Crooked Colours - Never Dance Alone

Crooked Colours feat. Ladyhawke – Australiens Antwort auf The XX

Nun ist es draußen – das neue Album Langata von Crooked Colours. Anfang April konntet Ihr hier bereit mit Hold On einen Vorgeschmack hören. Nun haben die Australier mit Never Dance Alone eine weitere Single veröffentlicht, bei der man sich in vielerlei Hinsicht an das britischen Trio The XX erinnert fühlt. Mit einem außergewöhnlichen Elektrobeat, sphärischen Klängen, der unverkennbarer Stimme des Featuring-Acts Ladyhawke und der markanten Tonlage des Crooked Colours Frontsängers Philip Slabbers – die selbst hier an Oliver Sim von The XX erinnert – lässt uns die Band an ihrer Skizze einer durchfeiernden Clubnacht teilhaben. Hier trifft sich der Sound von The XX und Rüfüs Du Sol, doch bleibt die Band darüber hinaus individuell und frisch. Mit Never Dance Alone haben die Crooked Colours nicht nur einen weiteren Anreiz – das Album zu kaufen – veröffentlicht, sondern gleichzeitig auch noch eine Art Modelprojekt ihrer Musik vorgestellt. Nach dem 2017er Debütalbum Vera wurde nun am vergangenen Freitag das zweite Album Langata veröffentlicht und ist angereichert mit dunklen Elektrobeats, melancholischer Stimmung und tanzbaren Songs.

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The Best Of 2019 Vol.: 05

The Best Of 2019 Vol.: 05

01. Hazey Eyes feat. Panama – Emotion

02. Mokoa feat. Dirty Radio – Magic

03. Billie Eilish – Bad Guy

04. Moyka – Colder

05. Lucy Spraggan – Lucky Stars

06. Local Natives – When Am I Gonna Lose You

07. Meduza feat. Goodboys – Piece Of Your Heart

08. Crooked Colours – Hold On

09. Tash Sultana – Can’t Buy Happiness

10. Lea Porcelain – I Am OK

11. Middle Kids – Real Thing

12. Shallou & Emmit Fenn – All Your Days

13. Ten Tonnes – Lucy

14. Ruti – Racing Cars

15. Jade Bird – Love Has All Been Done Before

16. The Montreals – Rude

17. Caravan Palace – Miracles

18. Madonna feat. Maluma – Medellín

19. Dirty Radio & Giuliano Rascan – Is It Enough

20. The Lumineers – Gloria

21. Møme feat. Ricky Ducati – Sail Away

22. Dean Lewis – Stay Awake

Crooked Colours – Eine dunkle Liebe zum tanzen

Das australische Trio Crooked Colours lässt gerade alle australischen Herzen höher schlagen – veröffentlichen sie gerade immer wieder Songs, die auf ihrem am 17. Mai erscheinenden, zweiten Album Hold On zu finden sein werden. Dabei klingt die nun veröffentlichte Single – die den Titel des Albums trägt – eingangs wunderbar verträumt, ehe sie sich zu einer satten Synthie-Tanznummer wandelt. Dabei setzen die Jungs aus Perth auf einen Song, der zu mutieren scheint, denn schlußendlich wirkt Hold On ab dem zweiten Teil des Songs eher dunkel und fast schon mystisch. In Australien bereits absolute Überflieger, mussten Crooked Colours zu ihrem ursprünglichen Konzert in Melbourne bereits einen Zusatztermin planen, um so vielen wie möglich, die Chance zu geben, sie einmal live zu sehen. Nachdem die Jungs um Frontsänger Philip Slabber ihr Heimatland bereits im Sturm erobert haben, wird mit Hold On nun der Rest der Welt angepeilt.

Lollapalooza Berlin 2017 Tag 1

Lollapalooza Berlin Festival 2017

Ein Festival, das auch im dritten Jahr keine Konstante entwickelt hat – wo fängt man da an? Es war bereits am Sonntagmorgen viel über den ersten Tag des Lollapalooza Festivals zu lesen – eigentlich nicht über den Tag selbst, sondern eher über die Nacht zum Sonntag. Denn an diesem, versuchten Tausende Besucher des Festivals durch einen eingleisigen S-Bahnhof wieder in die Innenstadt und somit nach Hause zu kommen.

Anfangs geht es an dieser Stelle allerdings um das Festivalgelände, die Acts und das Lebensgefühl – denn davon gab es reichlich.

Betrat man am Samstag das Festivalgelände, stand man in Mitten eines riesigen weiterlesen

MØME - Alive

MØME – Musik, die zum Tanzen einlädt

In unserem Nachbarland schon der ganz große Act, ist MØME hierzulande noch gänzlich unbekannt. Dabei hat der französische DJ und Produzent mit seinen beiden Songs Aloha und Hold On dafür gesorgt, dass die Franzosen durch den Sommer tanzten. Mit seiner neuen Single Alive ist Jérémy Souillart, wie MØME bürgerlich heißt, gerade wieder auf dem besten Weg in die europäischen Dance-Charts einzusteigen. Erfährt man, dass MØME aus Nizza kommt, könnte man mittlerweile sagen, dass die Stadt im Moment einen richtigen Lauf hat. Kommen doch auch Kungs und Hyphen Hyphen aus der, am Mittelmeer gelegenen, Stadt und sind dazu noch äußerst erfolgreich. Dabei bedient sich MØME bei Alive am Song Suicide des kalifornischen Duo’s Midnight To Monaco. So spielt er immer wieder den Refrain des Songs ein und mischt das ganze unter einen Tropical-House Beat. Mit Alive kann MØME einen ähnlich großen Erfolg einfahren, wie Kungs es dieses Jahr gezeigt hat. Mit Songs wie Alive wird das wohl eher kein Problem sein.

Roosevelt – Er hat es geschafft!

Roosevelt - Roosevelt

Roosevelt – Roosevelt

Roosevelt ist definitiv einer der Lieblinge auf Soundtrack-Of-My-Life. Wurden hier doch bereits einige Song des Kölners vorgestellt. Nun kommt er nicht nur mit dem Song ‚Colours/Moving On‘ zurück, sondern hat gleich noch eine, sehnsüchtig erwartete, Ankündigung gemacht. Am 19. August 2016 wird sein lang erwartetes Debütalbum veröffentlicht. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt der Jahrelange Output an Singles ohne eben ein Album folgen zu lassen. Da sind Songs wie ‚Soleil‘, ‚Sea‘, ‚Elliott‘, ‚Hold On‘ nur die Spitze. Ob es einer dieser Songs, oder gar alle, auf das Album schaffen, möchte man fast hoffen. Doch wahrscheinlich reicht dafür die Länge einer CD nicht aus.
Mit ‚Colours/Moving On‘ baut Roosevelt eine Brücke zwischen seinen früheren Songs und den jetzigen. Waren doch ‚Soleil‘ und ‚Sea‘ satte Dreampop Nummern und hat sich Roosevelts Sound heute eher in Richtung Dancepop gewandelt, ohne dabei das Verträumte ganz fallen zu lassen. ‚Colours/Moving On‘ zeigt genau diesen Wandel wunderbar, ist er doch eine fidele Dancenummer die gleichzeitig entspannter nicht sein könnte. Dieses Entspannte ist auch Roosevelts Note und macht jeden Song aufs neue zu einem Erlebnis. So kann man dem Release seines selbst betitelten Albums nur entgegensehen und die Zeit mit ‚Colours/Moving On‘ wunderbar überbrücken.

L’aupaire – Konzertkritik (Lido Berlin)

Wenn man das dritte mal auf ein Konzert ein und desselben Künstlers geht, könnte man annehmen, dass sich nichts mehr großartig verändern kann. Doch im Falle von L’aupaire waren alle drei Konzerte so unterschiedlich, dass man fast meinen könnte, es wäre jedes mal aufs neue das erste Konzert. Genau so lief es vergangenen Donnerstag im Berliner Lido mit L’aupaire und seiner Band ab.

Marc O'Reilly @Lido Berlin

Marc O’Reilly @Lido Berlin

Alles fing mit dem Trio um Marc O’Reilly an, das mit einer Mischung aus Südstaaten Blues, Folk und Rock die Bühne gekonnt zu füllen verstanden. Die sympathischen Jungs waren darüber hinaus recht redselig und sprachen über Ihre Europatour und ließen die Eltern des Schlagzeugers Pete, die stolz in der Menge standen, feiern. Mit ‚The Wayward Shepard‘, ‚Bleed‘ und ‚Letting Go‘ und amüsanten Anekdoten über die schnellen Straßen Deutschlands und eines noch schneller fahrenden Pete’s, der anschließend von der Polizei angehalten wurde, unterhielten sie das Publikum durchweg. Schließlich waren die drei nach gut 45 Minuten fertig und überließen L’aupaire die Bühne.

Marc O'Reilly @Lido Berlin

Marc O’Reilly @Lido Berlin

L'aupaire @Lido Berlin

L’aupaire @Lido Berlin

Nach einer viertelstündigen Pause kamen um Punkt 21 Uhr L’aupaire auf die Bühne und eröffneten den Abend mit ‚Hometown‘ in einem langsam einsetzenden Takt und einem entspannt singenden Robert Laupert. So holten sie das Publikum vom ersten Song an ab und luden es ein diesen Abend als große Freundesclique zu erleben – aber dazu später mehr.
Mit ‚Start All Over Again‘ folgte ein etwas älterer Song, der auf der ‚Rollercoaster Girl EP‘ im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Dieser Song besticht noch durch einen prägnanten, minimalistisches Arrangement. So treibt ein gleichbleibender Beat mal Trompeten, mal Laupert an und zeigt eine musikalische Richtung, die man auf dem Album ‚Flowers‘ nicht mehr findet, sie aber nicht minder schön ist. Weiter ging es mit ‚You Will Be Loved‘, welches mit einem Bass versehen war, der den eigenen Herzschlag sich verändern ließ. In Tagträumen versinkend sang das Publikum stimmlos mit und genoß den Moment.
Auf ‚All You Gotta Do‘ und ‚You‘ folgte ‚Hold On‘. Hatte ich in der Konzertkritik von L’aupaire’s Auftritt im Privatclub am 5. Dezember 2015 noch gesagt, dass ‚Rollercoaster Girl‘ der stärkste Song sei, kann das nun auf ‚Hold On‘ übertragen werden. Dieser so weite Song mit Pedal Steel, Gitarren und Lauperts ruhiger Stimme entfaltete eine unglaubliche Strahlkraft. Hier versank man und fand ganz zu sich selbst. Wer schon mal an einem Ort war, der von Natur und Einsamkeit geprägt war, wird dieses Gefühl verstehen können, das durch ‚Hold On‘ hervorgerufen wurde.
Hierbei war schön zu sehen, wie glücklich und wertschätzende die Bandmitglieder miteinander umgingen. War doch Laupert bei ‚Hold On‘ zwischenzeitlich, während des instrumentalen Parts, so in sich versunken, dass es schien als würde er für einen Moment ganz woanders sein. Allerdings war hierbei ebenso bemerkenswert, wie Peppa darauf reagierte. Schaute sie Laupert doch an und zeigte mit ihrem aufkommenden Lächeln, dass sie wusste, was Laupert genau in diesem Moment fühlte. Diese Verbundenheit sollte noch so einige Male während des Konzertes aufkommen, doch nie so stark wie in diesem.

Um aus diesen Moment der Zerbrechlichkeit auszubrechen, musste eine Up-Tempo-Nummer folgen. Und so kam es mit ‚I Will Do It All Again‘ schließlich auch. Hier setzte dann auch das Gefühl, mit einer Clique unterwegs zu sein, ein. Sang doch der komplette Saal mit und tanzte dazu als wäre es ein Clubabend. Drehte man sich um, sah man in glücklich, lächelnde Gesichter.
Wer L’aupaire beim RadioEins-Loungekonzert sehen konnte, wurde schnell daran erinnert, wie schwer es ihm dort fiel, ruhig auf einem Stuhl zu sitzen. Da war die große Bühne im Lido wie für seine Auftritte geschaffen und so sprang und tanzte er sich durch die Songs.
Mit dem folgenden Song überraschte die Band dann alle. War es doch ‚Dancing In The Moonlight‘ von King Harvest, vielen bekannter durch die Coverversion von Toploader, und kamen dafür noch Marc O’Reilly und seine Band auf die Bühne um den Song so richtig groß zu machen. Und so kam man sich plötzlich vor wie bei einer privaten Party, bei der jeder mal Energie loslassen kann. Da wurde auf der Bühne gelacht, getanzt und gesungen und vor der Bühne euphorisch mitgesungen und angestoßen, dass man einfach nur genießen konnte, was da gerade passierte.

War dieses Highlight gerade erst vorbei kündigte Laupert bereits das nächste an und setzte zu ‚The River‘ an. Nach einigen Sekunden des Mitklatschens, setzten die Trompeten ein, die erstaunlich nach Dolby Surround klangen, um einen nur Sekunden später realisieren zu lassen, dass drei Trompeter durch die Menge Richtung Bühne unterwegs waren. So holte Laupert die drei auf die Bühne und führte durch den energiegeladenen Song.
Alle drei Trompeter sollten auch noch bei ‚Always Travelling‘, ‚Uptown Diva‘ sowie ‚Flowers‘ Teil der Show bleiben und diese bereichern.

L'aupaire @Lido Berlin

L’aupaire @Lido Berlin

Amüsant wurde es ein weiteres mal, als die Band nach ‚Flowers‘ ansetzte und ein Abschiedsfoto mit der Menge machen ließ um kurz darauf, im Jubel der Menge, den eigenen Abgang zu verhauen. So kommentierte Laupert dies so „stellt euch vor wir würden jetzt abgehen, ihr jubelt und wir kommen zurück“. Was folgte war Jubel, Lacher und Applaus und der Übergang zu ‚Rollercoaster Girl‘, immer noch eine der stärksten Nummern.
Wie bei jedem Konzert beschloß L’aupaire seinen Auftritt mit ‚When The Music Is Over‘, der abermals so verträumt und beruhigend wirkte, dass man vom ganzen Auftritt beseelt das Lido verlassen konnte.

Nach diesem Konzert, dass den Abschluß seiner Flowers-Tour darstellte, war man einmal mehr überrascht, wie sehr sich dieser Auftritt von dem im Privatclub und dem bei RadioEins unterscheiden sollte. Die ganze Band ist so gewachsen, so glücklich und voller Lust, dass es zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit gab, als Publikum auszusteigen oder sich gar zu langweilen.

L’aupaire bleibt eine heiße Empfehlung und sollte unbedingt live gesehen werden!

L’aupaire – Konzertkritik

L'Aupaire @ Privatclub Berlin

L’aupaire @ Privatclub Berlin

Vor genau einem Jahr wurde Euch hier der Song ‚Rollercoaster Girl‚ von L’aupaire vorgestellt. Dazwischen liegen 12 Monate – also eine Menge Zeit im Musikgeschäft. Nun konnte man in den Genuß kommen, diesen Paolo Nutini Deutschlands weiterlesen