Tones And I - Fly Away

Tones And I – Der universelle Sound

Mit Dance Monkey hatte die australische Sängerin und Songwriterin Tones And I einen Überraschungshit veröffentlicht, der auch heute noch – anderthalb Jahre nach seiner Veröffentlichung – in den Charts weltweit vertreten ist. Dabei hat es Dance Monkey nicht nur in sagenhaften 38 Ländern auf Platz 1 der länderspezifischen Charts geschafft, sondern gleichzeitig auch noch einen Rekord nach dem anderen gebrochen. Allein in ihrem Heimatland Australien stand der Song sagenhafte 24 Wochen auf Platz 1 der Singlecharts und löste sogar den dortigen Allzeitrekordhalter White Christmas von Bing Crosby ab – der immerhin 77 Jahren lang keine ernstzunehmende Konkurrenz hatte. Gleichzeitig schnellten die Verkaufs- und Streamingzahlen überall in die Höhe und verkaufte sich Dance Monkey bis heute über 11 Millionen mal. In Deutschland stand Dance Monkey 10 Wochen auf Platz ein, war satte 34 Wochen in den Top-10 und ist aktuell – in Woche 66 – immer noch nicht aus den Charts wegzudenken. Und obwohl Dance Monkey noch immer rege im Radio gespielt und gekauft wird, hat die Australierin Toni Watson mit Fly Away nun einen weiteren neuen Song veröffentlicht. Was auffällt ist, dass der Sound von Tones And I universell und gerade deshalb so langlebig und erfolgreich ist. Denn einmal mehr wird auf Fly Away die unverwechselbare Stimme der 27-jährigen Sängerin von einem positiven und euphorischen Elektropop-Sound begleitet.

Tones And I
Tones And I

Neben dem unglaublich eingängigen Sound ist es auch die Message, die einmal mehr inklusiv ist und versucht, alle zu erreichen. Hier geht es der Sängerin um die eigenen Träume, die jeder hat. Das Musikvideo zu ihrem neuen Song zeigt dann auch Menschen aller Hautfarben, Herkünfte und Orientierungen. Dabei möchte Tones And I den Menschen zeigen, was im Leben glücklich macht und was die Menschen zu glauben scheinen, was sie glücklich macht. Hier hat sich die Australierin ihren Großvater als Beispiel genommen, der in seinem hohen Alter über vieles aus seinem Leben glücklich ist. Dabei zeigt sich, dass mit dem heutigen Jagen nach Likes auf den sozialen Kanälen, dem Präsentieren materieller Werte, wie Klamotten und Consumer Electronics und der eigene Schein nicht zu dem Gefühl des glücklich seins beitragen, wie eine innige Freundschaft, einen vertrauten Menschen zu sehen oder sich zu verlieben. Diese Messages sind es, mit denen Tones And I die Menschen überall auf der Welt erreicht. Und das nicht nur über ihre Musik, sondern eben auch über die Geschichte hinter den Songs. Fly Away könnte dabei nach ihrer erfolgreichen Debüt-EP The Kids Are Coming (2019) der erste Vorbote für ein kommendes Debütalbum sein. Musikalisch schafft es Tones And I damit einmal mehr, einen Ohrwurm zu erzeugen und für gute Laune zu sorgen.

Zoe Durrant – Ein Traum von einem Song

Stellt Euch vor; ihr wart Teil einer schwedischen Band. Habt somit als Little Majorette Musik veröffentlicht, euch auf eine Auszeit geeinigt und macht nun solo Musik – und booom, findet ihr euch im Soundtrack einer Grey’s Anatomy Episode wieder. So geschehen mit Zoe Durrant, die mit ihrem Song Bridge in Episode elf der 13. Staffel zu hören war. Diese wurde Anfang 2017 in den USA ausgestrahlt und hat ihr nicht wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen. Dass ihr Facebookprofil dennoch nur etwas mehr als 200 Likes anzeigt, dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass am Tag der Ausstrahlung, der 2. Februar 2017, noch kein eigenes Facebookprofil der Sängerin existierte – welches sie erst vier Tage später eröffnete. Doch ebenfalls in dieser Woche im Februar veröffentlichte Durrant die 4-Song-EP Island, die Bridge enthält. Nun, knapp neun Monate später kriecht der Song auch weltweit in die Köpfe vieler Musikliebhaber. Dabei ist Bridge ein Song, der eine Blase zu sein scheint. Abgeschirmt vom Trubel der Welt und Post-Apokalyptisch klingend, schwellt Bridge mit einem hypnotisierenden Sound, der vom ehemaligen Little Majorette-Bandkollegen Petter Winnberg produziert wurde, und lässt Zoe’s Gesang fast in Dream-Pop übergehen. Aus Großbritannien kommend, suchte sich Durrant vor zehn Jahren in Schweden einen Ort aus, um musikalisch Erfolg zu haben. 2017 ist ihr dies gelungen und wir hoffen, dass die EP Island nicht das Einzige sein wird, was wir von der Sängerin musikalisch hören werden.

Kideko & George Kwali feat. Nadia Rose & Sweetie Irie - Crank It (Woah!)

Kideko & George Kwali feat. Nadia Rose & Sweetie Irie – Woah!!!

Was für eine Interpretenriege! Wenn man von vorne beginnt, muss man das Produzentenduo Kideko & George Kwali als erstes vorstellen. Kideko ist ein britischer DJ und Produzent aus Brighton und hat unter anderem einen Remix für den Nummer 1 Hit von Imany Don’t Be So Shy gemacht. George Kwali – ebenfalls aus Brighton hat noch nicht so viel an Material vorzuweisen, dafür aber maßgeblich zu Crank It (Woah!) beigetragen. Beide kommen aktuell noch auf eine recht überschaubare Zahl an Facebook Likes. Für ihren Monsterhit Crank It (Woah!) hat sich das Duo nicht nur die 25 jährige Rapperin Nadia Rose, die in den letzten 12 Monaten mit Songs wie Station und Boom für Furore in der britischen Rapszene gesorgt hat, mit ins Boot geholt, sondern auch Sweetie Irie. Der Reggae-Sänger hat bereits mit den Gorillaz, No Doubt und Ms. Dynamite zusammengearbeitet. Viele Köche verderben den Brei heißt es oftmals. Doch im Falle von Crank It (Woah!) ist es gerade diese Vielzahl von Einflüssen die den Song so interessant machen. Ist er doch vollgepackt mit derben Beats á lá 212 von Azealia Banks und zeigt eine Dynamik, die zum absoluten Ausrasten animiert. Nadia Rose‘ und Sweetie Iries Rap-Parts bringen dem Song nur noch mehr Energie und lassen die Wände beben. Crank It (Woah!) ist ein Song, der das Potential hat über die nächsten Jahre zu einer der meist gewünschten Songs in den Clubs weltweit zu werden.