HAEVN - Throw Me A Line

HAEVN – Aufbruch in eine neue Welt

2020 war für die Niederländer von HAEVN die Eroberung des deutschen Musikmarktes vorgesehen. Doch dann kam für das Amsterdamer Duo alles anders. Denn während ihre Konzerte für den September 2020 angesetzt waren, konnte Anfang des Jahres noch keiner davon ausgehen, dass auch sie es treffen würde, wenn die Gigs abgesagt werden müssen. Zuvor haben sie bereits mit mehreren voluminösen Singleauskopplungen, wie Bright Lights, Finding Out More, Fortitude oder Back In The Water brilliert. 2018 folgte schließlich mit Eyes Closed das Debütalbum. Für ein Duo, die mittlerweile nicht mehr nur aus dem Duo Marijn van der Meer (Singer/Songwriter) und Jorrit Kleijnen (Komponist) besteht, sondern mit Bram Doreleijers an der Gitarre, Mart Jeninga am Bass und David Broeders am Schlagzeug zu einer ganzen Band herangewachsen ist, hat sich der Sound weiterhin organisch und allumspannend entwickelt. Dabei ist vor allem die Herkunft von van der Meer und Kleijnen entscheidend, zeigt sich aus ihrer Arbeit für Film und Fernsehen doch, dass sie eine ganz besondere Soundästhetik besitzen. 2019 folgte schließlich mit Symphonic Tales eine orchestrale Version einiger ihrer Songs ihres Debütalbums, welche sie zusammen mit einem 50-köpfigen Orchester neu einspielten. Nun, nach zwei Jahren des Komponierens und neuer Texte Schreibens veröffentlichen HAEVN mit Throw Me A Line einen neuen Song, der gleichzeitig ihr bisher längstes Musikstück ist, dass sie je produziert haben.

HAEVN
HAEVN

Entstanden ist einmal mehr ein Sehnsuchtssong für das, was jedem Einzelnen von uns fehlt. Mit intensiven Geigen und dem sehnsüchtigen Gesang van der Meers ist ein so universeller Song entstanden, der sich auf macht, in eine neue Welt. So baut sich Throw Me A Line langsam auf und wird im Verlaufe der etwas mehr als fünf Minuten zu einer intensiven Reise durch die eigenen Baustellen im Leben. Mit einem imposanten Aufbruch, nach einem Moment der Ruhe, bei ungefähr der Hälfte des Songs, entsteht ein so warmes überwältigendes Gefühl der Freiheit, dass wir uns förmlich auf den höchsten Bergen der Welt stehen sehen und uns mit einem Schrei von all der Last befreien, die uns begleitet. HAEVN fügen zur Veröffentlichung des Songs hinzu, dass sie Throw Me A Line zu einem Zeitpunkt geschrieben hatten, als wir fasziniert von dem Dilemma des doppelten Wunsches nach dem Unbekannten, gleichzeitig aber auch nach der Konstanz und Sicherheit im Leben waren. Manchmal muss man etwas beenden, um das Ziel zu verfolgen. Jeder Mensch kennt dieses Gefühl. ‚Das Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone aufhört‘. Aber was ist, wenn es zu viele Dinge gibt, die man dafür aufgeben müsste? Wieder und wieder schaffen es HAEVN mit ihrer Musik, in uns ein Verlangen nach Frieden, Freiheit und Vollkommenheit zu wecken und geben uns gleichzeitig in nur 5:15 Minuten all diese Attribute gleichwohl mit ihrem neuen Song verpackt wieder mit an die Hand.

Katie Melua - A Love Like That

Katie Melua – Europa in einer Stimme

Katie Melua ist wahrlich das, was man eine europäische Musikerin nennen kann. Geboren 1984 in Kutaissi, der drittgrößten Stadt Georgiens und mit einer erstmaligen Erwähnung um 13. Jahrhundert vor Christus auch eine der ältesten Städte der Welt, flüchteten Meluas Eltern mit ihr 1993 aus dem georgischen Bürgerkrieg nach Belfast in Nordirland. Von dort aus absolvierte sie ihre Oberschule und ging an die BRIT School für Performing Art mit der Ausrichtung für die Musik. Hier begann Melua Musik und Songtexte zu schreiben und überzeugte den Singer/Songwriter, Produzenten und Labelchef Mike Batt von ihrer Stimme. Mit Batt produzierte Melua dann auch ihre ersten drei Alben Call Off The Search (2003), Piece By Piece (2005), Pictures (2007) und das fünfte und sechste Album Secret Symphony (2012) und Ketevan (2013). Das vierte Album In House wurde von William Orbit produziert, der unter anderem Alben von Madonna, Beth Orton, All Saints und Blur produzierte. Mit ihrem siebten Album In Winter (2016) reiste die Sängerin schließlich nach Georgien zurück und nahm ein Album auf, das mit dem georgischen Gori Women’s Choir eingespielt wurde. Darauf enthalten waren unter Anderem traditionelle georgische Songs, sowie Neuinterpretationen von Liedern und Kompositionen von Joni Mitchell, Sergei Rachmaninoff oder Adolphe Adam. In den Jahren zwischen In Winter und heute veröffentlichte die Sängerin die Neuinterpretation von Blacks Song Wonderful Life und war immer wieder auch im deutschen Fernsehen und Bühnen zu sehen, so trat Melua zusammen mit Peter Maffey auf und sang Lieder, wie Freiheit, die ich meine oder Ich wollte nie erwachsen sein. Nun hat die Georgisch-Britische Sängerin mit der neuen Single A Love Like That einen ersten Vorgeschmack auf ihr achtes Studioalbum gegeben – welches sie pragmatisch Album No. 8 betitelt hat. Mit dem Hintergrund ihrer georgischen Wurzeln, spielt Ihr Mutterland auch hier wieder eine große Rolle und ist auf dem neuen Song A Love Like That in Form des Georgian Philharmonic Orchestra zu hören. Dieses bildet die wunderbar erhabene Stimmung eines James-Bond-Songs und trägt Meluas glasklare Stimme darauf weich und prominent. Melua lässt uns mit A Love Like That dazu kommen, wie sehr wir ihren klaren und ruhigen Folk-Pop und Blues vermisst haben. Doch das Warten ist vorbei und Album No. 8 ist für den 16. Oktober angekündigt. A Love Like That wird bis dahin unsere Abende mit Freunden bereichern und uns entspannt, freudig auf das Album vorbereiten.

Scouting For Girls - Grown Up

Scouting For Girls – Freunde von Nebenan

Bei manchen Bands ist es schon komisch. Da haben sie absolute Hits im Gepäck, spielen sich die Finger wund und erzeugen mit ihren Songs eine absolut glückliche Atmosphäre – doch so richtig erfolgreich werden sie damit nicht. Bei dem britischen Trio von Scouting For Girls ist das der Fall. Hatten sie vor allem auf ihrem ersten Album Scouting For Girls (2007) so großartige Hits, wie She’s So LovelyElvis Ain’t Dead und Heartbeat platzierten sie auf ihrem zweiten Album 2010 eine Aussage, die sich bin in zehn Jahren absolut überholt hat. Denn der Albumtitel Everybody Wants to Be on TV wird der heutigen Zeit bei weitem nicht mehr gerecht, hat doch das traditionelle Fernsehen gegen die neuen Medien, wie Streamingdiensten und sozialen Plattformen nichts entgegenzusetzen. Während auf diesem Album zumindest für Frontsänger Roy Stride, Bassist Greg Churchouse und Schlagzeuger Dr Peter Ellard der Erfolg in Form eines Nummer-1 Hits entrat, sollte dieser Erfolg von This Ain’t A Love Song einmalig bleiben. Nun sind sie mit ihrem fünften Album The Trouble with Boys zurück und haben dabei eine wunderbare Mischung aus typischen Indiesongs und überraschend ruhigen Balladen veröffentlicht. Mit ihrer aktuellen Single Grown Up hat das Trio eine großartige Up-tempo Nummer veröffentlicht, die mit einer Hookline brilliert, die man nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Scouting For Girls sind und bleiben eine verlässliche Nummer im Indiepop und zeigen auf ihrem neuesten Album, dass sie nichts von ihrer Energie und ihrem Enthusiasmus der Anfangsjahre verloren haben. Damit wirken sie, wie die Freunde von nebenan und lassen uns Erfolg ganz anders definieren.