Dawncall & Subsets feat. Ayelle – Entspannt durch den Sonntag

Er passt so sehr in den heutigen, verregneten und windigen Sonntag – der Song Ghost, des israelische Produzent Dawnhall. Dazu gesellen sich der britische Produzent Subsets und die Londoner Sängerin Ayelle. Viel gibt es über die jeweiligen Produzenten allerdings nicht zu berichten, finden sich im Netz doch nur spärlich Informationen. Dabei gibt ihre Musik so viel her, worüber wir berichten könnten. Bei Ayelle sieht es bereits etwas besser aus. So hat die in London lebende Sängerin mit iranisch-schwedischen Wurzeln in den letzten Wochen so einige Songs veröffentlicht. Mal mit dem niederländischen Produzenten Mitchell Yard auf Mary Jane, mal als Solokünstlerin mit Obvious. Dabei beschreibt sie ihren Musikstil als Future R&B und liegt damit verdammt nahe an ihren Songs. Auf Ghost schafft sie es zusammen mit den beiden Produzenten einen verträumt, schweren Housetrack zu veröffentlichen, der nicht besser zu einem kalten Wintertag passen könnte. Die treibenden Elemente und Beats werden durch den Einsatz von Klavier und Gitarre, in ihrer Schnelligkeit extrahiert und setzt damit eine Entschleunigung ein, die dem Song eine ganz besondere Note verleiht. Ayelles Stimme ist hierbei allgegenwärtig und lässt an so einflussreiche Nummern, wie Deleriums Silence erinnern. Momentan haben alle drei Künstler noch deutliches Potential ihre Bekanntheit zu erhöhen, weisen ihre Facebookprofile doch nicht mehr als 2.500 Follower auf. Dabei wird Ghost in den kommenden Wochen sicherlich für einen Aufschwung sorgen.

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Zoe Durrant – Ein Traum von einem Song

Stellt Euch vor; ihr wart Teil einer schwedischen Band. Habt somit als Little Majorette Musik veröffentlicht, euch auf eine Auszeit geeinigt und macht nun solo Musik – und booom, findet ihr euch im Soundtrack einer Grey’s Anatomy Episode wieder. So geschehen mit Zoe Durrant, die mit ihrem Song Bridge in Episode elf der 13. Staffel zu hören war. Diese wurde Anfang 2017 in den USA ausgestrahlt und hat ihr nicht wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen. Dass ihr Facebookprofil dennoch nur etwas mehr als 200 Likes anzeigt, dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass am Tag der Ausstrahlung, der 2. Februar 2017, noch kein eigenes Facebookprofil der Sängerin existierte – welches sie erst vier Tage später eröffnete. Doch ebenfalls in dieser Woche im Februar veröffentlichte Durrant die 4-Song-EP Island, die Bridge enthält. Nun, knapp neun Monate später kriecht der Song auch weltweit in die Köpfe vieler Musikliebhaber. Dabei ist Bridge ein Song, der eine Blase zu sein scheint. Abgeschirmt vom Trubel der Welt und Post-Apokalyptisch klingend, schwellt Bridge mit einem hypnotisierenden Sound, der vom ehemaligen Little Majorette-Bandkollegen Petter Winnberg produziert wurde, und lässt Zoe’s Gesang fast in Dream-Pop übergehen. Aus Großbritannien kommend, suchte sich Durrant vor zehn Jahren in Schweden einen Ort aus, um musikalisch Erfolg zu haben. 2017 ist ihr dies gelungen und wir hoffen, dass die EP Island nicht das Einzige sein wird, was wir von der Sängerin musikalisch hören werden.