Ásgeir - Youth

Ásgeir – Ein Spaziergang durch den Schneesturm

Es ist die Stunde der ruhigen Songs. Mit Bear’s Den und nun Ásgeir Trausti Einarsson – alias Ásgeir – sind dieser Tage Songs veröffentlicht worden, die zu der kalten, ruppigen und dunklen Jahreszeit passen, wie kaum andere. Bei Ásgeir – den wir 2017 auf Unbound mit einem großartigen Elektrosound zurück begrüßen konnten – sieht es mit der neuen Single Youth ganz anders aus. Mit der Begleitung einer Akustikgitarre und Ásgeirs zarter Stimme beginnen wir den Spaziergang durch die kalte Nacht auf er isländischen Insel. Schließlich weht der auffrischende Wind die ersten Schneeflocken ins Gesicht, nur, um in einem kurzen, aber heftigen Schneesturm das rosafarbene Gesicht preiszugeben, dass sich anschließend wieder in die schützende Jacke verkriecht. So passend, wie diese Vorstellung baut sich Youth auf und fällt schließlich am Ende wieder in sich zusammen. Ásgeirs kündigt mit Youth gleichzeitig für den 7. Februar 2020 sein drittes Studioalbum Bury The Moon an und lässt uns mit der ersten Single ein paar warme Momente für die kalten Tage da.

Ben Khan – Das Ziel und 2000 Angels vor Augen

Der britische Produzent und Musiker Ben Khan ist eine Art Geist in der britischen Musiklandschaft. Denn seit geraumer Zeit geistern Songs wie SavageEdenDrive (Part I) und Youth durch das Internet und erzeugen eine natürliche Neugier, wer hinter diesen geheimnisvoll, poppigen Elektroklängen steckt. Sind diese Songs bereits mehr als drei Jahre alt, flaute diese Interesse nur sehr langsam ab. Nun ist Ben Khan mit der neuen Single 2000 Angels zurück und kündigt damit endlich sein lang erwartetes Debütalbum an. Noch hat es keinen Namen, soll aber diesen Sommer rauskommen und zeigen, dass Khan anders ist, als die Musiker, die 0815-Songs schreiben. Sein selbst gestecktes Ziel ist, die Menschen zu erreichen, die eher als Passivhörer neben dem Radio sitzen. Denn hier ergibt sich für den Londoner Musiker eine ganz eigene Motivation. In früheren Interviews einmal auf die Hitschmieden der großen Plattenlabel angesprochen, kommentierte er, dass er nur einen Hit anhören und ihn in seine Einzelteile zerlegen müsse, um daraus einen neuen Hit produzieren zu können. Was sich anhört, wie die eigene Überschätzung, zeigt in seinen Songs, dass diese nur gerechtfertigt ist. Denn Khans neue Single 2000 Angels klingt nach einem Science-Fiction-Soundtrack, der in Filmen wie Lucy und Ghost In The Shell zum Einsatz kommen könnte. Wabernde Synthies treffen auf hypnotisierenden R&B und einen mystischen Vibe. Dabei erinnert der Song entfernt an den Sound von Miike Snow, die ebenfalls mit diesem Zusammenspiel ausnahmslos positive Kritiken erhalten. Auf 2000 Angels setzt Khan die eigene Messlatte nochmals ein Stück höher und hat damit den perfekten Teaser für das bevorstehende Album veröffentlicht.

Glass Animals – Neue Single stellt Mr. Jennings vor

Glass Animals – Pork Soda

Bereits letzten Sommer konntet Ihr hier über das Glass Animals Album How To Be A Human Being und der Single Youth lesen. Nun haben die Briten eine weitere Single aus ihrem Konzeptalbum veröffentlicht und stellen mit Pork Soda den Charakter Mr. Jennings vor. Besteht das Album doch aus elf Songs, die alle mit einem Charaktere versehen wurden, die auf dem Albumcover abgebildet sind. In ihrem aktuellen Video zu Pork Soda präsentieren die Glass Animals Mr. Jennings als Couchpotato, der vor dem Fernseher sitzt. Mittendrin flammen immer wieder, auf alt gemachte, Werbeclips und tanzende Hunde auf. Dabei klingt Pork Soda klebrig, schwer, hält aber immer auch eine gewisse Indie-Attitüde hoch. Pork Soda ist ein Song, an den man sich heranarbeiten muss. Aber hat man ihn dann erst einmal ins Herz geschlossen, wird man ihn so schnell nicht wieder los. Das ist wohl das Erfolgsrezept hinter den Glass Animals.

The Best Of 2016 Vol.: 08

The Best Of 2016 Vol.: 08

The Best Of 2016 Vol.: 08

01. James Vincent McMorrow – Rising Water

02. DJ Snake feat. George Maple – Talk

03. Von Wegen Lisbeth – Meine Kneipe

04. Fickle Friends – Cry Baby

05. Little Green Cars – The Garden Of Death

06. AnnenMayKantereit – Pocahontas (Gestört Aber Geil Remix)

07. Seafret – Wildfire

08. Glass Animals – Youth

09. Major Lazer feat. Justin Bieber & MØ – Cold Water

10. Jacob Collier – Hideaway

11. Crystal Castles – Char

12. Justice – Safe And Sound

13. Kiara Nelson – Cool My Rush

15. George Maple – Talk Talk

16. Bud feat. Origin One – City Bird

17. How To Dress Well – Lost Youth/Lost You

18. The Avalanches – Subways

19. Emma Louise – Talk Baby Talk

20. The Naked And Famous – Higher

Glass Animals – Größer als je zuvor

Glass Animals - How To Be A Human Being

Glass Animals – How To Be A Human Being

Vor knapp vier Jahren sprangen die Briten von Glass Animals in das Haifischbecken der Musikindustrie, veröffentlichten Sie doch mit den EP’s ‚Leaflings‘ (2012) und ‚Glass Animals‘ (2013) Aufnahmen, die sehr wohlwollend aufgenommen wurden. So folgte nur ein Jahr später das Debütalbum ‚Zaba‘ und erste Chartpositionen. Konnten sie in ihrem Heimatland Großbritannien noch keine Chartnotierung erreichen, schafften sie es in Australien bis auf Platz 12. Was folgte waren unzählige Konzerte und Liveauftritte auf Festivals in Europa und weltweit. Nun ist das Quartett mit einem neuen Album zurück, welches am 26. August veröffentlicht wird und ‚How To Be A Human Being‘ heißen wird. Mit ihrer zweiten Singleauskopplung ‚Youth‘ setzten sie hinter ihren Sound, der aus vielen Genres wie Hip-Hop, Rock, Indie, Electronic und Phsechedelic-Pop zusammengesetzt ist, ein Ausrufezeichen. Klingt ‚Youth‘ doch genau nach dieser Mischung. So gibt es betörende Hintergrundarrangements, die orientalisch klingen und singt Dave Bayley gleichzeitig mit einer fast schon hauchend, hohen Stimme, dass ‚Youth‘ zu einer neuen Indie-Hymne avancieren könnte. Wenn hier keine Chartsplatzierung in den britischen Albumcharts rausspringt, haben die Briten ihr Gespür für gute Musik verloren.

Glass Animals - Youth

Glass Animals – Youth

Daughter – die leise Künstlerin

Daughter - Not To Disappear

Daughter – Not To Disappear

Von London aus die Welt erobern – doch wie, wenn man einen Sound macht, der eher zurückhaltend ist. Für das britische Trio von Daughter scheinbar kein Problem. Sind doch ihre ersten beiden Alben direkt in die Charts von Großbritannien, den USA und Deutschlands eingestiegen. Mit dem Song ‚Youth‘ aus ihrem ersten Album ‚If You Leave‘ hatten sie dann auch einen Indiehit landen können.
Nun ist vor wenigen Wochen das zweite Album ‚Not To Disappear‘ rausgekommen und beinhaltet die nun veröffentlichte Single ‚How‘. Beginnend mit einem dunkeln Gitarrenspiel und einem einsetzenden Schlagzeug folgt Sängerin Elena Tonra mit ihrem engelsgleichen Gesang, der sich immer wieder seinen Weg durch die Instrumente sucht. Hierbei ist das Zusammen- und Wechselspiel besonders spannend und funktioniert wunderbar. So ist ‚How‘ ein weiterer Daughter Song der die Kraft der Sensibilität wiederspiegelt.

Daughter - How

Daughter – How

The Best Of 2015 Vol.: 08

Und schon kommt die nächste Playlist.

The Best Of 2015 Vol. 08

The Best Of 2015 Vol. 08

01. Ben Khan – Youth

02. Postiljonen – Go!

03. Cosby – Yeah

04. Gavin James – 22

05. Birds Of Tokyo – I’d Go With You Anywhere

06. Vanessa Carlton – Blue Pool

07. Philipp Dittberner – Das Ist Dein Leben

08. Rüfüs – Lika An Animal

09. Bleachers – Like A River Runs

10. Le Very – Numbers

11. Young Empires – So Cruel

12. Darkness Falls – Night Games

13. Hot Chip – Started Right

14. David Lemaitre – Megalomania

15. Panteros666 feat. Woodkid – Clear

16. Janet Jackson feat. Missy Elliott – BURNITUP!

17. Naughty Boy feat. Bexoncé & Arrow Benjamin – Runnin‘ (Lose It All)

18. Frittenbude – Die Möglichkeit Eines Lamas

19. Wanda – Bussi Baby

20. Hurts – Lights

21. Robin Schulz feat. Francesco Yates – Sugar

22. Stereophonics – I Wanna Get Lost With You

23. Alanis Morissette – Superstar Wonderful Weirdos