Chaka Khan – Die Soullegende ist zurück!

Denkt man an die 80er Jahre kommen einen Künstler wie Madonna, Kylie Minogue und Whitney Houston in den Sinn. Mit dabei sind aber auch Tina Turner, Diana Ross und Chaka Khan. Letztere war mit ihrem 1983er Überhit Ain’t Nobody auf allen Tanzflächen der Welt zu hören. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ist Ain’t Nobody auch heute noch eine feste Nummer, wenn es um Partysongs geht. Veröffentlichte Khan 2007 mit Funk This ihr letztes Studioalbum, überrascht die amerikanische Soulqueen nun mit Hello Happiness als neue Single. Das Gleichnamige Album stellt 2019, 12 Jahre nach ihrem letzten Album, ein Lebenszeichen der Sängerin dar, die sich ihrem Sound treu geblieben ist und gerade deswegen auch immer noch auf die Tanzfläche gehört. Dabei klingt Hello Happiness nach Disco und French-House und wird durch Khans Gesang unverwechselbar. Erinnert der Sound stark an die Produktionen von Kelis‘ 2010er Album Flesh Tone, muss es wahrscheinlich anders herum heißen – hat sich Kelis damals wohl stark an Khans Stil orientiert, nur zusätzlich noch den Bass aufgedreht. Khan schafft auf Hello Happiness eine friedliche und sympathische Atmosphäre, die durch leichte Beats zu einer absoluten Discohymne mutiert. Chaka Khan war nie wirklich weg und doch freuen wir uns, dass die Sängerin nach 12 Jahren Pause endlich wieder neue Musik für uns bereit hält.

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Satellite Stories – Vor der Realität fliehen

Immer noch von der traurigen Nachricht, dass sich Satellite Stories dieses Jahr auflösen werden, geschockt, lassen die Finnen ihre Fans in diesem Zustand jedoch weiterhin neue Musik erleben. Dass sich der Abschied so, gar nicht wie ein Abschied anfühlt, ist dann auch nicht sonderlich verwunderlich. Mit ihrer nun veröffentlichten Single Carried Away lassen die vier Jungs noch einmal ihre Gitarren klingen und haben dabei mehr Spaß denn je. Dabei klingt Carried Away gleichzeitig nach schimmernder Discohymne, sowie auch gitarrenlästigem Rocksound. Satellite Stories wussten schon immer, wie sie ihre Fans beeindrucken konnten und waren eine feste Instanz für die Indiedisco. Nun kommt diese Geschichte allmählich zu ihrem Ende und wir warten sehnsüchtig auf das letzte Material der Band, welches auf dem finalen Album, das aller Voraussicht nach im September erscheinen wird und noch keinen Namen trägt, zu finden sein wird. So kommt eine gute Nachricht mit einer Schlechten zu uns und lässt uns irritiert zu Carried Away tanzen, obwohl wir eigentlich Tränen verdrücken müssten.

Hurts – Die Individualität leben

Hurts – Beautiful Ones

Nicht weniger als für alles einstehen, was Diversität bedeutet. Denn Diversität steht für Freiheit und die feiert und befeuert das britische Duo Hurts besonders gerne. Ihr neuer Song Beautiful Ones feiert dann auch diese Individualität. Dabei beginnt Beautiful Ones mit einem Klavier und Theo Hutchcrafts warmen Gesang zwar eher ruhig, wird allerdings nach und nach mächtig und zu einer stampfenden Discohymne und klingt Hutchcraft stellenweise sogar ein wenig nach Robbie Williams. Mit Beautiful Ones bringen uns Hurts dazu die Arme in die Luft zu strecken und das zu genießen, was unsere Gesellschaft so reich macht. Dabei zeigt das Video einen bemerkenswerten Ausschnitt dieser Diversität samt Gegenpol. Hier kommen Hass, Liebe, Brutalität und Schönheit zusammen und vermischen sich zu einem Feuerwerk aus Gefühlen. Regisseur Tim Mattia, der hinter dem Musikvideo von Beautiful Ones steckt, hat mit Musikvideos für The 1975, Halsey, Sam Hunt, Biffy Clyro und Troye Sivans bereits für Aufmerksamkeit gesorgt und dabei eine imposante Bildsprache gewählt. Und so wirkt Beautiful Ones – je nachdem über welches Medium man es hört – mal nach einem satten Clubsong, mal nach einer Geburtstagshymne oder auch wieder bedrückend und Augen öffnend. Hurts sind politisch und setzen Statements. Was bei anderen Künstlern oftmals an der Authentizität scheitert, singt das Duo mit einer Eleganz weg und bleibt sich dabei treu. Empfohlen sei hier auch die rückwärtig abgespielte Version des Videos.