SYML - Take Me Apart

SYML – Vom unendlichen Repertoire eines Musikers

2019 markiert ein Jahr der kreativen Hochphase bei dem US-Amerikanischen Musiker und Produzenten SYML. War es nicht schon bedeutend genug, dass Anfang des Jahres sein selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht wurde, folgte mit Symmetry vor sechs Wochen bereits eine erste neue Single, die nicht mehr auf dem Album enthalten war. Nun hat Brian Fennell mit Take Me Apart einen weiteren neuen Song veröffentlicht, der sich nahtlos in die kinematographische Kultur seiner Diskografie einfügt. Dabei verfolgt SYML die Linie, sich in keinem festen Genre zu bewegen, sondern springt viel mehr von Song zu Song in den Genre umher. Mal rockig und kratzig, mal soulig oder sogar so leise, dass man während des Songs meint, das Studio knarzen zu hören. Mit Take Me Apart hat sich SYML nun der Liebe zu Horror- und Mysteryfilmen hingegeben. Beginnt der Song mit einem melancholisch, mystischen Klavierspiel, setzt Fennells Gesang kurze Zeit später ruhig und geheimnisvoll ein. Hierbei startet unwillkürlich eine Retrospektive vor dem inneren Auge und lässt gleichzeitig eine Art Zeitraffer entstehen. Schließlich trifft der Höhepunkt des mystischen Moments bei knapp 2:45 Uhr ein und verliert sich in einer großen Soundwolke aus Geigen, Bassbeats und verworrenen Gesangsparts, nur, um schließlich wieder vom melancholischen Klavierspiel eingangs abgeschlossen zu werden. SYML ist in seiner Kreativität nicht zu stoppen und zeigt seine Leidenschaft der musikalischen Untermalung von Momenten auf Take Me Apart einmal mehr eindrucksvoll.

SYML – Ein gesamtes Leben in 3:38 Minuten

Brian Fennell ist kein Mensch, der sich auf etwas ausruht. Mit seinem Soloprojekt SYML bedeutet das aber auch, dass sich Fennell immer wieder neu erfindet und die unterschiedlichste Facetten einbringt. Auf seinen Singles Where’s My LoveClean EyesThe Bird und Break Free könnten diese Unterschiede nicht besser herausgearbeitet sein, steht doch jeder Song für sich selbst und lässt den US-Amerikanischen Musiker in seiner unbändigen Kreativität alle Möglichkeiten offen. Am 3. Mai dieses Jahres folgte schließlich mit SYML das Debütalbum, nur, um bereits einige Monate später mit einer kommplett neuen Single zurückzukommen. Symmetry weisst dabei eine musikaliche Dramaturgie auf, die dem eines Lebenszyklus‘ gleichkommt. Sind Anfangs nur Fennells Gesang und eine treibende Gitarre zu hören, kommt etwas später eine Geige dazu und gibt dem ganzen einen dramatischen Anstrich, der sich schließlich in einem orchestralem Soundgewitter entlädt, bei dem die großen Ereignisse des Lebens im Mittelpunkt stehen. Schließlich folgt mit dem ruhigen Ausgang ein letzter Atem, der die Lunge des Lebens verlässt und den Körper wider der Natur zurückgibt. Symmetry ist dabei wirklich groß gedacht aber reduziert produziert. Brian Fennell beherrscht es, die großen Sounds genauso zu produzieren, sowie die intimen Momente in seinen Balladen ganz groß heraus zu arbeiten.