Satin Jackets feat. Panama - Electric Blue

Satin Jackets feat. Panama – Wenn eine Zusammenarbeit nach mehr ruft

Treffen sich ein deutscher und ein australischer Musiker unter den warmen Sonnenstrahlen Kaliforniens… So begann Anfang Februar dieses Jahres ein Blogbeitrag hier auf SOML über die Zusammenarbeit des Produzenten Tim Bernhardt alias Satin Jackets und des Musikers Panama, hinter dem Jarrah McCleary steckt, für ihren Song Automatic. Dabei zeigte sich, dass die beiden Musiker genau das richtige Gespür für Melodien, Stimmungen und Beatfolge hatten. Denn mit seinem entspannten Elektrosound wurde Automatic zu einem festen Begleiter des Frühjahres 2019 und tauchte in unzähligen Streaming-Playlisten auf. Nun haben sich Satin Jackets und Panama abermals zusammengetan und mit dem Song Electric Blue einen weiteren Nu-Disco Song veröffentlicht, der durch smoothe Housebeats einmal mehr ein perfekter Begleiter für die Nacht ist. Über die erneute Zusammenarbeit mit Panama äußerte sich Bernhardt so: Die Zusammenarbeit mit Jarrah zu Automatic war mir eine Ehre und wir wussten von Anfang an, dass diese Zusammenarbeit nicht die letzte sein würde, die wir zusammen haben werden. Für Satin Jackets gab es seit dem Tag der Veröffentlichung seines Albums Solar Nights nur eine Aufgabe, die, sich an neues Material für das nächste Album zu setzen und so kam Electric Blue ganz organisch und schnell als erster Song heraus und passte wunderbar zu der Stimme McClearys. Electric Blue ist der Eisbrecher für die kalte Jahreszeit und wird uns alle in den kommenden Wochen und Monaten ordentlich einheizen.

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AnnenMayKantereit – Mit der Vergangenheit abschließen

Sie haben in den letzten Jahren einen unglaublichen Siegeszug im deutschsprachigen Raum erlebt. Mit ihren ersten beiden Alben Alles nix Konkretes und Schlagschatten schafften sie es auf den ersten und zweiten Platz der Albumcharts und verkauften mehr als 500.000 Alben. Ihre Songs Oft GefragtPocahontas und Marie sind bleibende Hymnen der Generation Z geworden und verblüffen auch die Generation davor immer wieder aufs Neue. Nach dem großen Tourerfolg der mittlerweile fünf Kölner Jungs gibt es nun mit Ozean eine erste neue Single, die alle Fans, die auf den Konzerten der Band waren, bereits im Frühjahr hören konnten. Mit einem Livemitschnitt des Frankfurter Konzerts zeigt Henning May und die Band einmal mehr, dass sie live absolut begeistern können und lassen Ozean brüchig und sentimental klingen. Mal drückt May mit seiner Stimme etwas mehr Bedeutung in die Worte, mal lässt er das Publikum leise die Textzeilen singen. Die Mischung aus Wohnzimmerkonzert in großen Hallen und dem Einbeziehen von weit mehr als 10.000 Menschen macht es aus, dass AnnenMayKantereit wie die Jungs von Nebenan wirken und man ihnen all den verdienten Erfolg nur zu sehr gönnt. Ob Ozean ein erster Vorbote für ein baldiges drittes Studioalbum sein wird, ist momentan wohl noch ein Geheimnis der Band. So genießen wir den unverhofften Song und freuen uns über all das, was bald kommt.

Editors - Frankenstein

Editors – Ein Song für die Freaks

Die Editors sind bekannt dafür, ihrer Musik einen neuen Schwung zu geben und mit Genres zu spielen – So werden die Fans immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt und gefordert. Nun haben die Editors um Frontsänger Tom Smith mit Frankenstein ein ganz neues Niveau erreicht. Gab es im Frühjahr bereits mit der The Blanck Mass Sessions einen ersten Vorgeschmack auf den Ausflug, den die britischen Jungs hier ins elektronische Genre machten, haben sie dabei ausgewählte Tracks ihres letzten Albums Violence unter der Regie des Produzenten Leo Abrahams neu aufgenommen und deutlich tanzbarer gemacht. Nun geht mit der Veröffentlichung des Songs Frankenstein gerade ein Raunen durch die Lande – ist der Song doch elektronisch aufgeheizt, hedonistisch und es­ka­pis­tisch. Deshalb geht es bei Frankenstein auch darum, auszubrechen – den Freak in einem rauszulassen – sei es nur für eine Nacht. Produziert von Jacknife Lee, der sich auch für das Durchbruchsalbum der Editors An End Has A Start (2007) verantwortlich zeichnet, haben die Editors ein schräges Musikvideo veröffentlicht, welches von einer Fanbesessenheit erzählt, die beängstigend weit geht. Die Editors haben damit einmal mehr überrascht und gleichzeitig überzeugt und lassen den Frankenstein in uns tanzen.

Caravan Palace - Plume

Caravan Palace – Gewohnt vielseitig

Caravan Palace haben diesen ganz bestimmten Stil – mit Electroswing, Jazz und Pop, Musik zu erzeugen, die ins Ohr geht und darüber hinaus stets frisch und locker klingt. Mit Miracle konnten wir uns dieses Frühjahr bereits vom ersten Vorboten des kommenden, vierten Albums Chronologic, überzeugen und verliebten uns sofort. Nun sind Caravan Palace, um Frontsängerin Zoé Colotis, mit einer weiteren Singleauskopplung zurück, ehe am 30. August Chronologic in den Läden steht. Plume ist dabei eine Verschmelzung aus Spiritualität – hört man auf den Songtext, wird dies schnell klar – und tanzbaren Klängen. Herausgekommen ist ein hüpfender Beat, der durch Colotis‘ verträumten Gesang zu einer Art Gegenpol anschwillt. Hierbei wird man als Hörer zwischen der Tanzfläche und einem verträumten-auf-dem-Sofa-liegen-Moment hin- und hergerissen, doch entscheidet sich am Ende immer wieder für das, wofür Caravan Palace stehen – einen unglaublich tanzbaren und Freude-weckenden Sound zu kreieren.

SOMA - Slow

SOMA – Funk Soul Sister

Was haben der Irak, Finnland und Schweden gemein? Die Sängerin SOMA! Denn ist sie im Irak geboren, zog ihre Familie mit ihr als kleines Mädchen nach Helsinki. Vor knapp sechs Jahren zog es sie schließlich nach Stockholm, wo sie seitdem an ihrer Musik arbeitet. Mit ihrer im Frühjahr veröffentlichten Single Don’t Believe Them begeisterte sie auf Anhieb durch einen funkigen Elektropop, der 80er Jahre Synthies mit modernen Dancebeats verknüpft und an Künstler, wie Kiesza und ihrem Hit Hideaway erinnert. Auf ihrem heute veröffentlichten Song Slow eröffnet sie uns, in einer Art musikalische Rückblende, den flirrend glitzernden 80er Jahre Moment auf der Tanzfläche einer Schulsporthalle zum Abschlussball zu stehen und die Lichtpunkte der Diskokugel an den Wänden zu verfolgen. Dabei springt Slow zwischen einem soulig, funkigen Sound und der vollen Kraft einer Powerballade hin und her und lässt SOMA so zu einem der heißesten Musikexporte Skandinaviens werde.

Felix Räuber – Die Wärme einer audiovisuellen Reise

Es ist, wie eine Lawine – einmal losgetreten, kommt sie nicht mehr zum Stehen. So ist es seit nunmehr gut einem Jahr auch beim Dresdener Musiker Felix Räuber. Hatte er im Frühjahr 2018 mit der Single Wall einen ersten Einblick in seine gleichnamige EP Wall gegeben, folgte mit einer Reihe Konzerten eine unfassbar starke Präsenz, musikalische Reife und Opulenz. Mit seinem nun veröffentlichten Song Birth – aus der kommenden EP ME – greift er eine Stimmung auf, die ganz ohne Stimme zu funktionieren scheint. Denn hierbei dringt Räuber in das Genre Klassik vor und untermalt Stimmungen mit Klavier, Cello, Violinen und einem raumfüllenden Sound, der ganz automatisch Erinnerungen und einen Gemütszustand auslöst, der sich warm, behaglich und friedlich anfühlt. Räuber vereint dabei durch seine Vergangenheit und seinem gegenwärtigem Schaffen eine moderne Klassik, die offen für Alles und Jeden ist, der sich ihr öffnen möchte. Dabei ist Birth Teil 1 einer audiovisuellen Reise – wie Räuber den Song selbst beschreibt – die sich alle um Räubers Werdegang als Künstler drehen. Und wenn man Birth ganz aufmerksam lauscht, kann man zum Ende doch noch die Stimme Räubers erahnen.

Dermot Kennedy – Irische Power

Bereits im Frühjahr konntet Ihr hier auf SOML über den irischen Singer/Songwriter Dermot Kennedy und seiner Single Young & Free lesen. Seitdem hat der Dubliner keine Gelegenheit ausgelassen, durch die Hallen Europas zu touren und seine Songs und erdrückend emotionale Stimme zu präsentieren. Dabei überrascht Kennedy immer wieder aufs Neue mit intensiven und kräftigen Songs. Nun ist Kennedy mit Power Over Me zurück und zeigt uns einmal mehr, was für eine starke Wirkung seine Musik entfacht. Dabei besingt er das Gefühl, in jemanden so sehr verliebt zu sein, dass derjenige die Kontrolle über einen hat. Dieses Gefühl von enormer Liebe drückt Kennedy in einer Art aus, bei der er Singer/Songwriting, Folk und Rock mischt und dadurch eine musikalische Explosion erzeugt. In den nächsten Wochen und Monaten wird Kennedy auf Tour sein und im kommenden Frühling auch wieder in Deutschland spielen. Dass diese Konzerte schnell ausverkauft sein werden, verwundert nicht – also beeilt Euch, wenn Ihr dabei sein möchtet.

Fickle Friends – Leben den Moment

Es ist erst ein halbes Jahr her, das die südenglische Band Fickle Friends ihr Debütalbum You Are Someone Else veröffentlichte. SOML begleitet die Fickle Friends bereits seit nunmehr über vier Jahren und hat mit einem Interview im Frühjahr 2015 deren Entstehungsphase festgehalten. Nun haben die Brightoner mit Palmeira Music ihr eigenes Plattenlabel gestartet, auf dem sie ihre neue EP Broken Sleep am 9. November veröffentlichen werden. Darauf enthalten ist die nun veröffentlichte Single The Moment. Diese hält genau das Gefühl fest, welches die Band bei ihrer aufregenden US-Tour erlebt hatte. Mit Konzerten in 9 US-Städten und einem Tag frei in Las Vegas, haben die fünf Briten ein Musikvideo aufgenommen, welches exakt das widerspiegelt, was die Band seit Monaten erlebt – den Moment genießen, und darüber hinaus auch noch darüber schreiben. Damit ist The Moment wieder in typischer Fickle Friends Manier geschrieben und klingt nach klebrig, süßen 80er-Jahre Pop. Fickle Friends zeigen so, einmal mehr, dass sie wissen, wie ein perfekter Pop-Song klingen muss und verbinden dabei ganz nebenbei noch ihre Erlebnisse der letzten Monate.

Parcels – Vom Finger wund spielen

Im Frühjahr konntet Ihr hier auf SOML die Parcels entdecken und zu ihrem Song Tieduprightnow in den Sommer tanzen. Seitdem ist so einiges passiert und die australischen Jungs dürften unter anderem auf der Main Stage des MELT Festivals auftreten und haben für Mitte Oktober ihr Debütalbum Parcels angekündigt. Damit nicht genug, haben sie am vergangenen Freitag die Single Lightenup veröffentlicht und geben der Tanzfläche somit neuen Stoff zum tanzen. Mit ihrem Mix aus Pop, Indie und French House mischen die fünf Jungs, die aktuell von Berlin aus die Welt erobern, die Indieszene auf und wer die Parcels auf dem MELT Festival live gesehen hat, wird wissen, wie viel Spaß die Jungs auf er Bühne und beim Spielen ihrer Songs haben. Denn alle bisher bekannten Songs sind dabei durchweg Vertreter der Guten-Laune-Musik und erinnern an einen großen Welthit des französischen House-Duos Daft Punk und Pharell Williams.

Xavier Rudd – Die volle Ladung Freude

Mit seiner neuen Single Honeymoon Bay erfüllt sich der Australier Xavier Rudd gleich mehrmals einen Herzenswunsch. Verarbeitet Rudd doch alles, was in seinem Leben und Umfeld passiert, zu Songs. Mit Honeymoon Bay hat Rudd nun nicht nur einen unglaublich, Freude ausstrahlenden Song veröffentlicht, sondern gleichzeitig auch seine eigene Hochzeit thematisiert. Dabei klingt Rudd so euphorisch und glücklich, dass dieses Gefühl in jeder Sekunde des Songs überspringt und regelrecht ansteckend wirkt. Man möchte fast am Strand mit tanzen und aus dem Grinsen nicht mehr rauskommen. Dass Honeymoon Bay dabei keine Eintagsfliege ist, zeigt das ganze Album Storm Boy, auf dem bereits die Leadsingle Walk Away zu finden ist, die im Frühjahr dieses Jahres schon überzeugte. James Rudd hat es geschafft, seinen typisch, australischen Surfer-Folk in die Welt zu tragen und dafür gesorgt, dass auch in den nassen Monaten des Winters in Europa viel Zeit für Sommergefühle bleibt. Auf Honeymoon Bay feiern wir jetzt aber erst einmal die grenzenlose Freude Rudds und den Sommer.