Boris Brejcha feat. Ginger - Happinezz

Boris Brejcha – Mit High-Tech Minimal in den Jahreswechsel

Mit dunklen Beats, Houseelementen und einer mystisch-hallenden, weiblichen Computerstimme kriecht der Rheinland-Pfälzische DJ und Produzent Boris Brejcha mit seinem aktuellen Song Happinezz in die Köpfe der Leute. Dabei hat der – mittlerweile in Frankfurt am Main lebende – Produzent bereits fünf Alben veröffentlicht und macht seit 2006 professionell Musik. Sein Markenzeichen ist immer wieder die venezianische Maske, unter der er bei seinen Auftritten sein Gesicht verdeckt. Nun hat Brejcha für den 24. Januar 2020 sein neues Album Space Diver angekündigt und sorgt gleichzeitig mit der Auskopplung Happinezz für Furore. Diese schafft den Sprung von den Clubs und Tanzflächen der Stadt in die Radios des Landes und wird gleichzeitig zum Soundtrack des nahenden Jahreswechsels. Auf Happinezz holt sich der DJ die gesangliche Unterstützung seiner Freundin Ginger dazu und erzeugt einen dunklen, hypnotisierenden Song, der mit Retro-Soundschnipseln spielt und einmal gehört, nicht mehr aus den Kopf gehen möchte.

Casper – Mit Drangsal zur Ikone

Casper feat. Drangsal – Keine Angst

Kurzzeitig hatte man einen Schreck, ja fast schon Angst bekommen – waren doch die ersten Töne des neuen Albums ungewohnt schroff. Sirenen oder auch Lang Lebe Der Tod gingen in eine Richtung, die für Casper ungewöhnlich hart und elektronisch klangen und mit brachialer Gewalt ihren Weg zu den Fans fanden. Nun gibt es mit der dritten Single vom neuen, im Herbst erscheinenden, Album Lang Lebe Der Tod möglicherweise eine Kehrtwende. Denn auf Keine Angst ist Casper wieder so zurück, wie wir ihn lieben, mit rauer, starker Stimme und dieses Mal mit einer Gegenstimme, die vom Rheinländer Drangsal kommt. Die volle Ladung Indie ist bei Casper genauso vertreten, wie der schnelle Sound und die neue Suche nach elektronischen Einflüssen. So verbindet Kein Angst Indie, Rap und Synthies miteinander und gibt ein Tempo vor, dass sich an der Tanzwut der Fans orientiert. Casper ist eine Ausnahme im Deutschen Indie/Rap und zeigt, dass man viele – scheinbar unpassende – stilistische Hilfsmittel zu einem homogenen Song zusammenbringen kann – man sollte nur keine Angst haben es zu probieren.