Circa Waves - Move To San Francisco

Circa Waves – Schlag auf Schlag

Schaffte es der Song Movies noch bis in den Winter 2019/2020 hinein populär zu sein und durch die Blogs zu geistern, haben die Circa Waves mit Sad/Happy bereits ihr viertes Album veröffentlicht. Wenn man es genau nimmt, ist Sad/Happy sogar ein Doppelalbum, dessen erster Teil Happy am 10. Januar veröffentlicht wurde. Der zweite Teil Sad wird am 13. März folgen und zusammen schließlich als Doppelalbum veröffentlicht werden. Dabei dient die aktuelle Single Move To San Francisco als perfekter Teaser für ihren direkten Indiesound, der mit viel Gitarren und wildem Gesang die pure Freude ausstrahlt. Für Move To San Francisco haben sich die Circa Waves vom Instrument der Beatles beeinflussen lassen – dem Mellotron. Dazu kam noch der Drang nach einer Flucht und Pessimismus, der die Band nach San Francisco führte. Hier haben sie dann auch das passende Musikvideo aufgenommen und das ganze in einer Art Do It Yourself Manier zusammengeschnitten. Mit Move To San Francisco präsentiert sich die Band nur ein Jahre nach ihrem dritten Album What’s It Like Over There? in kreativer Höchstform und zeigt mit gleich zwei Alben, wie viel sie zu erzählen haben.

Hozier – Mit voller Kraft voraus!

Für den irischen Sänger Hozier hatte sich vor fünf Jahren schlagartig alles verändert. Sein damaliger Durchbruch mit dem düsteren Song Take Me To Church hatte gleichermaßen begeistert wie ergriffen. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Ein halbes Jahrzehnt bereits und auch wenn Hozier nie wirklich weg war, war er doch eine Zeit lang zumindest nicht mehr im Rampenlicht. Dies hat sich nun geändert, denn der – südlich von Dublin geborene – Sänger hat letzte Woche mit Nina Cried Power nicht nur eine Single, sondern gleich eine ganze EP veröffentlicht. Dabei wurde die gleichnamige Leadsingle von keiner geringeren, als Marvis Staples unterstützt – und damit einer der größten Soullegenden der USA. Dabei klingt Nina Cried Power nach einem Post-Sturm Song. Abermals treibt Hozier seine Stimme zu neuer Höchstform und lässt damit seine ganz eigene Art von Protest-Song entstehen. Denn dieses Gefühl wollte der Sänger auf Nina Cried Power übertragen und hat dabei nichts geringeres, als all seine Energie gebündelt und eine Macht von einen Song veröffentlicht.

Lenny Kravitz – Zeitreise ins Jahr 1998

Es war sein bisher größter Erfolg – das 1998 veröffentlichte Album 5 welches ihm 6 Millionen verkaufte Platten und zwei Grammys als Best Male Rock Vocal Performance für Fly Away und American Woman einbrachte. Seiner Zeit weit voraus verband 5 die Musikstile Rock, Pop, Funk und Soul und brachte sie in den Mainstream. 20 Jahre später und sechs Alben weiter veröffentlicht Lenny Kravitz im September mit Raise Vibration sein mittlerweile elftes Studioalbum. Darauf zu finden ist auch, die nun veröffentlichte Single Low. Hier klingt Kravitz, als hätte er die Zeit angehalten. So viel Funk, Coolness und Soul, wie auf Low hat es seit dem Album 5 nicht mehr von ihm zu hören gegeben. Dabei holt er sich eine Stimme dazu, die eigentlich seit Jahren nicht mehr verfügbar ist – Michael Jackson. Denn noch zu Lebzeiten hatte Kravitz an dem Song gearbeitet und Jackson die typischen Schreie aufnehmen lassen. Herausgekommen ist ein Song voller Sexappeal, Soul und Wärme und ein Lenny Kravitz, der zu seiner absoluten Höchstform aufläuft.

Shout Out Louds – Frisch wie eh und je

Sie haben sich etwas Zeit gelassen. 4,5 Jahre nach der Veröffentlichung ihres vierten Albums Optica haben die Schweden um Adam Olenius nun mit Ease My Mind ihr neues Album veröffentlicht und zeigen mit der aktuellen Single Porcelain warum es die Schweden auch nach 16 Jahren Bandgeschichte noch braucht. Mit ihrem unverwechselbarem Indie-Pop, der mitreißend und treibend ist, hat sich das Quintett in den letzten Jahren eine große Fangemeinde aufgebaut. Ihre aktuelle Single Porcelain ist dabei in alter Manier geschrieben und zeigt die Band in Höchstform. Mit eingängigem Takt, vollen Gitarrensound und einem nachhallenden Gesang Olenius‘ macht Porcelain Lust auf einen Abend im Indie-Club und lädt zum Tanzen ein. Sie selbst bezeichnen Ease My Mind als bestes Album, dass sie je gemacht haben und zeigen sich auf ihrer Facebookseite überwältigt vom positiven Echo. Dabei bräuchten sie gar nicht so bescheiden sein – haben sie doch mit Songs wie Porcelain die besten Songs ihrer bisherigen Laufbahn veröffentlicht.