Kate Nash – Gestolpert, Gefallen und stark zurück

Mit ihrem 2015er Album Girl Talk musste sich die britische Indie-Pop Sängerin Kate Nash so einiges an Kritik abholen. War ihr einst so wunderbar bissig, süßer Indie doch einem aggressiven, grummeligen Riot-Girl gewichen. Dabei hatte sie mit den beiden Vorgängeralben Made Of Bricks und My Best Friend Is You doch alle so glücklich gemacht – klang Nash darauf doch frech, direkt und trotzdem charmant. Girl Talk floppte schließlich und erreichte nur Platz 85 der britischen Albumcharts. Dabei wechselte sie vom Major-Plattenlabel zu einem kleinen Indielabel und veröffentlichte ihr drittes Album fast in Eigenregie. Nun ist sie mit der ersten neuen Single, seit 5 Jahren zurück und kündigt damit ihr viertes Studioalbum Yesterday Was Forever an. Mit Drink About You lässt sich Nash dabei wieder deutlich mehr auf ihre Indiewurzeln ein und spielt mit einer schnellen Gitarre und vor allem ihrer Stimme. Man könnte fast vom geläuterten Künstler sprechen, wäre da nicht Nashs überbordend, überzeugende Art und eine gesunde Arroganz. Dink About You erinnert hier fast and Puretones Addicted To Bass und ist doch ganz anders. Schnell, flippig und wieder ganz frech ist Kate Nash zurück und tut so, als wäre sie nie weg gewesen.

Lollapalooza Berlin 2017 Tag 1

Lollapalooza Berlin Festival 2017

Ein Festival, das auch im dritten Jahr keine Konstante entwickelt hat – wo fängt man da an? Es war bereits am Sonntagmorgen viel über den ersten Tag des Lollapalooza Festivals zu lesen – eigentlich nicht über den Tag selbst, sondern eher über die Nacht zum Sonntag. Denn an diesem, versuchten Tausende Besucher des Festivals durch einen eingleisigen S-Bahnhof wieder in die Innenstadt und somit nach Hause zu kommen.

Anfangs geht es an dieser Stelle allerdings um das Festivalgelände, die Acts und das Lebensgefühl – denn davon gab es reichlich.

Betrat man am Samstag das Festivalgelände, stand man in Mitten eines riesigen weiterlesen