Christine And The Queen - People, I've Been Sad

Christine And The Queens – Musikalisches Ausnahmetalent

Mit ihren bisher veröffentlichten Alben Chaleur humaine/Christine and the Queens (2014) und Chris (2018) hat es die französische Sängerin Christine And The Queen geschafft, den modernen Chanson und cleveren French-Pop in die Welt hinauszustrahlen und damit eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben. Passiert es doch nicht gerade häufig, dass eine französisch-singende Künstlerin in Märkten wie Großbritannien und Irland erfolgreich wird – muss zugegeben werden, dass ihr Debütalbum später sowohl auf Französisch, als auch auf Englisch erschien und das zweite Album bereits von vornherein Bilingual eingesungen wurde. Dieses Rezept des zweisprachigen Gesanges hat sich Letissier mittlerweile zum Wiedererkennungswert gemacht und war damit letztes Jahr sogar auf der Single Gone von Charli XCX zu hören. Nun hat Christine And The Queen mit People, I’ve Been Sad einen neuen Song veröffentlicht und behandelt darin ihre Kindheit und den Wunsch, sich gerne auch mal zurückzuziehen. Mit einem punktierten Gesang und den so akkurat gesungenen Textzeilen, macht Letissier deutlich, worauf sie die Aufmerksamkeit lenken möchte – auf das Gefühl, welches die Sängerin einerseits als starke und schöne Frau darstellt und andererseits verletzlich und zurückgezogen zeigt. Ob People, I’ve Been Sad das erste Anzeichen für eine  EP sein wird oder gar ein neues Album ankündigt, bleibt vorerst offen. Doch die Emotionalität des Songs, kann man eindrucksvoll in Letissiers Gesicht lesen, schaut man sich das passende Musikvideo zum Song an.

Christine and The Queens – Grooved sich zurück

Es war ein Debütalbum, welches sich durch Mund-zu-Mund-Empfehlungen weit über die Grenzen Frankreichs hinaus zu einem Hit entwickelte. Christine and The Queen hatte mit ihrem 2014er Debütalbum Chaleur humaine den 80er Jahre Stil der französischen Musik zurückgebracht. Singles, wie Christine/Titled, Saint Claude und Paradis Perdus haben den Charme der französischen Sängerin Héloïse Letissier unterstützt und dabei die Faszination der Person Letissier noch verstärkt. Nun ist Letissier mit der Ankündigung, ein neues Album zu veröffentlichen, zurückgekommen und zeigt uns mit der Single Damn, dis-moi/Girlfriend – die sie nach dem überraschenden Erfolg ihres übersetzten Debütalbum, gleich in Englisch und Französisch aufgenommen hat – wie sehr ihr der Synthie-Pop liegt. Da klebt der Sound der 80er Jahre nur so an jedem Takt und greift Letissier lyrisch einmal mehr den Zwiespalt auf, dass die Sängerin sich nicht eindeutig eines Geschlechts zuordnen kann. Diese Situation bringt Letissier allerdings nicht etwa durch Parolen rüber, sondern gibt der ganzen Thematik ein gewisses Sexappeal. Christine and The Queen ist Projekt, Herausforderung, Darstellen und Kunst zugleich und klingt auf der neuesten Single hervorragender denn je.

The Best Of 2018 Vol.: 04

01. Passenger – Hell Or High Water

02. Lenny Kravitz – Low

03. Disclosure feat. Fatoumata Diawara – Ultimatum

04. HONNE – Sometimes

05. Maggie Rogers – Fallingwater

06. Snow Patrol – Life On Earth

07. Dennis Lloyd – Nevermind

08. Christine And The Queen feat. Dâm-Funk – Damn dis-moi

09. Blaudzun – islands_

10. Sonia Stein – Muse

11. Celine Dion – Ashes

12. Parcels – Tieduprightnow

13. Leo Kalyan – Get Your Love

14. Jungle – Happy Man

15. Harrison Brome – Looking At You

16. Gorillaz feat. George Benson – Humility

17. Gavin James – Always

18. Foster The People – Sit Next To Me

19. Florence + The Machine – Hunger

20. Das Paradies – Discoscooter

21. Cesár Samson – Nobody But You

Jata – Zwischen Saudade und Monster

Jata – Monster

Ein wahrer Weltenbummler ist Jata, alias Jacob Vetter, schon immer gewesen. Arbeit seine Frau für die UN und muss viel reisen, hatte Jata bereits früh seine Liebe für das Reisen entdeckt und wohnte so bereits in Washington, Mexiko, Frankreich und der Schweiz. Washington war es dann aber, das als ein großer Einfluss auf Jatas spätere Musik ausschlaggebend sein sollte. Denn klingt seine Musik nach einer Mischung aus Pop und modernem R&B, den er in Washington kennenlernte, legt er einen starken Elektrobeats über seine Songs. Von seinem Aufenthalt in Mexiko hatte er sich die Beschreibung Saudade eingeprägt. Dieses Wort umfasst das Gefühl aus Wehmut, Melancholie, Sehnsucht und Nostalgie. Genau hier setzt Jatas Musik ein – dunkle, schwere Beats mit fast schon klagendem Gesang und einer ordentlichen Ladung Soul sind so zum Markenzeichen für Jata geworden. Seine, im Herbst 2016 veröffentlichte Single Ebony war dabei bereits ein großartiger Vorgeschmack auf das am 1. September erscheinende Album Mexico. Die Single Monster büßt hier kein bisschen ein und ist eher noch stärker im R&B und Soul zu Hause als im Elektropop. Hierbei erinnert der Beat irgendwie an Ginuwines Pony und unterstreicht somit, welchen Einfluss Washingtons R&B-Szene auf ihn hatte. Alles selbst geschrieben, produziert und eingesungen, ließ Jata nur zum Abmischen den Briten Ash Workman an seine Musik – der bereits Christine And The Queen, Tensnake und Metronomy produziert hatte. Herausgekommen ist eine starke Single und ein Album, das die Vorfreude durch Songs wie Ebony und Monster deutlich wachsen lässt.