GASHI feat. Sting - Mama

GASHI feat. Sting – Das Schicksal selbst bestimmen

Die bewegendsten Geschichten gibt es oftmals von den unscheinbarsten Menschen. Dabei ist der in New York lebende Musiker GASHI optisch alles andere als unscheinbar. Mit seiner kräftigen Statur und seinem modernen Sound lässt GASHI aktuell immer öfter von sich hören. War es im Frühjahr der Song Sicko von Felix Jaehn, bei dem GASHI als Featuring-Act beteiligt war, arbeitete der Musiker, Rapper und Songwriter in der Vergangenheit bereits mit Musikern, wie Travis Scott und Chris Brown zusammen. Nun kam vor wenigen Tagen sein neuestes Album 1984 raus. Dabei hat der Musiker nicht nur eine lebhafte Diskografie vorzuweisen – so hat er seit Beginn seiner Karriere bereits drei weitere Alben, sechs EPs und drei Mixtapes veröffentlicht. Doch auch sein eigenes Leben schreibt eine lebendige Geschichte. Geboren in Tripoli, Libyen ist er das Kind albanischer Eltern aus dem Kosovo, die in den 90er Jahren als Flüchtlinge in mehreren Flüchtlingsunterkünften in ganz Europa lebten. Schließlich führte ihr Weg sie nach Brooklyn in New York, von wo aus Labinot Gashi – so sein bürgerlicher Name – seit 2008 Musik macht.

GASHI - 1984

GASHI – 1984

Auf seinem neuesten Album 1984 – dessen Name an das Hochzeitsjahr seiner Eltern angelehnt ist – gibt sich GASHI vollends dem Sound der 80er Jahre hin. Seine neueste Single Mama zeigt nun eindrucksvoll, wie zeitlos die Musik der 80er Jahre sein kann. Denn zusammen mit der britischen Rocklegende Sting hat sich GASHI einen Traum erfüllt und eine Kollaboration mit seinem Idol aufgenommen. Mama lehnt sich dabei mit seinen großartigen Synthies und Drums an den aktuell aufkommenden Hype um den Sound der 80er Jahre an. Mit einem Mix aus Dance- und Hip-Hop-Elementen ist Mama nicht mehr länger nur eine Single von einem – vornehmlich im Rap agierenden – Musikers, sondern reiht sich in den aktuellen Trend der großartigen 80er-Jahre-Soundwelle ein, mit der The Weeknd mit seinem Blinding Lights so richtig durchgestartet ist. Mama hat mit Stings Stimme, GASHIS Gesang einem eingängigen Refrain und einer clubtauglichen Produktion alles, was ein guter Song braucht und könnte sich so in den kommenden Wochen durchaus zu einem Hit mausern.

Elderbrook & Rudimental – Tanz dich frei

Beide Acts blicken bereits auf eine ausgiebige Diskografie zurück. Sind Rudimental für ihre Kollaborationen mit Blick auf Diversität, Akzeptanz, Inklusion und Freiheit bekannt und haben in der früheren Vergangenheit mit Acts wie Jess Glynne, Macklemore, Tom Walker und James Arthur zusammengearbeitet, steht das Londoner Kollektiv für tanzbare, elektronische Musik, die auch genreübergreifend funktioniert. Elderbrook – der ebenfalls aus London kommende Singer/Songwriter und Produzent – hat in den vergangenen Jahren vor allem durch seine Zusammenarbeit mit CamelPhat auf Cola von sich hören lassen. Nun haben sich beide Acts für Something About You zusammengetan und einen Song veröffentlicht, der sich sanft aber gleichzeitig euphorisierend anhört. Genau diese Mischung transportiert die Intention hinter dem Song – zeigt das Video doch eine Selbsthilfegruppe von Männern, die sich öffnet und dem vergifteten Maskulinismus – der sich jeder Verletzbarkeit bei Männern verwehrt – zu entziehen versucht. Dabei braust Something About You zwischenzeitlich mit Trompeten auf und bedeutet damit das emotionale Freitanzen der Protagonisten. Einmal mehr haben Elderbrook, sowie Rudimental einen Song veröffentlicht, der radiotauglichen Elektro, clubtaugliche Beats und gesellschaftskritische Themen so wunderbar miteinander verbindet, dass man fast spielerisch an schwere Themen herangeführt wird.

Ricky Razu – Das Bindeglied zwischen gestern und morgen

Ricky Razu steht gerade erst am Anfang seiner Karriere und kann bereits jetzt auf viele Lorbeeren zurückblicken. Denn seine Tracks werden allesamt in höchsten Tönen gelobt und sind weltweit in den Clubs zu hören. Mit seiner ersten EP Cycles, die der Belgier Ende November veröffentlichte, vereint Razu alten Soul und Funk mit neuen Housebeats und hat so einen Musikmix für sich kreiert, der in der DJ- und Produzentenszene so nicht oft vorkommt. Dabei ist vor allem der Track Without U eine wunderbare Nummer, die mit einem – fast schon – derben Housebeat beginnt, ehe durch Synthies ein Ambientsound einsetzt, der Without U verdammt entspannt und dennoch tanzbar macht. Mit dem einsetzenden Gesang kommt noch eine Kirsche auf dem Sahnehäubchen hinzu ehe der gesamte Song schon jetzt zu einem verdammt clubtauglichen Alltime-Favorite wird. Hat man Without U gehört, weiss man, warum der Produzent mit so viel Lob überschütten wird. So können wir den Banger Without U nur jedem DJ für die Samstagnacht empfehlen und tanzen schon mal vor.

Petit Biscuit feat. Panama – Innovation hoch 2

Mit dem gerade einmal 18 jährigen, französischen Produzenten Petit Biscuit und Panama haben sich auf dem heutigen Song zwei Künstler gefunden, die für innovativen und modernen Elektrosound stehen und dennoch einem großen Publikum bisher verwehrt geblieben sind. Mit Sunset Lover hatte Petit Biscuit 2015 einen ersten, internationalen Achtungserfolg feiern können und erreichte in seinem Heimatland sogar Platz 6 der Singlecharts. Sein Debütalbum Presence kam im November 2017 auf den Markt und beinhaltet die nun veröffentlichte Single Waterfall, auf dieser der Australier Panama dabei ist. Panama selbst ist gerade mit seinem Song The Highs in Europa auf dem Vormarsch und überzeugt mit seinem euphorischen Sound die Kritiker. Was beide Künstler gemein haben, ist der treibende Sound, der sich mal im Tropical-House, mal im Indie-Pop oder auch Elektro wiederfindet. Auf Waterfall vermischen sie nun ihre Einflüsse zu einem verspielt, modernen Sound, der sich gekonnt im Pop aufhält und dennoch tanzbar und clubtauglich ist. Ebenso passend zu einem anbrechenden Frühlingstag im Freien, wie zu einem sommerlichen Open-Air, ist Waterfall ein starker House-Track, der den Weg in den Sommer 2018 finden könnte.