Paul Woolford, Diplo & Kareen Lomax - Looking for Me

Paul Woolford, Diplo & Kareen Lomax – Deep House für den Spätsommer

Erst setzen sphärische Claps und eine tiefe Stimme mit den Worten Oh Yeah ein, ehe ein starker Housesound den Song in einen pulsierenden Clubtrack verwandelt. Es ist der Song Looking For Me vom britischen Produzenten und DJ Paul Woolford. Zusammen mit dem US-Amerikanischen Produzenten Diplo und der ebenfalls aus den USA kommenden Sängerin Kareen Lomax haben sie mit Looking For Me eine hypnotische EDM-Version einer Ballade veröffentlicht, die nicht nur zusammen von den Dreien geschrieben wurde, sondern mit dem Hamburger Produzenten und Songwriter Jr Blender ein großes Potential hat, richtig durchzustarten. Dabei fällt vor allem der Gesang auf. Ist er von der – in Atlanta lebenden – Sängerin Kareen Lomax, wird er gerade durch ihre tiefe und dunkle Stimme so besonders.

Paul Woolford, Diplo & Kareen Lomax

Paul Woolford, Diplo & Kareen Lomax

Dass der Song kein Glückstreffer für die Sängerin war, zeugt vor allem davon, dass Lomax ein großer Fan Diplos ist und ihn letztes Jahr ganz unkonventionell via Facebook anschrieb. Was daraus geworden ist, können wir nun alle hören und zeugt Looking For Me davon, dass man sich auch Mal etwas trauen muss, um an seinen Erfolg zu kommen. Mit einer ohrwurmverdächtigen Melodie, den immer wieder aufflirrenden Synthies und Lomax‘ hervorstechender Stimme ist Looking For Me eine melancholisch, treibende EDM-Hymne an die 90er Jahre, die Paul Woolford, Diplo und Kareen Lomax sicherlich in den kommenden Monaten viel Spaß bereiten wird. Diplo agiert dabei einmal mehr als Tausendsasser und hat – neben seinen Projekten, wie Jack Ü, Major Lazor, Silk City und Kollaborationen mit , Ellie Goulding, Dillon Francis oder Sidepiece – ein weiteres, heißes Eisen ins Feuer geworfen.

Oliver Koletzki - We Are All Lost

Oliver Koletzki – Im stetigen Fluss

Oliver Koletzki ist über die Jahre zu einem der verlässlichsten Produzenten elektronischer Musik geworden, die Berlin und Deutschland vorzuweisen hat. Mit seinem eigenen Label Stil vor Talent fördert er junge Künstler und bringt hier auch selbst Musik heraus. So hat der Berliner nun angekündigt, dass am 15. November Fire In The Jungle als neues Album veröffentlicht wird. Darauf enthalten ist der Song We Are All Lost, den Koletzki zusammen mit Steffen Linck – alias Monolink – produziert hat. Monolink ist bekannt für seine sphärischen Elektrosounds, die durch Gesang und einen hohen Ambientanteil geprägt sind. Als würde der 15. November noch deutlich zu weit weg liegen, hat Koletzki nun mit der EP We Are All Lost einen kleinen Vorgeschmack geliefert und als 4-Track-EP veröffentlicht. Hierbei sind mit Tiny Sparks, Fire In The Jungle und The Arctic Voice gleich drei weitere neue Songs veröffentlicht, die das kommende Album mehr als gerecht anteasern. We Are All Lost wiederum ist eine treibend, forsche Elektronummer, die im Aufbau dunkel und mystisch klingt. ganz der Berliner Szene entsprechend, stellt man sich einen Club in einem verwaisten Abwassertunnel vor, bei dem es von der Decke tropft und der Beat durch die Röhren hallt. Koletzki beherrscht es wunderbar seichte Elektropopsongs zu produzieren, gleichzeitig aber auch immer wieder große Clubanthems zu veröffentlichen. We Are All Lost gehört dabei zu der letzteren Kategorie und dürfte dem Berliner Nachtleben wieder einmal neuen Schwung verleihen.

Purple Disco Machine - Emotion

Purple Disco Machine – Die Disco ist zurück!

Holt Eure Tanzschuhe raus, der heutige Song wird Euch von den Stühlen reißen. Denn bei Purple Disco Machine ist der Name Programm. Vor zehn Jahren zum Leben erweckt, hat der in Dresden als Tino Piontek geborene Produzent in den vergangenen Jahren eine beispiellose Karriere hingelegt und ist dabei dennoch im Mainstream ein mehr oder weniger unbeschriebenes Blatt. Mit seinem 2013er Song My House katapultierte sich der Produzent bis auf Platz 3 der Beatport-Charts und wurde über die nachfolgenden Monate zur Nummer 2 der meistverkauften Songs aller Zeiten auf Beatport. Was folgte, waren House-Hits am Stück und so zeichnete sich der Dresdener in diesem Jahr auch für den – zum Klassiker avancierenden – Clubtrack Body Funk verantwortlich. Nun ist mit Emotion ein weiterer Song veröffentlicht worden, der den Liebhaber des Discosounds einmal mehr an die Spitze der Beatport-Chart bringen wird. Mit typischen 70er Jahre Grooves und einer ordentlichen Portion Housemusik baut sich Purple Disco Machine einen wahren Schatz an hervorragenden Clubtracks auf und lässt uns keine andere Wahl, als alle Energie, zu Emotions, aus dem Körper zu tanzen.

Hayden James & NAATIONS - Nowhere To Go

Hayden James & NAATIONS – Sommersong par excellence

Hayden James hatte sich in den vergangenen zwei Jahren bereits für drei absolute Clubtracks verantwortlich gezeichnet. So wurden die Songs Something About YouJust Friends und Better Together zu absoluten Überfliegern und beherrschten die Clubs weltweit monatelang. Nun hat der Australier endlich mit Between Us sein Debütalbum für den kommenden Freitag angekündigt. Darauf enthalten sind neben den drei Clubhits auch Kollaborationen mit Elderbrook und Panama. Die nun veröffentlichte Single Nowhere To Go hat mit dem Duo NAATIONS die Singer/Songwriterin Nat Dunn, sowie den Produzenten Nicky Routledge dabei und sorgt dafür, dass Nowhere To Go ein weiteres Mal James‘ perfektes Gespür für sommerliche Beats und große elektronische Hooks beweist. Nowhere To Go ist eine satte Sommernummer, die sich im Ohr festsetzt und – wenn überhaupt – erst wieder Ende September aus dem Kopf machen wird.

Chance The Rapper feat. Knox Fortune - All Night

Chance The Rapper – Hip-Hop meets Disco

Es scheint eine Musikergemeinschaft zu sein, aus der Chancellor Johnathan Bennett alias Chance The Rapper kommt. So arbeitet der Amerikaner bereits seit einiger Zeit mit Vic Mensa zusammen, der selbst vor zwei Jahren mit Down On My Luck durchstartete. Hatte Chance The Rapper 2012 und 2013 bereits mit 10 Day und Acid Rap zwei Mixtapes veröffentlicht, folgte dieses Jahr mit Coloring Book das dritte, auf dem Acts wie Kanye West, Justin Bieber, Lil Wayne und T-Pain mitgemischt haben. Doch eine Single hat es besonders in sich und wird gesanglich von einem noch gänzlich unbekannten Sänger unterstützt. Auf All Night singt sich der aus Chicago kommende Knox Fortune mit einem fast schon hypnotisierenden Refrain in die Herzen der Tanzwütigen. War er erst nur als Ingenieur in den Produktionsstudios von Vic Mensa unterwegs fing er immer öfter an Songs zu produzieren. Daraus entstanden ist sein eigenes Projekt. Aufmerksam auf Knox Fortune ist Chance The Rapper durch die Studios geworden, in denen beide produzieren. Und so ist mit All Night eine Clubtrack entstanden, die einen auf der Tanzfläche halten soll, obwohl man eigentlich vorhatte zu gehen. Das ist mit All Night derart gelungen, dass man glatt sofort in einen Club möchte.

Mura Masa feat. Liana Bank$- What If I Go

Mura Masa – Klangkunst als Katharsis

Mura Masa ist gerade 20 Jahre alt geworden, kommt von der Ärmelkanal-Insel Guernsey, die zu Großbritannien gehört und macht gerade einmal seit zwei Jahren Musik. Dies tun viele Briten, schaut man sich die Riege der Musiker von der Insel an. Doch die Art und Weise, diese Musik klanglich darzustellen, hebt Mura Masa – alias Alex Crossan – deutlich von anderen elektronischen Künstlern ab. Nutzt er doch Flöten, ein Daumenklavier, Glockentöne und Klangfarben, die deutlich aus dem asiatischen Raum stammen. Hierher kommt auch sein Künstlername Mura Masa – steht der Name doch für ein japanisches Schwert aus dem 16. Jahrhundert. Mittlerweile in die Liste Sound of 2016 der BBC aufgenommen, hat er schon namenhafte Künstler für seine Songs gewinnen können. Allesamt, sind ebenfalls gehypte Künstler der letzten Jahre gewesen. Hatte Mura Masa bereits Songs mit Nao und Shura produziert, konnte er für seine aktuelle Single What If I Go die New Yorker Rapperin und Soulstimme Liana Bank$ gewinnen. Zusammen haben sie einen dermaßen funkigen Elektrosong produziert, dass man dazu nur mitgehen kann. Ist der Rhythmus und Beat noch ziemlich eingängig, machen es Bank$‘ Gesang und Masa’s aufflammender und mitunter schwerer Beat nicht nur zu einem Feel-Good-Song, sondern gleichzeitig auch zu einem satten Clubtrack. Darüber hinaus ist er noch so Pop affin um von den Radiostationen gespielt zu werden. What If I Go ist der perfekte Track für den nahenden Sommer – also dreht die Lautsprecher auf!