Mumford & Sons - Blind Leading The Blind

Mumford & Sons – Lang gehegtes Geheimnis gelüftet

Mit Delta veröffentlichten Mumford & Sons 2018 ihr viertes Studioalbum und entfernten sich immer mehr vom Folksound der Anfangszeit. Nun haben die Londoner Jungs mit Blind Leading The Blind einen neuen Song veröffentlicht, den der Ein oder Andere auch schon auf den letzten Konzerten der Band gehört haben könnte. Denn Blind Leading The Blind schlummert bereits seit vier Jahren in der Schublade der Band. Einst für Delta geschrieben, reichte es letztlich nicht, um auf die Platte zu kommen. Doch verworfen haben ihn Marcus Mumford und der Rest der Band nie. So arbeiteten sie in den vergangenen Jahren immer wieder mal an dem Song und sind nun glücklich, ihn fertig zu haben und zu veröffentlichen. Auf Blind Leading The Blind erhält nun auch das Banjo wieder eine größere Bedeutung und zieht sich prominent durch den gesamten Song. Dabei kommen aber auch die neuen Sounds, die den Stadionsound auf Delta und dem 2015er Wilder Minds prägten, vor und sorgen für einen Energie, die für Mumford & Sons so typisch ist. Blind Leading The Blind ist das perfekte Bindeglied zwischen den von Folk geprägten Alben Sigh No More und Babel und dem Alternative- und Elektro-Rock Alben Wilder Mind und Delta und füllt eine Lücke, bei der wir vorher nicht wussten, dass es sie gibt, sie aber nun unsere Mumford & Sons Diskografie vervollständigt.

Hollow Coves - Anew

Hollow Coves – Ein Feuerwerk an Veröffentlichung

Jetzt starten die Hollow Coves noch einmal das finale Feuerwerk, bevor in der nächsten Woche am Freitag ihr Debütalbum Moments veröffentlicht wird. Hatten die Brisbaner im August When We Were Young veröffentlicht, folgte im September mit Borderlines die nächste Single. Nun ist kurz vor ihrem großen Wurf ein weiterer Song von Ryan Henderson und Matt Carins veröffentlicht worden. Dabei haben sie sich bei der heutigen Singleauskopplung für den epischen Song Anew entschieden, der in immer größerer Ähnlichkeit zu Coldplays Anfangsjahren und dessen Sound steht. Mit akustischem Intro geht es über einen euphorischen Refrain in ein fast schon ekstatisches Finale. Dabei hören wir hallende und emotionale Gesänge und einen treibenden Sound, der uns wahlweise traurig werden lässt oder ein Lächeln in unser Gesicht zaubert und wir zu jeder neuen Tat bereit sind. Anew klingt dabei, wie ein Abschied von Etwas und ist gleichzeitig Aufbruch in eine neue Welt. So steht der Song sinnbildlich für den Werdegang der australischen Band und lässt uns einmal mehr vor Begeisterung jubeln.

Mighty Oaks – Die alte Wertschätzung

Jahre sind vergangen, seitdem das Berliner Trio Mighty Oaks noch als Newcomer galten. Heute sind sie gestandene Größen und schafften es mit ihren beiden Alben Howl (2014) und Dreamer (2017) in die Top-10 und Top-20 der deutschen Albumcharts. Dabei gab es direkt zu Beginn ihrer Karriere Songs, die nur einem kleinen Publikum zuteil wurden, da die physischen Tonträger damals nur limitiert vorhanden waren. Nun, acht Jahre nach der ersten Veröffentlichung, bringen Ian Hooper, Claudio Donzelli und Craig Saunders mit Driftwood Seat EP abermals die Songs Rainier, So Low, So High, Driftwood Seat und Like An Eagle raus. Damit schenken Sie ihren Fans eine EP mit den 4 Songs, mit denen das Abenteuer Mighty Oaks vor knapp 9 Jahren begonnen hatte. Als erste Auskopplung können wir nun Like An Eagle hören und uns vom warmen, Folk-Sound des Trios treiben lassen. Die allgegenwärtige Melancholie der Songs ist gleichzeitig so inspirierend, wie beruhigend. Mighty Oaks zeigen mit der Wiederveröffentlichung ihrer ersten Songs, dass sie keine Trittbrettfahrer des Hypes um Folkmusik waren, sondern vielmehr Begründer dieses.