Alex The Astronaut - I Think You're Great

Alex The Astronaut – 4 Jahre volles Programm

Wenn man als junge Frau von Australien nach New York zieht und plötzlich die Welt Kopf steht, dann ist man im Leben von Alexandra Lynn angekommen. Denn seit gut vier Jahren spielt sie sich unter dem Namen Alex The Astronaut durch die Welt und besticht mit einem herrlich direkten und unglaublich ehrlichen Klang. Meist ist es nur ihre Gitarre und der Sprechgesang, den die 24-jährige Sängerin auf ihren Songs vereint, doch sind es vielmehr die Texte, die Alex The Astronaut so herausragend sein lassen. Und das, obwohl sie in New York noch ernste Zweifel an der Qualität Dieser hatte. Vier Jahre später kann sie auf Spins von Elton John in seiner Beats 1 Show, auf die inoffizielle Hymne der australischen Kampagne zu den Wahlen zur Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe, auf unzählige Konzerte weltweit sowie auf zwei EPs zurückblicken. Was fehlt – ist ein Debütalbum. Denn Alex The Astronaut veröffentlicht weiter unablässig Songs und hat so mit ihrem 2019er I Like To Dance wieder mit Relevanz und imposanter Leichtigkeit überzeugt – ging es hierbei doch um das Thema häusliche Gewalt. Nun ist die Musikerin mit I Think You’re Great zurück und singt damit ein Loblied auf die Freundschaft und das Sorgen und Pflegen eben dieser. Alex The Astronaut möchte die Menschen motivieren, sich nicht in ihrem stillen Kämmerchen zu verstecken und zu versuchen, alleine mit den Problemen klarzukommen, sondern vielmehr dazu aufmuntern, sich Freunden anzuvertrauen. Dabei klingt die Australierin wieder einmal mit ihrer Gitarre, einem eingängigen Schlagzeug und ihrem wunderbar, direkten Gesang so überzeugend und sympathisch, dass die eh schon überbordernde Schwärmerei immer mehr zu einer dauerhaften Liebe zu ihrer wird. Alex The Astronaut ist direkt, roh, singt, was sie bewegt und bleibt dabei immer unglaublich sympathisch. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass es irgendwann auch zu einem Debütalbum kommt.

The Best Of 2019 Vol. 11

The Best Of 2019 Vol.: 11

01. Moonlight Breakfast – Dance Moves

02. Tora – Tiger

03. Pool – All Because Of You

04. Haim – Summer Girl

05. Friendly Fires – Silhouettes

06. Wallis Bird – As The River Flows

07. Thees Uhlmann – Fünf Jahre Nicht Gesungen

08. Hot Chip – Melody Of Love

09. Gerry Read – It’ll All Be Over (DJ Koze Remix)

10. Cassia – Movers & Shapers

11. Bobby Love – Why

12. Lilly Among Clouds – Look At The Earth

13. Amason – Marry Me Just For Fun

14. Elderbrook & Rudimental – Something About You

15. Half Moon Run – Then Again

16. sir Was – No Giving Up

17. Hollow Coves – When We Were Young

18. REYKO – Lose Myself

19. Ed Sheeran feat. YEBBA – Best Part Of Me

20. Alex The Astronaut – I Like To Dance

Alex The Astronaut – Sympathisch und ernst

Mit ihrem Happy Song war Alex The Astronaut in den letzten Monaten fast überall zu hören – ob im Radio, in Fashionstores oder auf Festivals. Nun schlägt die Sängerin mit dem Song I Like To Dance eine etwas andere Richtung ein. Denn für I Like To Dance hat sich Alex einer Geschichte angenommen, die doch deutlich häufiger hinter verschlossenen Türen stattfindet, als man es auch nur ahnen kann. So beschreibt Alex mit dem Songtext die Evolution einer Liebesbeziehung, in der über die Jahre plötzlich Gewalt Einzug hält. So singt die Australierin, dass es nach fünf Jahren glücklicher Beziehung plötzlich ein Schlag auf das Handy war, welches ihr aggressiv aus der Hand geworfen wurde. Im weiteren Verlauf der Beziehung folgten Wutausbrüche, die dazu führten, dass die Frau in Alex‘ Geschichte verprügelt wurde und dennoch zu ihrem Freund hielt. Diese Situation beschreibt die Sängerin im Songtext neutral und möchte gleichzeitig wachrütteln, dass unsere Gesellschaft diese Gewalt nicht tolerieren soll. Dabei kommen, neben einer Gitarre ein spärlich eingesetztes Klavier und eine Geige vor, die I Like To Dance eher akustisch klingen lassen. Wie schon auf den anderen Songs ihrer Diskografie zeigt Alex The Astronaut mit I Like To Dance einmal mehr, wie sehr sie auf den Input der Menschen um sie herum angewiesen ist und gleichzeitig so viel Liebe und Energie an alle Menschen um sie herum zurück gibt.

Alex The Astronaut – Konzertkritik

Ein Konzert, wie eine Show á la Alleinunterhalter. Am letzten Freitag war die australische Newcomerin Alex The Astronaut im Berliner Lido zu sehen. Damit unterstützte sie den gebürtigen Kanadier, doch mittlerweile zum Wahlberliner gewordenen Sänger, Sam Vance-Law. Dass Alexandra Lynn – wie Alex The Astronaut bürgerlich heißt – schon so einige Shows absolviert hat, konnte man in jeder Sekunde ihrer Bühnenperformance erkennen. Noch dazu, mit einer bemerkenswerten Gelassenheit und ur-sympathischen Art. Denn während Alex ihre Lieder sang, trumpfte sie immer wieder auch mit kleinen Anekdoten und Erinnerungen auf, die dem Publikum den jeweiligen Song näher brachte. Mit insgesamt neun Songs begeisterte sie dann auch alle und kam ihr Support so eines eigenständigen Konzertes gleich.

Mit dabei waren neben ihren Singles Waste Of Time und Not Worth Hiding auch Songs, wie What Sydney Looks Like in JuneCaught und Already Home. Bei Rockstar City ließ sie uns dann von der Erfahrung teilhaben, wie es war, jahrelang nur im kleinen Kreise zu spielen und plötzlich diesen Gig im ältesten Rock Club New Yorks – dem The Bitter End – zu haben. So war sie unglaublich beeindruckt auf der Bühne zu stehen, auf der auch schon Bob Dylan, Chuck Berry, Janis Joplin, Nina Simone oder Patti Smith spielten. Ihr persönlicher Funfact dabei war, dass nur rund 15 Leute anwesend waren und dies auch noch über kostenlose Tickets geschah, da ein Großteil hiervon zu Alex‘ Freunden zählten. Ist die Australierin doch eher bescheiden, wird der Club wahrscheinlich deutlich voller gewesen sein, als sie es zu präsentieren vermochte.

Mit Happy Song trumpfte Alex schließlich auf und sorgte für einen Unterhaltungsfaktor, der einer abendlichen Entertainmentshow gleich kam. Hatte sie doch das Publikum in zwei Lager geteilt und der linken und rechten Hälfte jeweils die markanten Refrain-Verse zugeordnet, um diese schließlich über viereinhalb Minuten vollends auszuspielen. Hierbei machte das Publikum so wunderbar mit, dass man sich kurzzeitig als Gemeinschaft an eine Klassenaufführung erinnert fühlte.

Alex The Astronaut @Lido Berlin http://www.soundtrack-of-my-life.com

An diesem Abend konnte man eindrucksvoll sehen, was für eine Bühnenpräsenz Alex hat und die so wunderbar frisch und neugierig ist, dass man ihrem Konzert nur verfallen konnte. Jetzt dürfen wir uns aber sicher sein, dass – wenn sie das nächste Mal in Berlin spielt – ein Debütalbum im Gepäck sein wird.

 

 

Alex The Astronaut – Ein Song, perfekt für einen Trip fernab des Alltags

Mit ihrer Coming-Out-Hymne Not Worth Hiding hatte die australische Sängerin Alex The Astronaut Ende 2017 den Soundtrack zur landesweiten Wahl für die Öffnung der Ehe für Gleichgeschlechtliche Paare begleitet. Nun ist sie mit der Single Waste Of Time zurück und veröffentlicht diese, nach ein paar umtriebigen Monaten in Europa, den Fans. Dabei singt Alexandra Lynn vom genießen verschwendeter Zeit. So zeigt sie sich als Fan des Nichtstuns – manchmal bewusst gesteuert und somit wiederum geplant. Dabei präsentiert sich Lynn mit so viel Drive, dass sie die perfekte Musik für einen Moment des Ausbrechens erzeugt. Mit schnellen Gitarren erinnert sie fast ein wenig an die britische Sängerin Amy MacDonald, die vor allem auf ihrem Debütalbum This Is The Life ähnliche Tempi zeigt. Waste Of Time klingt jugendlich und rebellisch und hat dabei die sympathische Haltung eines Hitzkopfes wie Alex The Astronaut sie besitzt.

The Best Of 2018 Vol.: 06

01. Calum Scott – What I Miss Most

02. Hayden James feat. Boy Matthews – Just Friends

03. Roosevelt – Under The Sun

04. Satellite Stories – Carried Away

05. Xavier Rudd – Honeymoon Bay

06. Flight Facilities feat. Dustin Tebbutt – All Your Love

07. Dustin Tebbutt – Love Is Blind

08. Rudimental feat. Shungudzo, Protoje & Hak Baker – Toast To Our Differences

09. Tash Sultana – Harvest Love (Live Lounge Recording)

10. Kungs feat. Stargate & GOLDN – Be Right Here

11. The Kooks – Four Leaf Clover

12. Silk feat. Diplo, Mark Ronson & Marpei – Feel About You

13. Jon Bryant – Paradise

14. Soul Clap – Moov To Tha Beat

15. AVEC – Love

16. Like Elephants – Video Game

17. Alex The Astronaut – Waste of Time

18. Robyn – Missing You

19. Zayn feat. Timberland – Too Much

20. Møme feat. JPL – When We Ride

The Best Of 2017 Vol.: 10

01. Ofenbach vs. Nick Warehouse – Katchi

02. All The Luck In The World – Golden October

03. Daniel Docherty – Hold Me

04. Zoe Durrant – Bridge

05. Kakkmaddafakka – All I Want To Hear

06. My Indigo – My Indigo

07. dePresno – Mr. Big

08. Wankelmut & Björn Dixgård – I Keep Calling

09. RAZZ feat. Giant Rooks – Another Heart/Another Mind

10. I’m Not A Band – Swimming

11. Dean Lewis – Lose My Mind

12. Franz Ferdinand – Always Ascending

13. Ex Makina – Breath

14. Gengahr – Mallory

15. Wulf – Mind Made Up

16. The Wombats – Lemon To A Knife Fight

17. Wanda – 0043

18. Lane 8 feat. Poliça – No Captain

19. Tash Sultana – Mystik

20. Eliza And The Bear – Hell

21. Calvin Harris feat. Kehlani & Lil Yachty – Faking It

22. Alex The Astronaut – Not Worth Hiding

Alex The Astronaut – Ein Underdog plötzlich ganz groß

Ein Multitalent par excellence. Sie ist nicht nur haarscharf an einer Profi-Fussballkarierre vorbeigeschrammt, sondern studiert auch noch Mathematik und Physik in New York. Dabei kommt Alex Lynn eigentlich aus Australien und ist vor einer kleinen Ewigkeit mit ihrer Familie nach Großbritannien gezogen. Hier inspirierte sie der Britpop-Sound und die vielen Gitarren in Songs so sehr, dass sie selbst anfing, Songs zu schreiben. Schon früh griff sie zur Gitarre und ließ ihren Folk-Pop entstehen. Doch Musik ist aktuell gar nicht mal im Vordergrund – obwohl sie zur Zeit deutlich mehr im Kopf behalten muss. Allerdings kann sich Alex unter ihrem Pseudonym Alex The Astronaut durchaus vorstellen, in einigen Monaten eine EP und nächstes Jahr ein Album zu veröffentlichen. In der Zwischenzeit tanzen wir zu ihrem Indie-Hit Not Worth Hiding. Dieser ist vor einigen Wochen zum absoluten Hit in Australien geworden. Konnten die Australier damals über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare entscheiden, wurde Not Worth Hiding zur Hymne dieser Wahl. Gleichzeitig sang Alex The Astronaut in die Welt hinaus, wie viel mehr es wert ist, sich selbst zu vertrauen, sich zu trauen zu seinen Gefühlen zu stehen und keine Angst davor zu haben, sich als homosexuell zu outen. Dass dies als Künstlerin nicht einfach ist, ist verständlich, hat doch speziell die Stimme eines Künstlers immer auch eine höhere Gewichtung und kann so schnell missverstanden werden. Im Falle von Alex The Astronaut ging allerdings alles gut und ihre Single startete voll durch. Dies ist abgesehen vom Thema auch der sympathischen Art zuzuschreiben, wie Alex The Astronaut singt. Es ist vielmehr ein frecher Sprechgesang, der an die ganz frühen Songs der französischen Sängerin SoKo oder Kate Nash erinnert. Folk trifft auf Pop und lässt die Gitarren klingen. Wir wollen schleunigst mehr davon!