Hugh - Sense To You

Hugh – Steht der große Sprung bevor?

Das Quartett Hugh hat uns 2017 mit den wunderbaren Songs This Is How It Starts und Go so richtig verzaubert. War es doch dieser verträumt, frickelige Sound auf This Is How It Starts und die wunderbar warmen Gesänge, sowie der Deep House Beat und 80er Jahre Vibe auf Go mit dem sich die Londoner Band präsentierte und in das wir uns verliebten. Nun sind Izzy Brooks, Andy Highmore, Joshua Idehen und Tino Kolarides mit neuem Material zurück und haben nach der, im April veröffentlichten, Single Sober nun mit Sense To You einen wunderbaren Sound produziert, der sich irgendwo zwischen Hot Chip, fernöstlichen Einflüssen und sattem 80er-Jahre-Computerspiel anhört und in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Produzentenduo Bonjay entstanden ist. Dabei klingt Idehens Stimme leicht nach Autotune und bleibt dennoch warm und entspannt. Schließlich setzt Brooks mit einem hallenden Gesang ein, der Sense To You erhaben klingen lässt. Idehens Gefühl hinter dem Song beschreibt der Sänger als etwas, dass Dir bekannt vorkommt. Du gehst abends mit Freunden etwas trinken, bist auf nichts bestimmtes aus und plötzlich treffen sich die Blicke mit einer Person, die Dich fasziniert. Deine Worte werden plötzlich zur Nebensache und Du vergisst Dich halb, dafür zählt aber der Moment. Und ehe Du Dich umsiehst, stolperst Du die Tür hinaus und verabschiedest Dich von Deinen Freunden. Dieser warme Sound, den Hugh dabei produzieren, wirkt vertraut und umgibt einen förmlich wie ein warmer Hauch. Also lassen wir uns darauf ein und genießen die musikalische Liebkosung.

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Moyka - Bones

Moyka – Kühler Elektropop

Mit ihrer Debütsingle Colder hatte die Norwegerin Moyka bereits im März alle Blicke auf sich gezogen. Nun ist mit Bones die zweite Single online und zeigt die Anfang 20-jährige Sängerin deutlich tanzbarer, als auf ihrem Debüt. Dabei lässt sie abermals eine gewisse Verbindung zu Sängerinnen, wie Aurora, aufkommen. Hier ist Moyka vor allem im Refrain mit ihrer Klangfarbe deutlich an der, ebenfalls aus Norwegen kommenden, Sängerinn dran. Moyka selbst beschreibt ihren Musikstil auf Bones als eisigen, in den Achtzigern verorteten Tanztrack, getragen von sprudelnden Synthies. Dabei geht es um diesen Drang, etwas zu erschaffen, und das Gefühl zu haben, dass es Dir genommen wird. Als ich den Song 2017 schrieb, fühlte es sich so an, als könnte ich nichts richtig machen, ich habe mich sehr angestrengt und alles hat sich als schlecht herausgestellt. Moyka schreibt ihre Songs selbstreflektiv und trifft dabei einen Sound, der von schweren – auf einen zurollenden – Beats geprägt ist und im Verlauf an noch mehr Größe gewinnt. Tanzbar, dunkel und euphorisch klingt Bones nach einem 80er Jahre Computerspiel, bei dem wir auf der Zielgeraden kurz davor stehen zu gewinnen.