Hugo Barriol - Don't Let Me Down

Hugo Barriol – Ich singe über das, worüber ich nicht sprechen möchte

Es ist ein Sound, dem man hinterhergreifen, den man festhalten und bei sich tragen möchte. Ein Sound, der die Sehnsüchte und Emotionen so präsent trägt, dass man sich darin verlieren kann. Hugo Barriol ist der Mann dahinter. Mit seiner zurückhaltenden Art sich selbst zuzutrauen, gute Musik zu erzeugen, zog es den Franzosen für eine Abenteuerreise nach Australien, wo er – um sich über Wasser zu halten – irgendwann anfing, in den U-Bahnhöfen von Sydney seine Songs zu spielen. Bis dahin nur im eigenen Heim gespielt, war diese Erfahrung so intensiv, dass sich Barriol – zurück in seiner Heimat – nach Paris aufmachte und dort in der Metro anfing zu spielen. Komplett akustisch fiel er so einem Mitarbeiter der Plattenfirma Naïve auf und wurde für eine EP unter Vertrag genommen. So warm, wie seine Musik ist, sind auch die Worte, die Barriol für seine Musik findet. Meine Musik ist melancholisch, manchmal auch traurig aber immer auch voller Hoffnung. Ich singe über Dinge, über die ich nicht sprechen mag. Ich erzähle Geschichten und versuche das Dunkle und Schmerzvolle in etwas schönes zu verwandeln. Es kann zart und warm sein und ich versuche immer aufrichtig in dem zu sein, was ich schreibe. Inspiriert von Folk, Pop, Rock und Indie ist meine Musik ein Mix aus alle dem.

Hugo Barriol

Hugo Barriol

Hören wir uns die Songs an, wird klar, dass der Franzose, der mittlerweile in London lebt, ganz genau weiss, wie seine Musik ankommt. Mit dem Debütalbum Yellow gab es 2019 einen ersten Longplayer. Nun veröffentlicht Barriol im November seine neue EP Hey Love auf der die wunderbare – im Juli veröffentlichte – Single Stay und seine neueste Veröffentlichung Don’t Let Me Down zu finden ist. In dieser geht es um das Ende eines Streits, den man in der Beziehung führt und nach diesem man den Partner darum bittet den anderen nicht aufzugeben – so erklärt Barriol es auf seiner Facebookseite. Die Sehnsucht, die Don’t Let Me Down dabei ausstrahlt, lässt uns reflektieren, wie wichtig es ist zu einem Menschen dazuzugehören. Mit großen Folk-Elementen und einer gleichzeitigen Lagerfeuer-Intimität ist Don’t Let Me Down dabei eine große musikalische Show des zurückhaltenden Franzosen Barriol und berührt uns mit jeder Sekunde.

Filous & The Kooks - Hey Love

Filous & The Kooks – Die wohl entspannteste Single des Spätsommers

Mit ihrem letzten Album Let‘s Go Sunshine schafften es die britischen Indie-Rocker von The Kooks nach zehn Jahren endlich wieder in die Top-10 der britischen Albumcharts. Dabei war es die Rückkehr zum Sound der Anfangstage und Songs, wie All The Time oder Four Leaf Clover mit der die Band im 15. Jahr ihres Bestehens wieder Fans zurückgewinnen konnte. Nun haben sich Frontsänger Luke Pritchard, Gitarrist Hugh Harris und Schlagzeuger Alexis Nuñez für die neue Single Hey Love mit dem österreichischen Produzenten Filous zusammengetan und einen Song veröffentlicht, der so entspannt klingt, dass man sich ein wenig an die chilligen Songs von Mando Diao erinnert fühlt. Hier hat sich Filous große Mühe gegeben, mit den Jungs zusammen einen Song zu produzieren, der auf den letzten Alben aufbaut aber auch einen Touch Wiener-Gemütlichkeit enthält. Diese Gemütlichkeit hören wir bereits zu Beginn heraus und fangen fast an zu einem entspannten Gitarrenspiel und Pritchards gelassenem Gesang zu schunkeln.

Filous & The Kooks

Filous & The Kooks

Dabei ertönen im Hintergrund mal Violinen, mal ist es die verspielte Gitarre, die den Sound angibt. Filous sagt dazu in einem Interview, dass man nicht oft die Gelegenheit bekommt, mit einer Band zusammenzuarbeiten, die eine ganze Generation geprägt hat und fügt hinzu: für diese Gelegenheit, mit The Kooks zusammen Musik zu machen, bin ich sehr dankbar. Vom Schreiben des Songs, bis zur Produktion mit ihnen wurde ich Zeuge von ihrer brillanten Intuition, die allgegenwärtig in ihren Songs ist. Die Idee hinter dem Song war es, ihren britischen Sound einen Touch Wien zu verleihen. Wie das klingt, können wir nun auf Hey Love hören. Filous hat seinen verspielten Mix aus Elektro und Indie für Hey Love dabei etwas heruntergefahren und klingt nicht mehr ganz so flippig, wie noch auf seinem Indie-Hit Bicycle. Mit Hey Love bringen uns Filous und The Kooks einen Song aufs Ohr, der sich entspannt an den nahenden Spätsommertage orientiert.