst im Sommer 2018 so richtig zündete. So war Losing It auf jedem Festival zu hören und schaffte es schließlich sogar in die offiziellen Singlecharts in Großbritannien, Schottland, Australien, Irland, Belgien, Ungarn und Neuseeland. Dass der Track nun auch den Mainstream erreicht hat, zeigen die Airplaycharts, in denen Losing It stetig nach oben steigt. Losing It folgt dabei einem so einfachen wie effektiven Muster eines typischen Ohrwurms. Denn wird die Textzeile I’m Losing It… gefühlt ununterbrochen wiederholt, legt sich ein derber Housebeat über die Stimme und lässt den Track düster und brachial klingen. Für Fisher ist Losing It die erste Chartnotierung überhaupt und darf sich darüber hinaus auch gleich, durch die Nominierung des Grammy Gremiums auf einen Grammy in der Kategorie Best Dance Recording freuen. Wir drücken Fisher dafür die Daumen!

Filous – Mit einem Trick sommerlich in den Winter

Er ist so bekannt wie unbekannt. Der österreichische Produzent Filous – alias Matthias Oldofredi – ist in Elektrokreisen weltweit eine Hausnummer. Dabei hat er bereits den ein oder anderen Hit auch in den Mainstream gebracht. Denken wir nur an die Zusammenarbeit mit James Hersey auf How Hard I Try. Doch ebenfalls hat Filous bereits Remixe zu Song von Kodaline, Selina Gomez, Troye Sivan oder James Bay produziert und ist in den letzten Jahren dadurch immer bekannter geworden. Nun hat Filous mit der ebenfalls aus Österreich kommenden klei den Song Bicycle und damit einen wunderbar, verzaubernden Dance-Song veröffentlicht. Mit chilligen Gitarren, kleis zarter Stimme und einem sanft einsetzenden Housebeat wird Bicycle von Sekunde zu Sekunde größer und mündet schließlich in einem satten Dancetrack, zu dem man sich an einem See auf einer hoch bewachsenen Wiese liegen sieht und um einen die Bienen und anderes Getier schwelgerisch wahrnimmt. Bicycle ist eine satte Popnummer, die mit den Elementen aus House, Akustik und Indie einen sehr gelungen Song für den Winter schafft. Und so trickst uns Filous damit aus und lässt uns noch einmal eine sommerlich warme Brise auf der Haut spüren.

Soul Clap – An einem Sonntag am See

Anders könnte man den Song Moov To Tha Beat, den das US-Amerikanische Produzenten-Duo Soul Clap veröffentlicht hat, nicht beschreiben. Voller klebriger Beats, relaxtem Housebass und den kopfverdrehenden Vocals haben Soul Clap einen der größten Klassiker der 70er Jahre zu Ihrem gemacht. Mit dem Sample von Chaka Khans I’m Every Woman hat das Duo um Eli Goldstein und Charles Levine eine satte Sonntags-Feel-Good-House-Nummer abgeliefert, die zum Open-Air oder zu einem Tag am See passt. Beats so dick wie die Hitze des Sommers lassen Moov To Tha Beats zum perfekten Sommerbegleiter werden.

Silk City – Projekt voller Masterminds

Grandios! So erfolgreich! Einfach nur Silk City! Silk wer?! Das fragen sich wohl die meisten. Dabei stecken als Masterminds hinter dem, bisher unbekannten, Projekt keine geringeren als der Brite Mark Ronson und der US-Amerikaner Diplo. Steht Ronson für den Sound der späten 2000er, hat er neben seinen Alben Here Comes The FuzzVersionRecord Collection und Uptown Special auch die Hitalben Macy Gray, Adele, Christina Aguilera, Amy Winehouse und Bruno Mars produziert. Der Amerikaner Diplo hingegen, zeichnet sich durch die Produktionen der Alben für Usher, M.I.A., Beyoncé, Madonna und The Weeknd aus. Nun haben sich diese beiden Genies für das Projekt Silk City zu einem Duo zusammengeschlossen und damit ganz neue Erfahrungen gesammelt. So war es unter anderem schwer für Ronson, auf einmal nicht mehr nur die Dinge durchzuziehen, die ihm gefallen, sondern musste sich mit einem Bandkollegen absprechen. Herausgekommen sind viele Songs mit unterschiedlichsten Featuring-Acts. So warten bereits alle sehnlichst auf die Single Electricity, die von Romy Medley Croft von The XX geschrieben wurde und als Sängerin Dua Lipa mit im Boot hat. Mit ihrer aktuellen Single Feel About You zeigen die beiden Produzenten aber bereits jetzt, dass die Aufarbeitung der 90er Jahre Eurodanke-Welle noch kein Ende gefunden hat. Mit dumpfen Housebeats erinnert Feel About You an Robin S‘ Show Me Love und bringt uns dabei so schnell auf die Tanzfläche, dass selbst die Bushaltestelle nicht sicher vor uns wäre. Ronson und Diplo haben hier ein explosives Projekt zum Leben erweckt, dass uns sicherlich die nächsten Monate noch begleiten wird.

CLiQ – Mit Wavey zum Club-Anthem

Kennengelernt auf einer privaten Feier eines Freundes, hat sich das britische Duo CLiQ – bestehend aus Max Reich und Robin M – so gut verstanden, dass es sich nur wenige Wochen später im Studio wiederfand und die ersten Beats bearbeitete. Daraus entstanden ist der Song Wavey, der mit tiefen Housebeats zur absoluten Clubhymne avanciert. Dabei viel ihnen jedes einzelne Element förmlich in den Schoß. So kamen sie auch zu Alika, die den Song instrumental vorgespielt bekam und ihren Gesang darauf legte. Damit veredelte sie Wavey nochmals und sorgte dafür, dass er dieser eindrucksvolle Club-Hit geworden ist, der nun weltweit auf allen Tanzflächen gespielt wird. Wavey ist dunkel, hat einen hypnotischen Beat und einen wunderbar, eingängigen Gesangspart. Ruft den Dienstag zum neuen Freitag aus und feiert mit Wavey den Feierabend durch!

Au/Ra & CamelPhat – Und alles kommt zusammen

Mit Cola konnte das britische DJ-Duo CamelPhat Ende 2017 einen der größten Clubhits des Jahres landen. Der hypnotisierende Beat und der derbe Housesound brachten ihnen damit sogar eine Grammy-Nominierung als Best Dance Recording ein. Nun haben sich CamelPhat mit der – in Spanien aufgewachsenen – Sängerin Au/Ra zusammengetan und den Song Panic Room veröffentlicht. Dabei besticht Au/Ras Stimme durch eine gewisse Erhabenheit und zeigt, dass die gerade einmal 16 jährige Sängerin offen für verschiedene Einflüsse ist. Schwingt ihr eigener Sound zwischen Pop und Elektro und erinnert an Lana Del Rey oder Lorde, geht sie mit CamelPhat einen Schritt weiter und taucht in die Tiefen der Clubs ein. Dabei singt sich Au/Ra in den letzten Monaten in immer mehr Herzen und erreicht zunehmend mehr Menschen. In London bereits in ausverkauften Hallen spielend, gelangen ihre Songs mittlerweile auch in die Radios. Dabei dürfte die Zusammenarbeit mit CamelPhat nur förderlich sein. Ist der tiefe Housebeat doch ein Garant für die Clubnacht. Mit Au/Ra und CamelPhat treffen sich zwei der spannendsten Newcomer-Acts, die wir 2018 ganz genau im Auge behalten werden.

DJ Koze feat. Roísín Murphy – Eleganter Tanz

Mehr als 50 Jahre Musikerfahrung haben die beiden Künstler DJ Koze und Roísín Murphy im Gepäck. Sie – war zehn Jahre lang als House-Duo Moloko erfolgreich und begründete damit ihre spätere Solokarriere. Er – war Anfang der 90er Jahre Teil der deutschen Hip-Hop Band Fischmob und wurde nach deren Auflösung zu einem der angesagtesten House-DJ’s Europas. Beide stehen für melodischen bis harten House, der sich auch nicht scheut einen Popanteil zu haben. Obendrein ist die irische Sängerin Murphy besonders für ihre Bühnenshows bekannt. Nun haben sich beide Künstler für den Song Illumination zusammengetan. Dabei stellt Illumination für DJ Koze, alias Stefan Kozalla, nicht nur die zweite Single aus seinem Anfang Mai erscheinenden Album Knock Knock, sondern auch den ersten Song mit Gesangsanteil dar. Dass es keine bessere Künstlerin, als Murphy dafür geben kann, betont er daher auch in jedem Interview nur zu gerne. Auf Illumination treffen sich so fließende Housebeats mit Murphys engelsgleicher Stimme und lassen dabei den Vibe der 70er Jahre aufkommen. Modern und klassisch zugleich ist Illumination DER Song für Sonnenaufgänge und -untergänge oder für die Afterhour. Sprich – ein perfekter Begleiter.

Simian Mobile Disco – Auf in den Club

Entstanden aus der Indie-Band Simian, ist das Duo um Simian Mobile Disco seit nunmehr 15 Jahren als solches aktiv. Durch harte Housebeats bekannt, haben James Ford und Jas Shaw aber auch immer wieder ein paar Pop-Nummern, die durch das Netz geistern. zu bieten. Bestens zu hören auf Cruel Intention bei dem Beth Ditto mitgemischt hat. Für den 11. Mai kündigen die beiden Londoner nun mit Murmurations ihr sechstes Album an. Darauf enthalten ist die erste Auskopplung Caught In A Wave, die durch einen dunklen House-Sound für eine gewisse Gänsehautstimmung sorgt. Dabei sind die Vocals derart hypnotisierend, dass man – wie das dazugehörige Musikvideo vorspielt – in eine Art Trance fallen möchte. Dabei wird auf Caught In A Wave gekonnt dem Rave gehuldigt und ist mit schnellen Beats immer präsent. Caught In A Wave ist Simian Mobile Discos Befreiungsschlag, von all den Erwartungen, die an das britische Duo gestellt werden. Und dieses erfüllen sie, als wäre es kein Problem.