William Fitzsimmons – Aufrichtiger Ruf nach Geborgenheit

William Fitzsimmons‘ aktuelles Album Mission Bell stellt eine Zäsur dar. Davon konntet Ihr Euch bereits durch seine Single Angela überzeugen. Nun hat Fitzsimmons dem Gefühl allerdings mit seiner neuen Auskopplung Wait For Me nochmal eine größere Bedeutung zu teil werden lassen. So besingt der US-Amerikaner mit gewohnt hauchend, beruhigender Stimme, wie es ist, plötzlich von seiner Ehefrau getrennt zu sein und nicht zu wissen wie es weitergeht. Dabei verliert sich Fitzsimmons darin, zu hoffen, dass jemand ihn braucht und er somit gewollt ist oder aber – wie im Falle des Sängers – sich aus dieser Gefühlslage zu befreien und loszureißen. Fitzsimmons hat auf Mission Bell sein Innerstes nach außen gekrempelt und geht so roh und aufrichtig mit seinen Gefühlen um, wie es nur der Pittsburgher Sänger kann. Bei Fitzsimmons ist Melancholie das Lebenselixier, auch wenn es immer nahe am Abgrund entlang geht. Dabei klingt Wait For Me drängender und hat an Tempo zugelegt, ohne hektisch zu wirken. Fast könnte man meinen, Fitzsimmons neben sich im Arm zu haben und seinem gebrochenen Herzen zuzuhören. Damit schafft der Sänger immer wieder eine Geborgenheit zu entwickeln, die reich an Emotionen und Wärme ist und dabei melodisch und authentisch klingt.

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Hayden James – Angekommen aber noch nicht fertig

Vor drei Jahren konntet Ihr hier über den australischen Newcomer Hayden James lesen, wie er es schaffte, mit seinem Song Something About You bis auf über 3 Millionen Klicks zu kommen. Mit einem Plattenvertrag im Gepäck gelang es ihm anschließend sogar, den Song auf über 68 Millionen Klicks zu bringen. Doch was bisher fehlt, ist ein Debütalbum. Zwar hat James mit Just A Lover (2016) und Numb (2017) noch zwei weitere Songs veröffentlicht, doch blieb er uns bis heute eines Albums schuldig. Mit der nun veröffentlichten Single Just Friends folgt James seinen Rhythmus, einmal im Jahr einen Song zu veröffentlichen. Dabei bekommt er Unterstützung vom britischen Singer/Songwriter Boy Matthews, der zu einem unglaublich tanzbaren Bass frech, sowie stilsicher gelangweilt davon singt, wie es ist, wenn aus einer Freundschaft plötzlich mehr wird. Die aufregende Zeit und das passende Gefühl wird durch den aufbauenden Beat wunderbar transportiert und lässt den Song zum Crush-On-You Anthem werden. Irgendwo zwischen clublastigem Rumgemache und jugendlicher Unerfahrenheit füllt Just Friends die Lücke aus und animiert zum tanzen. Und uns bleibt nur zu hoffen, dass nicht wieder ein Jahr vergehen muss, um neues Material zu hören.