Palace – Wenn der Schmerz die Heilung bringt

Bereits vor zwei Jahren kamen die Single Break The Silence und das Debütalbum So Long Forever des britischen Trios Palace auf den Markt. Dieses beinhaltete dunkle Indie-Songs, die von Schmerz und Weite getragen wurden. Nun sind Frontsänger Leo Wyndham, Matt Hodges und Rupert Turnersie nach zweijährigem Touren und Song-schreibens zurück und bieten uns mit No Other eine würdevolle neue Single als Nachfolger des Sounds ihres Debütalbums. Dabei ist No Other thematisch der Übergang ihres 2016er Albums, welches sich um Schicksalsschläge und eine dunkle Vergangenheit drehte. Denn hier besingt Wyndham den spannenden Moment, als in seinen dunkelsten Momenten plötzlich eine Person in sein Leben trat, die ihn aus der ausweglosen Situation holte, in der Wyndham keine Hoffnung mehr hatte und sich beinahe verloren hätte. Diese Person entfachte in ihm eine neue Leidenschaft und das wunderbare Gefühl der Liebe. Musikalisch äußert sich dies in einem epischen Indie-Song, der sich oft zu verlieren scheint, nur um sich dann wieder selbst aufzufangen. Hier kommen die ganz großen Gefühle zum Ausdruck und zeigen die Band in all ihrer Kraft.

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SYML – Wildert im eigenen Repertoire

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte Brian Fennell unter dem Synonym SYML mit der Single Where’s My Love für eine Überraschung gesorgt. Ist er als Frontsänger der US-Amerikanischen Band Barcelona doch eher in der Indie-Musik zuhause und war somit mit der leisen Folksingle in ein völlig neues Genre vorgedrungen. Nun überrascht uns Fennell abermals und liefert mit seiner neuesten Single Clean Eyes einen satten Indiesong ab, der an seine Band Barcelona erinnert. Dies steht gleichermaßen für SYML’s Spielfreude und der Neugier, sich durch Genres zu arbeiten. Gleichzeitig nährt es aber auch die Angst der Barcelona-Fans, dass eine Reunion in weiter Ferne rücken könnte. Dass Fennell hier mit der Aussage, der Song sei mit mehr Bandansatz geschrieben, nicht gerade dazu beiträgt, zu beruhigen, verwundert nicht. Clean Eyes klingt schnell, nach einer vollwertigen Band und großen Gesten. Dabei kommt eine latente Aggression mit Erleichterung zum Ausdruck und gibt dem Song einer größeren Bühne preis.