Poolside with DRAMA - I Feel High

Poolside with DRAMA – Im Club der unbegrenzten Möglichkeiten

Vor einem Jahr ist das aus Chicago kommende Duo DRAMA durch ihre Zusammenarbeit mit Gorgon City auf deren Track Nobody erstmals einer größeren Hörerschaft bekannt geworden. Damals wie heute zeichnen sich die beiden US-Amerikaner durch Produktionen von Songs aus, die sich zwischen R&B, Soul und Elektro bewegen und zumeist einen melancholischen Touch haben. Dabei haben DRAMA neben Gorgon City bereits mit Moglii und Pional zusammengearbeitet. Nun haben sich Via Rosa und Na’el Shehade von DRAMA abermals in eine Kollaboration begeben und mit Jeffrey Paradise und seinem Projekt Poolside den Song I Feel High veröffentlicht. Poolside ist dabei kein Unbekannter und hat bereits 2019 mit Panama zusammen den Song Can’t Stop Your Lovin‘ released. Eingeordnet wird Poolside als Daytime Disco, die sich entspannt präsentiert. Auf I Feel High haben Poolside und DRAMA nun eine Atmosphäre geschaffen, bei der man das Gefühl bekommt, so muss es sich anfühlen, die komplette Nacht in einem Club durchzufeiern und dabei, durch unterschiedlichste Hilfsmittel, unvergessliche Impressionen zu erleben.

Poolside & DRAMA
Poolside & DRAMA

So sieht man sich im Refrain fast schon in Trance durch die dunklen Gänge eines Clubs ziehen und immer wieder nach links und rechts in den Durchgängen zum nächsten Raum vorbeischauend die ganze Welt der Freizügigkeit erleben. Da tanzen in einem Raum unter einer riesigen Discokugel die Menschen so ausgelassen und freudig, wie auf einer Abschlussparty, nur um im nächsten Raum den ekstatischen Tanz der nackten Körper zu beobachten. I Feel High ist eine treibende Dancenummer, die uns zum Bewegen animiert und uns mit dem Gesang Via Rosas förmlich hypnotisiert. Und so sind wir auch im dritten Raum des Clubs angekommen, in dem eine Gruppe von Menschen um einen Perkussionspieler tanzt, der von der Menge – wie ein Schlangenbeschwörer – bestaunt wird. Poolside und DRAMA haben einen extrem vielschichtigen Song veröffentlicht, der sich im Verlaufe der etwas weniger als drei Minuten zu einem wahren Kopfkino entwickelt und unseren Körper nicht stillstehen lässt.

Indochine & Christine and the Queens - 3SEX

Indochine & Christine And The Queens – Ein Song für sexuelle Vielfalt und Freiheit

Hier treffen sich zwei Acts, die – jeder Act für sich – ein absolutes Alleinstellungsmerkmal haben. Auf der einen Seite sind es Indochine – die Band, die sich 1981 in Paris gründete und mit ihrem Rock- und New-Wave-Sound über 13 Millionen Platten verkauft haben. Auf der anderen Seite ist es Christine And The Queens, die mit ihrem Art-Pop seit ein paar Jahren ganz Europa in ihren Bann zieht. Während Indochine auf eine 13 Alben, elf Live-Alben, sechs Compilation-Alben und weit über 60 Singles füllende Diskografie blicken können, sind es vor allem die Songs 3e Sexe (1986) und J’ai Demandé À La Lune, sowie Le Grand Secret aus dem 2002er Album Paradize, die als die größten Hits ihrer Karriere gelten und vor 18 Jahren sogar in die deutschen Radio-Playlisten schwappten. Nachdem Indochine am 28. August mit Singles Collection (2001 – 2021) einen ersten Teil ihrer Diskografie als Compilation veröffentlichten und direkt auf Platz 1 der französischen Albumcharts einstiegen, wird nun am 11. Dezember mit Singles Collection (1981 – 2001) der zweite Teil ihrer Diskografie erscheinen. Darauf enthalten ist sowohl die originale Version von 3e Sexe, sowie die neue Version, die Indochine zusammen mit Christine And The Queens aufgenommen hat.

Indochine & Christine and the Queens - 3SEX
Indochine & Christine and the Queens – 3SEX

Hierzu ist vor wenigen Tagen auch das Musikvideo veröffentlicht worden und bringt uns die beiden Ausnahme-Acts auf der neuen Version 3SEX zusammen. Dabei geht es in dem Song, wie schon in seinem Original, um die Freiheit und sexuelle Toleranz. Dass dies zu den beiden Acts, wie zu kaum einen anderen Act in der französischen Musikszene passt, zeigen beide Historien. Héloïse Letissier – die hinter Christine And The Queens steckt, lebt die Freizügigkeit der queeren Antigender-Rollen vollends aus und wechselt immer wieder zwischen ihren Alter-Egos Chris und Christine. Dabei war es für Letissier eine große Ehre, von Indochine-Frontmann Nicola Sirkis gefragt zu werden, ob sie mit ihm für die neue Version zusammenarbeiten würde. So bedankt sich Letissier dann auch über ihre sozialen Kanäle mit den Worten Danke, Nicola, dass du mir die Ehre und das Vertrauen gegeben hast, 3SEX mit dir zu singen, zu einer Zeit, in der das Wort Freiheit wieder all seine Bedeutung und Dringlichkeit annimmt. Echte Revolutionen sterben niemals. Ich küsse dich! War der Song im Original eine New-Wave-Hit, der an den Sound von Depeche Mode oder The Cure erinnert, ist die neue Version 3SEX eine Synthie-Pop-Hymne mit Discoelementen und einem großartigen Vibe. In den Zeiten, in denen es momentan nur äußerst schwer ist, soziale Interaktionen zu haben, lassen Christine And The Queens und Indochine einen Hauch von Freiheit, Euphorie und Empathie auf uns los, der uns, wie ein Impfstoff durch diese Zeiten bringt.